fakein 16.11.2012, 17:55 Uhr 5 21

Und weg war es

Ich habe jeden mit dir verglichen und keiner kam an dich heran. Aber das ist Vergangenheit.

Ich hab dich angebetet. Jeden Tag an dich gedacht. Nach dem Aufwachen. Kurz bevor ich eingeschlafen bin. Und auch die meiste Zeit dazwischen. Mal öfter und mal nicht so oft. Mal sehr intensiv und mal beiläufig.

Habe jeden Menschen mit dir verglichen. Keiner konnte mit dir mithalten. Niemand hatte dieses Lächeln. Von niemand habe ich den Klang meines Namens lieber gehört. Niemanden wollte ich lieber sehen und mit niemand anderen reden. Über Spannendes. Über Alltägliches.

Doch all das war unmöglich. Zumindest hast du es mich glauben lassen. Ein Weg lässt sich immer finden. Und ich glaube immer mehr, du wolltest ihn nie finden. Hast mich sehen wollen und dann nicht mehr gemeldet. Mir mitten in der Nacht geschrieben und trotzdem schien es am Morgen bedeutungslos. Es tat weh. Mal mehr und mal weniger.

Und es schien endlos. Endlose Sehnsucht. Sehnsucht nach dir. Nach dem was wir sein könnten. Könnten, wenn du nur wolltest. Der Wille weicht der Erkenntnis, dass du nichts für mich warst. Nicht DER.

Doch langsam bekommen wir Abstand voneinander. Und es bekommt mir gut. Du merkst es wahrscheinlich gar nicht. Ich aber. Ich fühle mich gut. Wieder lebendig. Neu, gut und unschlagbar. Du siehst das alles nicht. Doch mir ist das egal.

Dein Glanz erstickt unter Staub. Dein Strahlen wird langsam überstrahlt. Den Klang deiner Stimme fast vergessen. Unsere Gespräche erscheinen mir nun inhaltslos und leer. Dein Zauber gebrochen.

Ich bin aufgewacht und es war weg. Einfach nicht mehr da. Ohne eine Lücke hinterlassen zu haben, gegangen. Vielleicht kommt es wieder, wenn wir uns mal wieder sehen. Doch jetzt ist es weg.

Ich bin wieder frei. 

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5 Antworten

Kommentare

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  • 1

    wie befreiend es sein kann die rosarote brille abzusetzen und die realität wieder klar zu sehen... jah, deine geschichte spricht vielen aus der seele!

    29.11.2012, 09:27 von E.marie
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    Ja, die Liebe und das Verlassen werden. Gehört einfach zum Leben dazu.

    18.11.2012, 14:04 von marco_frohberger
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  • 2

    Wie gern ich doch auch endlich frei sein will. :( Der Text entspricht einfach nur der Wahrheit! 

    18.11.2012, 10:41 von Reniiih
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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