Wunschlicht 30.11.-0001, 00:00 Uhr 2 1

Unbeschreiblich

Eine Liebeserklärung an eine ganz besondere Freundschaft.

Wenn mich jemand fragt, was wir sind, kann ich ihm keine Antwort darauf geben. Es gibt nichts, was uns beschreiben würde – kein Wort, keine Definition, keine Erklärung. Vielleicht würde ich ihm sagen, „das mit uns ist unbeschreiblich. Etwas ganz Besonderes, das sich nicht greifen lässt.“

Du und ich- tief verbunden. Auf der selben Welle des Lebens reitend. Kursieren gemeinsam durch das Universum, lernen die Welt aus einer anderen Perspektive kennen, erweitern uns gegenseitig den Horizont. Sammeln, teilen, schenken uns Erfahrungen und sind immer für einander da. Häufig verstehst du mich besser als ich mich selbst und umgekehrt.

Nichts lässt sich mit dem Sitzen mit dir in der Küche ersetzen. Ein Glas Wein in der Hand, über das Leben philosophierend und jeden möglichen Weg auf und abdenkend. Jedes „wenn“ und jedes „hätte“, aufklamüsiern. So oft, bis uns schwindelig wird. Wir anfangen zu lachen und beginnen durch den Raum zu tanzen.

Immer wieder versichern wir uns, uns niemals aus den Augen zu verlieren. Unser leben lang Freigeister zu bleiben und gemeinsam mit Lola und Luna die Welt zu erkunden. Wenn du nicht da bist, ist es viel zu still und viel zu leer. Dann zähle ich schon die Stunden und freue mich wieder, einfach nur mit dir zu sein.

Wir schweben irgendwo zwischen Freundschaft und inniger Liebe. Vergießen Tränen, weil dieses Unwissen manchmal so wehtun kann. Dieses Gefühl womöglich die Chance zu verpassen. Und eines Tages zu denken „Du bist viel mehr als du warst.“

Und dann ist da noch dieses andere Gefühl. Diese Angst, dem anderen irgendwann vielleicht nicht mehr gerecht werden zu können. Doch einen Weg einzuschlagen, der sich von dem des anderen entfernt. Entscheidungen zu treffen, die für den anderen schmerzhaft sind. Dass wir plötzlich nicht mehr das Bild unserer gemeinsamen Utopie verfolgen, sondern erwachsen werden, rational und strukturiert. Dass wir uns nicht mehr gemeinsam träumen lassen und uns vor dem eigenen Gewissen fürchten. Die Furcht vor dem eigenen Gewissen in den Vordergrund rückt und viel stärker ist, als die Furcht, vor dem Urteil der anderen.

Wenn mich jemand fragt, was wir sind, kann ich ihm keine Antwort darauf geben. Es gibt nichts, was uns beschreiben würde – kein Wort, keine Definition, keine Erklärung. Vielleicht würde ich ihm sagen, „das mit uns ist unbeschreiblich. Etwas ganz Besonderes, das sich nicht greifen lässt.“

Und dann würde ich ihm noch sagen, „Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann den, dass es immer so bleibt.“

1

Diesen Text mochten auch

2 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Wie lieb von dir! :)

    12.02.2015, 09:20 von Wunschlicht
    • Kommentar schreiben
  • 1

    Wir schweben irgendwo zwischen Freundschaft und inniger Liebe. Vergießen Tränen, weil dieses Unwissen manchmal so wehtun kann. Dieses Gefühl womöglich die Chance zu verpassen. Und eines Tages zu denken „Du bist viel mehr als du warst"
    Danke für diese Worte 

    09.02.2015, 20:15 von LiMee
    • Kommentar schreiben

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare