Frau_Irma 31.01.2017, 16:56 Uhr 31 6

Überbrückungstage.

Von jetzt bis dann.

Überbrückungstage. Das sind die Tage zwischen wichtigen Ereignissen. Zwischen dem einfachen Existieren und dem richtigen Leben.
Es sind die Tage, die wohl notwendig sind, um von einem einschneidenen Erlebnis zum nächsten zu kommen.
Ich hasse Überbrückungstage.
Weil ich das Gefühl habe, an diesen Tagen zieht das Leben an mir vorbei. Es ist völlig egal, ob ich einen dieser Tag gelebt habe oder nicht. Er hinterlässt weder Spuren in meiner Vergangenheit noch in meiner Zukunft.

Die letzten Monate bestanden aus vielen Überbrückungstagen.
Es waren die Monate zwischen dem Leben mit und dem Leben ohne dir.
Als du da warst, hat jede Sekunde einen Sinn ergeben.
Jeder Tag hinterließ eine Erinnerung an uns. Brannte sich in mein Herz.
Und dann gehst du und ich stehe da und lebe einfach wieder so weiter.
Und ja, auch ohne dich sind schöne Dinge passiert.
Und schöne Momente und schöne Abende und schöne Zufälle.
Aber sie alle halten nicht lange. Prägen mich nicht. Halten das Glück nicht fest. Wie Teflon prallen sie an meinen Erinnerungen ab.
Wann geht es wieder los? Das Leben - das Erleben?
Wann zählt wieder etwas? Wann steht wieder etwas auf dem Spiel?
Ich habe Angst, dass es der Moment ist, wenn ich dich wiedersehe.
Die Sekunde, in der ich merke, dass die Liebe fehlt. Deine Liebe fehlt.
Dass die Überbrückungstage erst enden, wenn du wieder da bist.
Aber wann wird das sein?

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31 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Es waere recht arm,   wenn sich ein Partner staendig an meiner Seite aufhalten muesste, damit das Leben lebenswert erscheint.  


    die Autorin hat es weiter unten in einem Kommentar  besser  formuliert als im Text.  

    Sie teilt mit,  dass sie Spass am Leben hat und ein gluecklicher Mensch ist,  auch wenn nicht gerade ein  "Typ"  greifbar ist und neben ihr einschlummert :-)
    Mit so einer Aussage kann ich durchaus etwas anfangen.  Dieses romantische Gesuelze, das ich hier fast taeglich lese,  entspringt einer verklaerten Phantasie, mit wenig Uebertragbarkeit  aufs  "reale"  Leben.

    Das Sahnehaeubchen kann ! natuerlich  das gemeinsame Erleben des  Alltages sein.  Sehe es also wie Irmchen :-)  Das ist ein sog.  Idealzustand.  Aber LEIDER  sind diese Zustaende nicht sehr haeufig,  wie  viele Texte hier und woanders es auszudruecken versuchen.  Da trennt man sich von dem "Dreckstypen",  der die Girlies hat  "sitzen"  lassen,  um ihm dann schreibend bei Neon nachzuweinen.  Wer das als  "gesund"  einstuft,  ist selbst schwer krank :-))

    Danke fuer den Artikel,  der ein wenig zum Nachdenken anregt. 

    05.02.2017, 16:07 von Dr_Lapsus
    • 0

      an  Irma:


      Was ist so "schlimm"  daran,  alleine  zu sein ?  Sein eigenes Leben bestimmen zu koennen, bedeutet Unabhaengigkeit und Qualitaet zugleich.  Alleine in seiner Wohnung  zu leben, heisst nicht,  einsam zu sein. 

      Freunde, Bekannte und Verwandte  sind nicht zu verachten.  Wie immer aber,  ist alles individuell verschieden.  Was ich gut  finde, kannst du dir vielleicht fuer dich nicht vorstellen.  Die zunehmende Lebenserfahrung aber koennte durachaus dazu beitragen,  deine jugendliche Ansicht  von frueher zu revidieren.  

      Kenne viele Frauen und Maenner,  die sich getrennt haben und ploetzlich bekennen:  JETZT  faengt das Leben erst an !

      Erstaunlich, wa ??

      05.02.2017, 16:32 von Dr_Lapsus
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  • 1

    Wenn Überbrückungstage als belastende Entkoppelung empfunden werden, kann es hilfreich sein sich zu überlegen, wem man sich in erster Linie entkoppelt fühlt - dem abwesenden Partner oder dem abwesend scheinenden Selbst.

    Vermisst man den Anderen oder fehlt es einem, bestimmte Persönlichkeitsmerkmale auszuleben, die gefühlt an das Zusammensein gebunden sind?

    05.02.2017, 11:05 von JackBlack
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  • 5

    Der Grat zwischen gesunder Gebundenheit, Sehnsucht und emotionaler Abhängigkeit kann äußerlich manchmal schmal erscheinen, ist aber bei näherer Betrachtung gewaltig.  

    Gerade in einer Welt, in der die persönliche Freiheit überall das Mantra der Modere ist und unablässig verkündet wird, sind (emotionale) Anhängigkeiten natürlich scham- und abwehrbesetzt, der erklärte Feind und werden weit mehr noch tabuisiert als früher.

    In solch einem Klima sind selbstverständlich "nur die anderen davon betroffen". Vorallem gern die, welche noch nie ohne Partnerschaft klar kamen/glücklich gelebt haben, weder nicht müde zu wiederholen und andere zu belehren, wie wichtig es sei "erst sich selbst glücklich, dann andere.." und viele leere Phrasen dergleichen mehr. Nicht nur die deutlich gestiegenen Zahlen von Therapiebehandlungen, die im Kern vielfach des Thema schädlicher Zwänge und Blockaden haben, sprechen eine andere Sprache. Auch über Jahre, Jahrzehnte und/oder verschiedene Beziehungen hinweg ähnlich wiederkehrende Belastungen und Konflikte ebenso.

    Eine Kultur der Enttabuisierung und offenen Auseinandersetzung entsteht nicht, wo zwar das Soll erkannt und eifrig gepriesen ist, aber hingegen das wirkliche Sein, die verdammte Wahrheit, insbesondere die Ursachen weggelächelt, verdrängt, verleugnet werden.   

    04.02.2017, 19:54 von schauby
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    • 4

      Ich denke, es gibt eine Mitte zwischen totaler emotionaler Abhängigkeit und totaler Autonomie. Ich bin diesbezüglich einfach Realistin, vielleicht auch Pragmatikerin. Was helfen einem irgendwelche Ideale, die in der Realität gar nicht, oder nur den wenigsten umsetzbar sind? Insofern stimme ich auch nicht Herrn Fromm zu. Ich glaube man lebt einfach besser, wenn man das oder sich so akzeptiert , wie man ist, und sei es mit der Erkenntnis zu leben, dass man in einem gewissen Grad emotional abhängig ist von einem anderen Menschen. Ideale mögen lobenswert sein, sind aber immer auch ein Faktor für ständiges schlechtes Gewissen oder Auslöser für Gefühle der Unzulänglichkeit, die es gar nicht bedarf. An wem will man sich denn messen? An den 2 % die alle Kriterien erfüllen?

      04.02.2017, 20:25 von Gluecksaktivistin
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    • 0

      Eben nicht, ich glaube du hast meinen KOmmentar nicht verstanden :)

      04.02.2017, 20:33 von Gluecksaktivistin
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    • 0

      Hihi, für dich gibts also entweder nur absolute Perfektion oder K.o?

      04.02.2017, 20:41 von Gluecksaktivistin
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    • 0

      Vor  allem sind Ideale destruktiv :)

      04.02.2017, 20:58 von Gluecksaktivistin
    • 0

      sagt jemand, der keine hat

      04.02.2017, 21:25 von EC_Lino
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    • 2

      Ich verstehe es auch einfach nicht. Ich finde, das eigene Glück und das gemeinsame Glück sind doch auch nicht dasselbe.
      Heißt: ich bin durchaus ein glücklicher Mensch, der mit sich selbst klar kommt, der sein eigenes Leben führt, der auch Spaß und Freunde hat.
      Aber du kannst doch noch so unabhängig, selbstständig, fröhlich sein - wenn du alleine bist, bist du alleine. Das (zugegebenermaßen kitschige, klischeebehaftete, aber dennoch ernstgemeinte) Gefühl, wenn du neben dem Menschen einschläfst, den du liebst, bei dem du zur Ruhe kommst, dieses "Wir" in diesem Moment, kannst du einfach nicht durch ein "Ich" ersetzen.
      Wir Menschen sind soziale Wesen. Zum Glück. Bindung und Sehnsucht ist wichtig. Was natürlich nicht heißt, sein Glück völlig von anderen abhängig zu machen. Aber manchmal ist es doch einfach schöner, wenn der Lebensmensch da ist.
      Und lieber gestehe ich mir das ein, als dass ich immer so pseudo-emanzipiert tue, oder etwa nicht?


      04.02.2017, 22:13 von Frau_Irma
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    • 2

      @ Frau Irma 

      ja klar, es soll auch niemand "ersetzen". wäre der Mensch so angelegt, wären wir nicht so hochentwickelt in der potenziellen Vernetzung /emotionalen Bindung zueinander.

      @ GA

      Es gibt die Mitte, aber sie ist bedingt durch ne Menge bereits früh geglücktes und vorteilhaftes, nichts selbstverständliches. Was nicht heißt, davor zu kapitulieren, was auf dem zweiten "Bindungsbildungsweg" harte Arbeit ist. 
      Ich bin sehr entschieden gegen "drauf ausruhen". auch da gibt es viel zwischen Null und 100.  so von wegen. "Aha, weil jemand weiß wo das Leck im Boot is, kann man ja  ewig schnell und gezielt das Wasser rausschaufeln", statt das Scheiß Loch mal zu reparieren. ja geht nich überall, aber ohne Mut sowieso nich..

      da sich immer ein Co-Abhängiger findet, der Teil des Problems als der von Lösung wäre, werden die Konflikte, die unweigerlich aus Abhängigkeiten entstehen, nicht kleiner, nur weil man plötzlich offen damit umgeht, was vorher verleugnet war. 
      Eins sehr zentrales Ding von Beziehungskrebs ist ja leider der fatale Umgang mit " Oh zu wenig, oh zu viel" ... Nähe/Distanz Probleme, Bindung/Autonomie halt. Aber dazu gibts auch an anderer Stelle ausführlicherer was. Tatsächlich sogar unter einem andern Text von Frau Irma.

      04.02.2017, 22:40 von schauby
    • 0

      laber-rhabarber, schauby poser

      05.02.2017, 03:38 von EC_Lino
    • 3

      deine stulligen stencils immer gleicher Stumpfstyles sind echt der hammer.

      so eine Art low line Linoleum Dadaismus.
      repetitiv Imperativ. lass es es dir schnell patentieren, EC Pansenpuffi    

      05.02.2017, 04:13 von schauby
    • 0

      Ideale geben mir Orientierung. Wie Leuchttürme beim segeln. Da hat auch niemand die Absicht, den Leuchtturm zu erreichen...

      05.02.2017, 11:26 von sailor
    • 0

      Ich finde das schwierig und erinnert mich an den grade sehr üblichen Trend zur Selbstoptimierung.
      Natürlich soll man sich nicht "ausruhen" aber eben auch nicht ständig mit überzogenen Idealen dauerstressen lassen. Wie fast überall gilt es meiner Meinung nach, auch da die Mitte zu finden, sich nicht ständig zu vergleichen und zu gucken, was will man evt.ändern, wo will ich meine Energie reinstecken und wieviel ist überhaupt möglich. Das meiste werden Erfahrungswerte sein.

      05.02.2017, 11:52 von Gluecksaktivistin
    • 1

      ich bin schon Idealist ein ganzes Stück, aber nicht Utopist.

      Menschen in der westlichen Welt haben heute, immerhin potenziell, so viele Möglichkeiten fremdbestimmte Settings von Eltern und Prägung neu- bzw umzugestalten wie noch niemals zuvor in der Geschichte. Die sollte man auch nutzen. nicht nur ein immenses Wissen ist verfügbar, auch die Methoden. Vorallem, wo bestimmte Programme und Konditionierungen jemanden davon abhalten, das ins Gefühl zu übersetzen, was der Kopf schon weiß, selbstbestimmt erlernt hat. 

      Dass man nur manches kann und das Selbstoptimierungsgeballer aus allen Kanälen nicht selten einen eher einseitigen Begriff von Leistung ansprechen, ist auch klar.  

      05.02.2017, 16:39 von schauby
    • 0

      Wette 100, dass du sozio-laber-psycho-dings studiert hast .Sehr nützlich, um ellenlange Tippsen-Kommentare in geschwollener Schwallerei runterzunudeln. Schreib doch mal nen Aufsatz in ner gescheiten ZF, anstatt hier den Magister mundi zu geben

      05.02.2017, 18:44 von EC_Lino
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Wette gilt, Windei. ich setze 10.000 dagegen.. und wehe du Flöte kneifst. 

      05.02.2017, 18:59 von schauby
    • 0

      Pff, sag doch einfach, woher Du das Geschwurbel hast. Ist ja echt nervig, sowas. Wie ne Krankheit.

      05.02.2017, 19:30 von EC_Lino
    • 1

      Och, Leudde...

      06.02.2017, 06:34 von sailor
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  • 0

    Umgekehrt ;-) Deine Erinnerungen bleiben nicht an diesen Momenten/Abenden/Zufällen hängen ...

    Liegt also an Dir, nicht an der Pfanne!
    Wie Teflon prallen sie an meinen Erinnerungen ab.

    03.02.2017, 02:41 von alter_hund
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  • 4

    Also wenn Leben erst dann möglich ist, oder von der Anwesenheit eines anderen abhängt, dann läuft etwas entschieden falsch.Ich kann dein Gefühl nachvollziehen, so ging es mir in früheren Jahren auch, aber das ist, was ich gelernt habe, entschieden falsch. Darauf darf weder dein Leben, geschweigen denn deine Liebe basieren...Das ist eine schmerzhafte, aber auch heilsame Erkenntnis. Leider.

    02.02.2017, 20:22 von Gluecksaktivistin
    • 0

      sehr gut erkannt,  glueckskaeferchen !!!

      05.02.2017, 15:50 von Dr_Lapsus
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  • 3

    Was ist denn aus der guten alten Vorfreude geworden? Das ist doch ein tolles Gefühl, oder? Gerade die Zeiten dazwischen sollten doch auch gelebt werden, wie soll denn ein Moment alles Aufgestaute erfüllen? Wie sollt ihr euch erfüllen, wenn nicht jeder auch für sich ist, um dann gemeinsam sein zu können? 

    31.01.2017, 18:46 von Fin_Fang_Foom
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