Über Erfahrungen, Enttäuschung und Erleichterung
Liebeskummer verlernt man nicht. Ich in meiner kleinen Welt. Verschriftlichte Gedanken. Für mich. Für ihn. Für euch.
Ein
Herbstspaziergang in der Mittagspause. Allein. Ist schon ruhig, wenn
niemand spricht. Aber auch das sollte ich lernen. Ruhe. Kein Gerede,
keine Musik, kein Smartphone. Wenn mir der Wind um die Ohren weht,
könnte ich leicht abschalten. Kurz dem Alltag entfliehen. Doch dann holt
sie mich wieder ein, die Realität. Gedankenverloren und doch arbeitet
mein Gehirn auf Hochtouren. Die Realität ist schneller, sie findet mich,
sobald ich vor ihr fliehe. Ich muss an ihn denken. An seine liebe,
zuvorkommende Art. Er hat so eine zärtliche Ausstrahlung, etwas
Beruhigendes. Er ist verständnisvoll. Aufrichtig. Besorgt um mein
Wohlergehen. Mir wird ganz warm ums Herz. Doch sein Herz ist, wie soll
ich sagen? Er ist nicht Prinz Eisenherz, aber beschützt sein Herz mit
voller Kraft. Für ihn entscheidet der Verstand, wenn es für jemanden zu
schlagen beginnen soll. Für mich wird es nicht schlagen. Nie. Ich
erfülle nicht das, was die Frau seiner Idealvorstellung nach mitbringen
sollte. Es sind kulturelle Gründe. Wie gerne würde ich alternativ als
emotionaler Grund einspringen.
„Man sieht nur mit dem Herzen
gut“, so lautet das populärste Zitat aus „Der kleine Prinz“ von Antoine
de Saint-Exupéry. Vor seinem Herzen sind Wachmänner postiert. Sie sind
achtsam und fleißig. Versperren ihm die Sicht. Vielleicht quittiert
einer irgendwann mal seinen Dienst. Jobwechsel mit neuer Position:
Heartaholic.
Dennoch: Ich finde ihn sehr mutig. Denn wenn man
so wie er genau einen Weg geht, bedeutet es gleichzeitig, andere Wege
aufzugeben. Ich weiß nicht, ob ich seinen ganz persönlichen
L(i)ebensplan bewundern oder verachten soll. Wie auch immer, manche
Begegnungen machen das Leben schöner. Ganz gleich, wie lange sie
andauern, diese war besonders.
Hätte ich vorher gewusst, wie
schmerzlich es ist, wenn er geht, hätte ich ihn trotzdem willkommen
geheißen. Und nun liebe Schmetterlinge,könntet ihr bitte das Fliegen verlernen?
Tags: Schmetterlinge






Kommentare
"Hätte ich vorher gewusst, wie schmerzlich es ist, wenn er geht, hätte ich ihn trotzdem willkommen geheißen. Und nun liebe Schmetterlinge,könntet ihr bitte das Fliegen verlernen?" Hallo, du hast gerade meine Gedanken beschrieben <3
06.10.2012, 14:59 von bunteschaosWunderschön geschrieben
Ich mag das Profilbild.
24.09.2012, 13:30 von derHerrMitDemPixelich auch! :)
24.09.2012, 14:48 von LiB" Und nun liebe Schmetterlinge, könntet ihr bitte das Fliegen verlernen?" finde ich sehr schön. Der kleine Prinz finde ich mittlerweile auch etwas abgedroschen
23.09.2012, 16:36 von Lunnbeim zitat aus "der kleine prinz" war ich raus.
22.09.2012, 09:56 von schimmern..aber nur so konnte/wollte ich meine Metapher unterbringen..
24.09.2012, 13:10 von LiBja ;) danke für den hinweis..
24.09.2012, 13:01 von LiBDer Text, naja.
Gefallen hat mir aber dieser Satz:
Da stimme ich nämlich vollkommen zu.
21.09.2012, 19:48 von Tanea
Kulturelle Gründe? Hast du etwa eine Pilzkultur da unten? Er hat einfach keinen Bock auf dich.
21.09.2012, 17:04 von EliasRafaelJa, die Religion. Unten rum ist alles in Butter ;)
21.09.2012, 17:35 von LiBButter?
22.09.2012, 10:27 von quatzatIch kannte mal eine, die war Weltfetaproduzentin untenrum, aber Butter? da würd ich mir wirklich Gedanken machen.
@Miza: Bitte unterlasse deinen Sexismus!
22.09.2012, 10:27 von quatzatJetzt bin ich wieder weich
22.09.2012, 12:44 von EliasRafael@Elias: Weich wie streichzarte Butter..?
24.09.2012, 13:07 von LiB@ Quatzat: Lieber Sexismus als gynäkologische Krankheiten als Diskussionsgrundlage ;)
ne, so
24.09.2012, 13:49 von EliasRafaelhaha, du bist geil!
24.09.2012, 14:49 von LiBSchön geschrieben, ich liebe diesen Satz:
Mir gehts grade genau gleich.
21.09.2012, 15:41 von missweisswie wunderschön <3
21.09.2012, 12:22 von kleinesjulchen