TST 30.05.2004, 14:03 Uhr 23 2

Theorie des Partnerwahlverhalten

Eine kleine Einführung in die Theorie des Partnerwahlverhaltens der Menschen.

Dieses Thema beschäftigt ja alle Menschen. Jeder ist davon betroffen. Deshalb mal eine kleine Zusammenfassung des aktuellen Erkenntnisstandes.

Als erstes muss man festhalten, dass die neuere Forschung inzwischen recht eindeutig belegt, dass wir Menschen im Gegensatz zu unserem Selbstverständnis, keineswegs einen freien Willen besitzen, sondern von unseren Genen weitgehend beeinflusst sind. Insbesondere die Zwillingsforschung hat hier sehr dazu beigetragen. Dies ist nicht als zwanghaftes Triebverhalten miszuinterpretieren. Die Gene führen uns an der langen Leine unserer Gefühle. Wir Menschen besitzen die Gabe mit unserem Verstand uns über unsere Gefühle hinwegzusetzen, aber mal ehrlich: wer tut das schon?

So haben die Gene einen sehr weitgehenden Einfluss auf unsere Entscheidungen. Besonders augenscheinlich wird dies bei dem recht einfachen Sozialverhalten der Partnerwahl. Da es gut beobachtbar, Experimenten zugänglich und klar abgrenzbar ist, kann man hier die Mechanismen wissenschaftlich besonders schön beschreiben. Besonders gut aufgearbeitet sind diese wissenschaftlichen Veröffentlichungen in den Reportagen der BBC, welche auch schon wiederholt im deutschen Fernsehen zu sehen waren.

Die Erkenntnisse:
Die erste banale Erkenntnis ist, dass die Frauen die Wahl treffen, nicht die Männer.
Die Frauen wählen aus dem Angebot, der sich ihnen anbietenden Männer einen Partner aus.
Die Männer versuchen nach dem Prinzip der großen Zahl möglichst viele Frauen von ihren Qualitäten zu überzeugen bis eine ihn erwählt.
Dies determiniert schon sehr weitgehend das Rollenverhalten der Geschlechter.

Fragen wir uns also nach welchen Kriterien Frauen ihren Partner auswählen.
Diese Kriterien wirken wie ein mehrstufiger Filter:
1. Das Aussehen
Hier geht es nicht um die Frage des gut oder schlecht aussehen. Der richtige Partner wird immer als gut aussehend definiert.
Anhand des Aussehens erkennen die Frauen aber, ob die Gene eines Mannes zu den eigenen Genen passen.

2. Der Geruch
Anhand des Geruches erkennen die Frauen, ob das Immunsystem des Mannes intakt ist und er gesund.

3. Der Status des Mannes
Der Mann muss einen eindeutig höheren sozialen Status als die Frau besitzen. Was Status in ihren Augen besitzt definiert die Frau selber! Hier spielen Einstellungen, Ideologien, soziale Normen, usw. eine Rolle.

Erst wenn ein Mann all diese Filter passiert hat kommen sehr viel später die Dinge zum Tragen, welche Frauen bewusst entscheiden.

Erläuterungen:
Diese 3 Filter lassen sich aus der Evolutionsgeschichte recht einfach erklären.
Passten die Gene des Mannes zu denen der Frau, wurden erfolgreicher die eigenen Gene weitergegeben.
War der Mann gesund, konnte er für die Familie sorgen.
Hat der Mann einen höheren Status, z.B. dadurch das er besonders erfolgreich auf der Jagd war, beschaffte er mehr Nahrung und mehr seiner Kinder konnten überleben. Dasselbe gilt auch für Clanführer, welche hierzu auf die Ressourcen der übrigen Clanmitglieder zurückgreifen konnten.

Bleibt also zu diskutieren, welche Folgen diese historischen Spuren in unseren Genen in unserer heutigen modernen Gesellschaft haben.
Hierzu ein anderer Artikel: coming soon!"Wichtige Links zu diesem Text"
The mating game
Tall guys get the girls
Hot topic: Love

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23 Antworten

Kommentare

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    also richtig lesen scheinst du ja demzufoge auch nicht zu koennen. wenn ich schreibe ich bin im herzen 5 geblieben heisst das nicht dass ich mich so verhalte, sondern gewisse dinge eben gerne mit kinderaugen sehe. das heisst ich freue mich bei nem erdbeereis tausendmal mehr als du.
    ich schicke dir keine privaten nachrichten, denn ich will meine zeit nicht mit jemand so weltverschlossenem verschwenden. das mit dem kaffee...ja wahrscheinlich sollte ich das tun, damit du zur abwechslung mal aus deinen 4 waenden rauskommst an die frische luft. aber da hab ich ehrlich keine lust zu. wenn du mir 25 euro ueberweist, schicke ich dir gerne ein buch zu wo ein teil meiner lebensgeschichte drinsteht. aber desweiteren habe ich keine lust mich mit dir zu unterhalten. ich finde dich armseelig.

    28.03.2007, 13:01 von ktty
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    Ich habe mich lediglich auf deine Selbstbeschreibung in deinem Profil bezogen, also mal ganz sachte.

    Und ich treffe mich gerne immer wieder mit Leuten. Kannst mir gerne eine private Nachricht schicken und wir machen was aus. Bin gespannt auf deine Geschichte.

    28.03.2007, 12:47 von TST
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    also wissenschaftlich gesehen sind 5 jaehrige die immer ueber alles fragen stellen und ALLES ganz genau wissen wollen. je aelter und erwachsener man wird kann man schoene sachen auch mal so hinnehmen wie sie sind. aber nun gut ich bin ja kein professor. ich halte mich nur an wissen, dass ich mir so angeeingnet hab.
    bisschen dumm finde ich, zu denken, mich anhand eines einzigen kommentars fuer unreif zu erklaeren. und um mich ein wenig auf dein niveu zu begeben: deine kommentare lassen auch nicht gerade von reife zeugen, denn sie sind beledigend und arm an argumentation ( das eine folgt logischerweise dem anderen). wir koennen uns mal gerne auf nen kaffee treffen ( A typical 7 fluid ounce (ca. 207 mL) cup of coffee contains 80–140 milligrams of caffeine, depending on the bean and method of roasting and preparation) und dann wirst du mit ensetzen feststellen, dass ich wahrscheinlich schon mehr erlebt und durchgemacht habe in meinem leben als du und deswegen viel mehr das recht habe solche arroganten kommentare unter deine tollen artikel zu stellen!
    denk mal drueber nach. denken. nicht in einem wissensmagazin nachschlagen.

    28.03.2007, 12:41 von ktty
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    Wahrscheinlich ist es für jemanden, der stolz darauf ist sich selbst mit 21 noch wie eine 5jährige aufzuführen, schwer zu verstehen, weshalb manche Menschen gerne wissen wollen wie und wieso etwas funktioniert.

    Geschrieben habe ich aber den Artikel, weil dieses Partnerwahlverhalten extrem weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft hat. Weiter oben haben habe ich dies auch ausführlich schon geschrieben. Lese es einfach mal nach.
    Wer verstehen will warum Frau dies und Männer das tun, muss eben auch das Partnerwahlverhalten analysieren. Denk mal drüber nach!

    28.03.2007, 12:27 von TST
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    ja man kann auch alles auseinander nehmen. man kann manche sachen aber auch mal so lassen wie sie sind, weil sie damit romantischer bleiben. aber romatisches verhalten / s ja bestimmt auch wissenschaftlich zu erklaeren..wie gut dass es immer menschen gibt, die allen anderen versuchen irgendwas zu erklaeren, weil sie selbst nicht verstanden haben, dass manche dinge ( sowas wie die liebe) gar keine erklaerung braeuchten :)

    28.03.2007, 10:10 von ktty
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    Grundsätzlich bin ich überrascht wie viele TSTs Intention und auch die Fakten und Erläuterungen
    aus dem Text als auch den Kommentaren falsch verstehen bzw. gar schockiert sind.

    Ein Punkt der mehrmals angeklungen ist, ist eben das durch die Emanzipation ein Umdenken
    aller stattgefunden hat. So haben weitestgehend alle akzeptiert/realisiert das eben
    Gleichberechtigung wichtig und richtig ist. Ich denke da stimmt mir jeder zu.

    Das Problem auf was TST in diesem Zusammenhang hingewiesen hat ist folgendes ...

    Es steht zumindest die "gesellschaftlich" gewünschte und weitestgehend umgesetzte
    Gleichberechtigung konträr zum natürlichen Partnerwahlverhalten einer
    Frau. Da eben wie auf mehreren Ebenen faktisch bewiesen eine Frau instinktiv
    einen Ranghöheren Mann sucht. Allein diese Formulierung empfinden viele
    als Kontrollverlust, weil sie gewissermassen eine geistige Unfreiheit
    impliziert. Das aber der Instinkt sich einen Partner zu suchen eben auch
    natürlich ist wird dabei gern vergessen, die wenigsten würden aber
    wiedersprechen das es so ist.

    Wir stammen eben vom Affen ab ... und dort es das herarische System noch
    deutlich zu erkennen. Das "beste" Männchen bekommt die meisten weibchen.
    Ein Prozeß durch den das Überleben der art mit dem relativ besten
    genetischen Pool gesichert wird.

    Beim Menschen ist es nun so das dass Denken ein Faktor hinzugebracht hat
    der einzigartig ist. Die für diese Thema relevanten Einflüsse hat TST schon
    eingehend dargelegt.

    Wozu das ganze anregt ist einfach nur eine bewußtere Sicht der Dinge, die
    aber in keiner Konkurenz zu Romantik oder Gefühlen steht.

    Wenn mehr akzeptiert werden würde das durch die Gleichberechtigung aller,
    eben auch früher typische Statusunterschiede zwischen Mann und Frau
    verschwinden würde auch klarer werden warum der Trend zur Singlegesellschaft
    geht. Einfach weil es für Frauen, die genauso wie früher auch schon selbst
    entscheiden mit wem sie sich auf mehr einlassen (es wird von beiden Seiten
    "gewählt"), immer schwerer wird ein Mann zu finden der einen höheren
    Status inne hat (auch wenn diese Suche nach einem höheren Status eben
    instinktiv und unterbewußt ist).

    Um das ohne jegliche Wertung einmal zu Testen könnte man einfach mal
    Fragen in welchem Statusverhältnis sich hier jeder zu seinem Partner
    sieht? Auch wenn diese Frage im Alltag eben nicht bewußt wahrgenommen
    wird, wäre ich wenig überrascht wenn das Ergebnis bisher Erläutertes
    bestättigt.

    02.01.2007, 13:57 von jack_prince
    • 0

      @jack_prince Danke Jack!
      Ist wirklich erstaunlich auf wieviel verschiedene Weisen man eine klarer Aussage missverstehen kann, je nach ideologischer Ausrichtung des Lesers. Man sieht nicht nur bei der Partnerwahl sind starke Filter am Werke. ;-)

      Gruß
      TST

      03.01.2007, 19:10 von TST
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  • 0

    Dein Artikel ist gut gemeint, aber imho doch ziemlich dünn. Da müsstest du entschieden weiter ausholen, um alle Voraussetzungen zur Partnerwahl, die heute bekannt sind, zu umfassen.
    Zu Punkt 2 stimme ich malasa zu. Auch an der Uni Kiel wird auf diesem Gebiet geforscht, und dein angeblicher 'Immunsystemtest' konnte nicht bewiesen werden.
    Wäre ja auch ein bisschen viel verlangt für eine einzelne weibliche Nase, gell?

    01.01.2007, 18:23 von NinaBerth
    • 0

      @NinaBerth Hallo Nina!
      Wieviele Seiten hätten denn die Leute hier beim Eingangsartikel gelesen?
      Aber du bist herzlich eingeladen fehlendes zu ergänzen. Wesentlich ausführlicher habe ich es in meinem Buch geschrieben, dass ich hoffentlich bald veröffentlichen kann. Da sind es dann 60 Seiten und selbst die sind schon extrem komprimiert.

      Ansonsten stimmt es, dass man inzwischen wohl von der These mit der Gesundheit des Immunsystemes weitgehend wieder abgekommen ist und die Nichtübereinstimmung von Merkamlen des Immunsystemes favorisiert. Aber das eine muss das andere ja nicht grundsätzlich ausschließen. Aber letztlich ist es egal für das was ich hier diskutieren wollte.

      Gruß
      Tobias

      01.01.2007, 18:35 von TST
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    Ich muß nach nochmaligem Lesen zugestehen, daß ich den Artikel insgesamt nicht so schlimm finde wie den zweiten Absatz, der mich aufgebracht hat.

    Ich will nicht widersprechen, daß Aussehen, Geruch und Status eine Rolle spielen und TST selbst sagt ja dann auch, daß nach diesen Kriterien Frauen immer noch eine bewußte Entscheidung treffen.

    Das find ich nun nicht desillusionierend, sondern, naja, wenn's eben so ist.
    Allerdings weiß ich nicht, wen der Artikel jetzt aufklären will.

    Erstens ist es doch kein Geheimnis, daß Frauen nicht jeden nehmen. Erst recht nicht, wenn Mann sich anbiedert und anpaßt. (s. Cyrion: "Sei du selbst!")

    Und zweitens kann es ja sein, daß Frauen zuerst wählen, aber es kommt hier rüber, als wenn Männer gar nicht wählen, sondern jiepernd in einer Reihe stehen, bis sie endlich erwählt werden, mit Baggern und Balzen einsteigen zu dürfen.

    Hat der Mann nicht etwa auch seine Kriterien?


    Nachsatz zu Biologie und Biologismus. Erstere halte ich auch für eine wichtige Wissenschaft. Aber neben den natürlichen Kräften im Menschen gibt es geistige Kräfte, die das Verhalten eben auch beeinflussen - sonst wäre alles vorprogrammiert.
    In letzterem Falle würde ja diese Diskussion egal sein.

    Und mit dem zweiten Absatz hab ich nach wie vor meine Probleme. Es trifft vielleicht im Partnerwahlverhalten eher zu, daß die Biologie des Menschen entscheidende Weichen stellt - und es wäre auch sehr ungesund, seine (biologisch herleitbaren) Gefühle zu ignorieren.

    Aber erstens kann man mit Verstand nocheinmal über seine Emotionen gehen (um evt. langfristige Emotionen und Affekte zu trennen und ihnen dementsprechend unterschiedliche Bedeutung zuzumessen).
    Und zweitens greifst Du Dir das "biologische" Thema heraus, um den Geist allgemein zu ignorieren.

    Manchmal entspringen aber auch Gefühle der geistigen Regsamkeit. Glück bei Erkenntnissen beispielsweise. Natürlich machen das die jeweiligen Hormone, aber dieses Glück ist dann kein pawlowscher Reflex, denn es ist nirgens an äußere Sinneswahrnehmungen gekoppelt, sondern resultiert aus dem Denken.

    Die Ist-Situation sollte man kennen, aber ich würde daraus nicht generell ableiten, was ich tun sollte. Die Biologie gibt keine normativen Antworten, sondern zeigt Grenzen und Potentiale, sie ist Berater.

    Damit widerspreche ich dem Artikel inhaltlich gar nicht, aber seine besondere Bedeutung erkenne ich auch nicht.

    Zum "Federschmuck" Geisteswissenschaft:
    Die meisten Dinge haben Mehrfachfunktionen, so sind männliche und weibliche Körper genausogut Federschmuck wie für essentielle Dinge brauchbar. Wenn Du hier einen Artikel schreibst, setzt Du Dein Wissen ebenfalls als Federschmuck ein.
    Und Geisteswissenschaften - obwohl sie andere Methoden haben - haben auch einen Sinn neben dem Schmücken.
    Wenn ich beispielsweise nach Lesen Deines Artikels immer noch nicht weiß, was ich am besten tun sollte, dann helfen mir geisteswissenschaftliche Ansätze durchaus weiter.

    31.12.2006, 12:15 von LudwigMartin
    • 0

      @LudwigMartin Hallo Ludwig!
      Wenn du nicht verstanden hast weshalb ich diesen Artikel schrieb, dann lass es dir erklären.
      Er hat mehrere Richtungen:
      1. Die neuen Männer drüber zu informieren warum sie auch nach Jahren keine Frau bekommen. Entweder sie ändern sich oder finden sich eben mit ab.
      2. Den Frauen klar machen, dass die Liebe nicht vom Himmel fällt. Die meinen ja immer noch allen ernstes gegen die Liebe seien sie halt machtlos.
      3. Den Frauen zeigen, welche Auswirkungen gesellschaftlich, aber auch individuell ihre ganz private Partnerwahl hat. Diese sind nämlich extrem weitreichend. Wer darüber jammert das zu wenig Frauen Karriere machen, muss eben die Partnerwahl ändern und keine Männerdiskriminierungsgesetze verabschieden.
      4. Nur durch bewußtes reflektieren der eigenen Gefühle und dem Verstehen warum ich etwas fühle kann man etwas ändern. Eben genau die Bewusstseinsleistung zu erbringen, die du einforderst.
      5. Den Frauen klarmachen, dass auch sie sich endlich mal zu ändern haben! In den letzten 30 Jahren wurde ausschließlich an den Männern rumkritisiert und umerzogen. Jetzt haben wir die neuen Männer, aber die Frauen sind emotional noch nicht einmal in der Steinzeithöhle angekommen, denn ihre Gefühle wurden sogar noch vorher festgelegt. Und das schlimmste ist, dass sie hierin auch keinerlei flexibilität erkennen lassen. Ja, nicht einmal den Wunsch sich damit auseinanderzusetzen. Das funktioniert einfach nicht. Da hilft den Männern auch kein "Sei wie du bist." oder Geisteswissenschaften.

      Vielleicht ist es jetzt klarer?!
      Naja, bin halt ein unverbesserlicher Optimist was Frauen betrifft. ;-) Glaube sogar an deren Verstand. ;-)

      Gruß
      Tobias

      31.12.2006, 18:16 von TST
    • 0

      @TST
      Danke.
      Das war jetzt wirklich sehr aufschlußreich.
      (gibt es ein Zeichen für *ernstgemeint* bzw. *nichtironish*?)

      Ich sehe die geschlechtliche Trennlinie nicht ganz so wie Du, so würd ich beispielsweise Punkt 1 und 2 zustimmen, aber die ewig Suchenden sowie die Romantiker auf beiden Seiten ansprechen.
      (Wahrscheinlich kenne ich zu viele "männliche" Frauen - trotzdem weiblich und sympathisch)

      Punkt 3 ist wahrscheinlich die wirkliche, reflektierungswürdige Innovation Deines Denkens. Allerdings geht das argumentativ nicht so ganz aus dem Artikel hervor. (aber da steht ja "coming soon"...)

      Über Punkt 4 besteht Konsens.
      Wobei analysierte Gefühle trotzdem ernst zu nehmen sind - sie verschwinden ja dadurch nicht und haben ja auch ihren Sinn.

      Möglicherweise bin ich persönlich - was letztlich Punkt 5 angeht - immer noch in der Steinzeit.;-)
      Denn ich bin zufriedener mit der Auswahl, die ich vorfinde. (Hm, es geht hier aber nicht nur um Partnerwahl, sondern auch das allgemeine Miteinander)

      Dann lassen wir also die Biologismus-Diskussion (ich denke, die Standpunkte sind klar und es war ja nicht Dein Hauptaugenmerk.)

      Es bleibt, daß ich Deine Bilanz, was Punkt 5 angeht, nicht teile - und ich Deine Argumentation auch für nicht ausreichend halte, was diesen Punkt anbelangt.
      Denn nur einseitig ein paar genetische Zusammenhänge nachzuweisen - wo es Ähnliches bei Männern mit Sicherheit auch gibt - kann wohl nicht solch Hammerthese wie "emotionale Steinzeit bei Frauen" belegen. Außerdem finde ich es 'männlich', sich nicht jedem Druck zu beugen und empfinde mich von daher schon nicht in der Defensivposition, daß Frauen mir und meinem Geschlecht etwas abverlangt hätten, wozu sie selbst nicht bereit wären.
      Vielleicht bin ein Neu-Neu-Mann, der das, was Du als These vertrittst, im Privaten schon lange händelt?

      Aber Punkt 3 würde mich wirklich nochmal interessieren.

      02.01.2007, 15:50 von LudwigMartin
    • 0

      @LudwigMartin Ludwig, dass "coming soon" bezieht sich auf "Teil 2", der in diesem Thread weiter oben steht. Nicht auf einen seperat neuen Thread. Dort ist auch Punkt 3 in einer seiner Auswirkung beschrieben. Es gibt noch viele andere, wie z.B. die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern, weniger Männer in Erzeihungszeit, ... Das kann man alles sehr einfach auf das Partnerwahlverhalten zurückführen.

      03.01.2007, 19:04 von TST
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  • 0

    "Während der Feminimus sehr erfolgreich die Männer kritisiert und umerzogen hat, wurde das eigene Verhalten in keinster weise auch nur annährend so reflektiert oder gar kritisiert."
    Das, finde ich, ist eine ziemlich heftige Unterstellung. Ohne Reflexion auf das eigene Verhalten, das bis dato darin bestand, dem statushöheren Mann hinterherzuputzen, hätte der Feminismus überhaupt nie begonnen. Mit dem Anspruch auf einen eigenen beruflichen und sozialen Status wurde es natürlich schwerer, einen statushöheren Mann zu finden. Es ist schließlich eine unleugbare Tatsache, dass es einfacher ist, einen nicht vorhandenen Status zu übertreffen, als einen vorhandenen, sei dieser auch noch so gering (und der weibliche berufliche Status ist heutzutage ja noch immer zumeist geringer als der männliche).
    In gewisser Weise (Gruß an LudwigMartin) ist natürlich jede Emanzipation oder wie auch immer geartete aufklärerische Tendenz auch ein Kampf gegen die Triebstruktur und das Unterbewusste. Deshalb wird ja gerade auch der Aufklärung aus der Retrospektive ihre Trieb- und Körperfeindlichkeit vorgeworfen. Ergo: Frau kann nicht von heute auf morgen ihre Gefühle komplett ihren intellektuellen und sozial-emazipatorisch Ansprüchen unterwerfen, und dass muss sie sich vor allem selbst klar machen. Sie muss da "an sich arbeiten."
    Aber ist eine dreiste Behauptung, einfach davon auszugehen, dass sie das nicht tut, lieber TST!
    Sicher tun es nicht alle. Und sicher gibt es Feministinnen, die die Sache so darstellen, als wären nur die Frauen Opfer und als müssten nur die Männern sich ändern, um die Situation zu ändern. Ein weiteres Problem ist, dass Frauen, die ihre Bemühungen darauf richten, das Schwache und Passive in sich selbst zu überwinden, bisweilen unempfänglich für das sanfte und verständige Wesen sind, das moderne Männer herausbilden. Männliche und weibliche Emanzipation bewegen sich aufeinander zu, das heißt, in verschiedene Richtungen. Da ist es auf den ersten Blick vielleicht nicht so einfach, sie als zusammenhängend zu erkennen.
    Wie auch immer, TST schreibt richtig, dass Status auch Definitionssache ist. Also etwas, das wir selbst wählen. Und Frauen, die mehr Bildung und Einfluss haben, überblicken auch ein sehr viel größeres Spektrum von Wissensgebieten und Fähigkeiten, auf denen sich Status bemerkbar machen kann. Gut für die Männer. Und gut vor allem, weil sich daraus ergibt: Status ist vielfältig, es gibt also nicht mehr nur eine soziale Hierarchie wie bei den Höhlenmenschen, sondern die Gesellschaft setzt sich aus vielen Teilbereichen zusammen, in denen es eine Hierarchie gibt. Sprich: Sofern man sich z.B. einig ist, dass das Einkommen nicht das entscheidene ist, kann etwa eine erfolgreiche Anwältin mit einem erfolgreichen Ingenieur zusammenleben - weil sie ihm auf seinem Spezialgebiet nicht das Wasser reichen kann und somit die Distanz erhalten bleibt. Dass dagegen Menschen, die uns nichts bieten, das wir nicht sowieso schon kennen würden, irgendwann langweilig werden, ist eine ganz andere Geschichte. Und wenn Männern das biologisch bedingt egal ist, solange ihre Freundin nur gut aussieht, ist das traurig und tut mir Leid für sie.

    29.12.2006, 18:42 von Sofie_Amundsen
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      @Sofie_Amundsen Hallo Sofie!
      Gerade erst habe ich eine Untersuchung von Warren Farrell in den USA gesehen, wo er u.a. untersucht hat, ob Frauen zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit davon ausgehen mussten, dass er jemals während ihrer Beziehung weniger verdienen würde, wie die Frau.
      Das Ergebnis hat selbst mich erschüttert, denn die Anzahl solcher Frauen geht gegen Null. Ich war davon ausgegangen, dass sich der Status inzwischen wesentlich stärker differenziert hätte. So stellte er nämlich ebenfalls fest, dass immerhin ein erheblicher Prozentsatz der Frauen kürzere Beziehungen zu Männern hatten, welche weniger als sie selbst verdienen. Offensichtlich hat sich zwar etwas bewegt, aber sobald es dazu kommt, dass es um Kinder und Familie geht, dann schlagen die Gene wieder voll zu.

      Hierbei hilft vielleicht auch ein vielleicht unberücksichtigter Aspekt. Selbst wenn Frauen heute Status nicht rein materiell definieren, dann führt der Statusvorsprung des Mannes in irgendeinem Gebiet dazu, dass er meist besseren beruflichen Erfolg hat, weil er eben irgendetwas besser kann wie viele andere Männer.
      Alleine wenn wir den Vorsprung an Lebenserfahrung nehmen, was ganz offensichtlich ein sehr wesentlicher Statusträger ist, dann ist aus alleine dieser Tatsache heraus er meist in seinem Beruf schon einen Karriereschritt weiter wie die Frau, verdient deshalb mehr und bei einer Entscheidung er oder sie wird die Frau den kürzeren ziehen.

      Warren Farrell hat deshalb vorallem einen Rat an Frauen, welche ernsthaft eine Karriere anstreben. Das allerwichtigste ist, dass sie sich einen Mann suchen, der jünger ist als sie, einen Beruf hat in dem er weniger verdient und außerdem bereit ist sich um die Kinder zu kümmern.
      Das Problem ist halt bloß, dass solche Männer für Frauen sexuell vollkommen unattraktiv sind.
      Schaut euch das Video an: http://www.cato.org/event.php?eventid=1834

      Erst wenn sich alle Frauen (zumindest alle Frauen im Umfeld einer Frau, welche entscheidet) darin einig sind, dass der Mann in Erzeihungszeit die absolute Krönung der Statusskala ist, erst dann werden sich Frauen auch in ihn verlieben bzw. verliebt bleiben. Von diesem Zustand, weiß ich aus Erfahrung, sind wir noch sehr weit entfernt.
      Umfragen zeigen nicht nur das das unbewußte Ideal ein ganz anderer Mann ist, sondern sogar in dem was Frauen bewußt als den idealen Mann beschreiben ist das archetypische Stereotyp dominant.
      Da bleibt für die Frauen noch sehr viel zu reflektieren.

      Ach, fast hätte ich es vergessen. In deiner Einleitung unterliegst du dem Trugschluß, dass der Status einer Frau ebenfalls von ihrem beruflichen Erfolg definiert würde. Dies ist in der Vergangenheit überhaupt nicht und heute nur bei sehr erfolgreichen Frauen der Fall. Frauen beziehen ihren Status vorallem aus 2 Quellen: ihr Äußeres, weshalb es für Frauen so unglaublich wichtig ist, und 2. abgeleiterter Status vom Mann. Ich bin toll, weil ich mir den Mann angeln konnte, den die anderen auch gerne gehabt hätten und das liegt daran, weil ich so toll aussehe.
      Wäre es anders, würden Frauen nicht zu 70% lediglich 12 Berufe wählen, welche alle schlecht bezahlt sind und keine Aufstiegschancen bieten, sondern sie würden genauso Berufe wählen, wie die Männer. Die bringen zwar meist weniger Spaß, dafür aber mehr Geld und Karriere.

      Gruß
      Tobias

      30.12.2006, 10:35 von TST
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      @oceaneyes oceaneyes, dies könnte zwar eine mögliche Erklärung sein, aber die Wirklichkeit zeigt leider, dass diese Theorie nicht in einem relevantem Maße zutreffen kann. Ich schrieb ja schon davon, dass inzwischen wohl die 2. Generation Männer unter dem Einfluß des Feminismus aufgewachsen ist, diesen überwiegend auch verinnertlicht hat, aber dann auf Frauen treffen, welche überhaupt nicht danach handeln wie sie reden.
      Die neuen Männer befinden sich in einer vollkommen schizophrenen Situation. Je mehr sie sich bemühen den verbal geäußerten Anforderungen der Frauen zu genügen, desto weniger Erfolg haben sie bei der Partnersuche. Dies ist nicht nur die persönliche Erfahrung unzähliger Männer, sondern auch wissenschaftlich sehr gut dokumentiert. Die neuen Männer suchen wesentlich länger wie Machos nach einer Partnerin (meist viele Jahre vergeblich) und wenn sie dann eine gefunden haben, dann dauert diese Beziehung auch noch rund 1/3 weniger lang, wie bei den Machos. Dies alles wiederlegt deine Hypothese vollständig.

      Gruß
      Tobias

      30.12.2006, 21:51 von TST
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      @oceaneyes oceaneyes, ich sehe keinerlei Hinweis darauf das diese Interpretation so stimmt. Eigentlich das Gegenteil. Diese "neuen Männer" haben sich nicht nur angepasst, nein, sie denken und fühlen wirklich so. Sie SIND so. Sie suchen die gleichberechtigte Partnerin, welche auf Augenhöhe mit ihnen das Leben meistert. Es ist nicht nur eine Masche. Die Anpassung erfolgt viel später, wenn sie merken, dass sie als neuer Mann auch nach 10 Jahren noch keine Frau gefunden haben.

      Im Übrigen ist dies sowieso ein Missverständnis vom Partnerwahlverhalten. Männer müssen permanent neue Strategie entwickeln, um bei den Frauen landen zu können. Kein Mann ist damit geboren eine Frau von sich zu überzeugen. Männer entwickeln entsprechende Strategien in einem schmerzhaften Trial and Error Prozess. Eine Erfahrung welche Frauen vollkommen fehlt, weshalb sie auch so vollkommen unrealistische Weltansichten haben. Diese Ansichten der Frauen von der Welt ähneln verblüffend denen von kleinen Jungs, welche noch nicht gezwungen waren diese zu korregieren.

      Ich danke dir für deine alternativen Interpretationsmöglichkeiten vorhandener Fakten. Man muss die offensichtliche Interpretation immer wieder darauf prüfen, ob es nicht auch eine andere gibt. Die objektive Faktenlage gibt aber kaum Raum für eine andere Interpretation, auch wenn ich es mir selber gerne wünschen würde.

      31.12.2006, 10:45 von TST
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    Gegen ein wenig zu viel Romantik sage ich ja gar nichts. Aber wenn die Alternative zur Romantik diese Sicht hier ist, dann würde ich die Romantik vorziehen.

    Lieber werde ich enttäuscht und hoffe wieder und probiere aus, als daß ich mich für eine Maschine halte. Heißt: Selbst, wenn Du recht hättest, würde Einsicht in diese Argumentation nicht froh machen.
    Mich jedenfalls.

    29.12.2006, 14:24 von LudwigMartin
    • 0

      @LudwigMartin Genau das ist das Problem!
      Deshalb ändert sich auch nichts.

      Aber dann sollte man wenigstens so ehrlich sein und es zugeben, statt über angebliche Diskriminierung zu jammern und tatsächlich männerdiskriminierende Gesetze daraus abzuleiten.

      Dann lassen wir halt alles so wie es ist und gut ist.

      29.12.2006, 14:35 von TST
    • 0

      @TST
      Ich für meinen Teil jammere nicht.
      Wenn es Probleme gibt, muß man sich arrangieren.
      Und ein wenig über biologische Hintergründe bescheid zu wissen, halte ich sogar für vorteilhaft.
      Aber nicht mit der beiläufigen Nebenbotschaft, daß der Mensch ausschließlich ein Tier wäre.

      Ich bin auch für Gesetze, die weder Männer noch Frauen diskriminieren, nebenbei bin ich auch für größtmögliche Freiheit in diesen Fragen.
      Das begründet sich bei mir aber in der Dialog- und Konsensfähigkeit des Menschen und nicht in seiner (ausschließlichen) Triebhaftigkeit.

      Vielleicht werden wir uns sogar einig, wenn ich Deinen Argumenten zugestehen, daß wir vom anderen nicht zu viel (und vor allem keinen Heiligenschein) erwarten sollten.
      Aber mein grundsätzlicher Anspruch an mich und andere (auch wenn ich dem nicht immer genüge) bleibt.

      29.12.2006, 15:01 von LudwigMartin
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