einfachMarie 21.10.2018, 19:46 Uhr 0 7

So wie du

Das ich gern weglaufe, Auch wenn ich nicht weiß wohin. Und das ich nicht mal weiß, wo ich zuhause bin.

„ Das Feuerzeug klickt, die Flamme lodert auf. Es ist nicht die erste oder zweite, Ich habe aufgehört zu zählen wie viel ich rauch‘. Wie viel ich brauch‘ bis der Brand erloschen ist.  Kann’s nicht ertragen, dass du in der Wohnung bist, aber noch viel weniger wenn nicht. Will doch eigentlich nur wissen, wie es dir geht, was bei dir passiert, ob dich dich genauso verliest. In Gedankenkonstruktionen. Im Hätte, Könnte, Wollte oder „kann vielleicht sein“ Situationen. Wie soll ein Mensch das ertragen ? Tust du das genauso schlecht wie ich ? Stellst du dir die selben Fragen ? Und versteckst es besser als ich.

 Ich glaube nicht, dass es etwas gibt, dass beschreiben kann, wie viel Angst ich habe, das ich Nähe eigentlich schwer ertrage, dass ich gern weglaufe, auch wenn ich nicht weiß wohin. Und das ich nicht mal weiß, wo ich zuhause bin. Würdest du mich fragen, welcher Weg der richtige ist ich könnte es dir nicht sagen. Aber ich weiß, wenn du bei mir bist, ist so einiges leichter zu ertragen. 

In meinem Bauch sind keine Schmetterlinge, es ist ein Kriegsgebiet. Eine kleine ängstliche Armee, die Keiner verstand, aber die Jeden vertrieb. 

Ungeliebt. 

Ausgesiebt. 

Keine Flugzeuge im Bauch, eher 9/11. Weil ich bin wie du. 

Wenn ich mich langsam öffne, kriege ich Angst und mache alles lieber wieder zu. Alle außen vor keiner mittendrin, weil mich dann keiner lesen kann, weil mir niemand weh tut wenn ich alleine bin. Wenn ich alleine bin. 

Dann wäre ich gern bei dir, weil wir zusammen weniger alleine sind, weil ich glaube, dass du mich verstehst wenn ich ängstlich bin. 

Weil du bist wie ich. 

Und ich möchte endlich Frieden schliessen, mit all den lodernden Kriegsgebieten, denn verbrannte Erde ist die fruchtbarste die es gibt. Und Baby, du bist gut so wie du bist, ich weiß, was es heißt wenn man ängstlich ist.  Wie schwer es ist, dass zu überwinden. Und obwohl man immer auf der Suche ist, viel mehr Angst hat sich zu finden. Sich zu binden. 

Doch weiß ich auch, die größten Hoffnungen liegen hinter unseren Ängsten und wir müssen mutiger sein als sie um sie zu versänken. Um sie zu ertränken.  

Lass uns den Weg nach Hause doch zusammen suchen, etwas wieder zu finden ist nie leicht und wir werden den scheiss verfluchen, aber ich kann dich sehen. Und du siehst mich. Wer könnte das besser verstehen, als jemand der so ist wie ich. 

Der so ist wie du. 

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