Pixelriese 07.08.2012, 11:54 Uhr 13 5

Sie fickt.

Vielleicht typisch, vielleicht nicht.

Sie ist erst 15, aber es ist normal. Ungewöhnlich wäre es, hätte sie es noch nicht getan.  In der Welt zwischen USB 3.0, hochauflösenden Fernsehprogrammen und legalisiertem Alkohol,  ist er ja ihr Freund. Er hat ein Anrecht darauf. Es ist ja der Moment, der Augenblick, der entscheidet, ob sie fickt. Aber sie checkt  es nicht. Und sie nennt es Liebe. Aber jetzt, steht sie vor der alkoholisierten Warteschleife ihres örtlichen Supermarktes. Sie realisiert.

Sie ist Eine. Eine, die sie nie sein wollte, aber nun ist. Eine entjungferte Matratze, die  ein wenig knirschet und etwas ramponiert wirkt. Sie bläst ihm einem. „Guten-Morgen-Latte-Fitness, steht heut wohl zum letzten Mal auf den Trainingsplan und es ist schön.

Joachim geht zur Seite. Christian spuckt auf ihr in den Rücken. Sie wissen Bescheid. Image. Image. Image, sinkt.

Er nutzt sie aus. Er ist ihr Typ. Er trägt enge Jeans. Er hat eine altmodische Frisur, Glatze, und er fickt sie. Er passt nicht in ihrer Welt. Pferde übergeben sich und sie steht gerade vor der alkoholisierten Warteschleife ihres örtlichen Supermarktes. Sie realisiert.

Aus unzähligen Verwicklungen von unglücklichen Missständen auszubrechen, gelingt ihr nicht. Ihr fällt es schwierig, die Wahrheit auszusprechen und nicht wie ein Elefant die ausgefeilten Werke im Porzellangeschäft von Christian zu zerbrechen.

Und ja, jetzt fickt sie wieder.  Und ja, jetzt schickt sie wieder, die altgerosteten Erinnerungen in den kleinen Papierkorb. Aber „Löschen“, ist nicht gleich „vergessen“ ...

Sie lässt sich steuern wie eine Marionette in der Schaukiste. Sie ist an kleinen dünnen Fäden befestigt, die an ihr ziehen. Sie ist unkontrolliert. Und er dringt mit Entschlossenheit in sie hinein. Einfach abspritzen, fertig. Es ist nur ein Fick, mehr nicht.

Es wird erzählt. Ich bin naiv. Aber ich hab ihr keinen geblasen, ein Fehler. Und er kommt und fickt sie.  Eingangsbereich.  Auf Facebook pralle Brüste und laute Gelüste. Es ist selbstverständlich. Nichts passiert aus Zufall, auch Liebe nicht. Einer sagte mal : „Ich liebe dich nicht, wenn du mich liebt“. Und ich glaube, in diesem Satz steckt etwas Wahres drin.

Er raucht eine typische Zigarette, sie auch. Beichtet ihr, er habe sie langweilig gefickt, er braucht eine Neue. Sie erschreckt und stottert Tränen aus sich heraus, die sie nicht für mich hatte. Sie betreut. Sie realisiert. Sie ist wirklich eine, eine die sie nie sein wollte.

Sie spult ihr Leben, wie Kassettenbänder zurück. Sommerrodelbahnfahren, Sex aufm Teppich, die Fahnen, die hochgesteckt wurden, hängen nun im Verlies. Sie spult ihr Leben zurück und sie denkt, an mich. Merkt sich, die besten Fehler sind die, die sie nie gemacht hat. Ich hätte dich auch geliebt, aber du ...

 Sie will nicht zurück. Dies wäre zu typisch. Schließlich hätte ich sie ja weggeschickt. Aber sie verzeiht, sie verzeiht, dass sie … 

Ich spuck jetzt wieder auf den Bordstein. Und sie steht nun auf, verlässt die alkoholisierte Warteschleife des örtlichen Supermarktes. Blickt zurück auf die koksverschneiten Geldscheine, auf die neongrüne Farbrohre, auf Wodka-Energie-Experimente, und findet sich wieder, vielleicht. 

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13 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Hatte sie Glück gehabt mit dir.

    31.01.2013, 23:14 von Prinzessin
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  • 1

    grundsätzlich gute Idee. einige Stellen gefallen mir sehr gut.
    nur leider unglaublich wirr verpackt, manchen Sätzen kann man überhaupt nicht folgen. mal abgesehen von Fehlern wie
    "sie erschreckt" und "es fällt ihr schwierig"...

    09.08.2012, 11:49 von Ansotica
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  • 2

    Schaurig und irgendwie anwidernd.


    08.08.2012, 23:45 von redlipstick
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  • 0

    Also ich mag die Assoziative Schreibe. Hatte sofort Bilder im Kopf.

    07.08.2012, 16:24 von Plutarch
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  • 1

    Die Kommasetzung ist grausam, auch wenn sie gewollt ist.

    Wie man Kassetten zurückspült ist mir ein Rätsel und die Gedanken, die du hier offenbarst sind zu wirr, als dass man sich komplett verstehen könnte.

    Ich frage mich auch, wie man mit 15 schon so "ramponiert" sein kann.

    Kurze Phasen, tiefe Einsichten und dann gehts doch erst los.

    07.08.2012, 14:30 von FrauKopf
    • 0

      Gut ich werde versuchen die Kommasetzung zu überarbeiten.

      07.08.2012, 14:46 von Pixelriese
    • 0

      *Gut, ich werde ...

      Vielen Dank, dass du mich auf den Fehler aufmerksam machst.
       
      Es muss "zurückspult" heißen.

      07.08.2012, 14:58 von Pixelriese
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  • 1

    seit wann gehören kommata zwischen subjekt und prädikat?

    über den rest will ich noch nicht mal reden, geschweige denn nachdenken...

    07.08.2012, 14:07 von Ozelotte
    • 0

      In diesem Text habe ich die Kommata absichtlich gesetzt. 
      Mir ist schon bewusst, dass zwischen Subjekt und Prädikat keine "Kommas" hingehören.

      Aus welchem Grund möchtest du über den Rest nicht reden, geschweige denn nachdenken ?

      07.08.2012, 14:18 von Pixelriese
    • 2

      Weil ich sonst an ihrem Geisteszustand zweifeln würde!

      07.08.2012, 14:26 von EliasRafael
    • 0

      jetzt zweifel ich ^^

      07.08.2012, 23:54 von Ozelotte
    • 0

      Hö! Hö! Hö!

      08.08.2012, 00:27 von Pixelriese
    • 0

      Ich glaube hier wird ein wenig übertrieben. Klar ist die Wortwahl in diesem Text ziemlich öbzon und einige Passagen scheinen gar unrealistisch zu sein, aber ich glaube nicht, dass der Text "grottenschlecht" sei und man sich mit dem Thema nicht ausseinander setzen kann.

      Ich kann locker leicht bei jedem Text hinschreiben, dass er schlecht sei und mir nicht gefällt, dann solltest du dies aber auch erläutern können!

      Es ist mir bewusst, dass im Text viel Wirwarr steckt, dies schafft aber auch Platz zum Interpretieren. Mag der Inhalt auch "scheiße" sein, sollte man sich bewusst sein, dass dies real ist!

      08.08.2012, 00:53 von Pixelriese
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