Shit out of my brain
Eine Nacht. Mehr nicht. Nichts blieb uns, als das. Was war, dort. Damals. Realitätsfern. Doch so nah.
Verwirrt irrte ich
durch die Straßen, kein Plan, vom Leben, von der Stadt. Komisch, wie die fahlen
grauen Gesichter an mir vorbei rauschten. Auf machte ich mich, zum Konzert,
dieser Band, die ich im Zug traf, die mir sagten, ich solle kommen, da ist
beste Laune. Stadtgesichter, kaum einer Lächelte, keine Überraschung bei dem
Dreckswetter. Mischung aus Herbst und Frühlingsluft, zwischen den Dämpfen und
Gasen, den Gerüchen aus den Küchen und Abflüssen. Wasser strömt hin zu den
Gullie’s. Von oben kommt auch nur grauer Shit. Regen, Schnee, zwischen den
Wolken kein Schimmer auf Hoffnung und Besserung. Fragte drum herum, wo denn das
wär, der Ort, der besten Laune. Dort drüben, gleich hinter dem Eck. Linke
Seite, 725,3 Meter ungefähr noch. Dann sei ich dort, würd' ich auch schon hören.
Vorband ist schon da. Heizt schon ein. Geht schon ab dort. Eigentlich kein
Bock, doch besser als nichts. Trostloser, verzweifelter Ort. Stolper um die
Ecke. Stufen hinab. Fummel herum, in den Taschen der Jacke. Zeig, blau, grün,
verschwommene Karte. Bässe kommen an mein Ohr. Gut, die Band, vor der Band.
Viele, Gesichter, voller Lust, voller Verwegenheit, voller Träume hüpfen,
springen, stolpern, gehen, lachen an mir vorbei. Quäl hier und da, auch meinen
Lippen, ein Lächeln ab, nur damit Mädchen sich geschmeichelt fühlen. Trink so’n
Zeug, süße, klebrige Plürre. Schmeckt halb so scheiße, wie’s ausschaut, riecht.
Folg dem Schild, auf zum Klo. Stehen Pärchen tuscheln, lachend, Knutschend und
mehr. Geruch, kotze, pisse, rauch. Dreh um. Schmeiß' die Jacke in irgendeine
Ecke. Schmeiß' mich voll ins Gedränge, auf nach vorn. Atem, wird schwer,
schwerer, enger drücken Menschen. Blonde Haare fliegen, hüpfen auf und ab.
Dränge zu ihr. Schrei Worte in ihr Ohr. Musik laut, knapp am Schmerz vorbei.
Sie schreit zurück. Gabi, solle sie heißen. Hüpfen zusammen auf und ab. Ab und
auf. Die Band, beste Musik, beste Laune. Schnell ging vorbei, die Zeit. Zeit im
Rausch. Um mich herum vielleicht 50, 100 Menschen, auf engstem Raum und Sie.
Blonde Haare, Beine, universal normal, wunderbar, ganz individuell
klischeemäßig. Ich frag sie, hinterher, was sie den noch so tut, den Abend.
Angebrochen war er halb.
Angeheitert betrunken, stürzten wir über Straßen, Wege, durch Pfützen. Immerzu
keinem Weg entgegen. Irgendwann, nach stunden des laufens, redens, rüssens,
lassen uns fallen. Hart, auf den immer noch nassen Rasen am See. Glitzert, im
Licht. Liegen so da. Blicken hoch in die Sterne. Sagtest fliegen würdest du
gern. Erzählte dir Märchen, ich sei Pilot, würd' dich mit nehmen, weiter als zum
Ende. Überall. Sagtest was, vom heiraten am See im Haus. Kinder, wollten wir
viele, beschlossen weit weg zu gehen. Raus aus der bitteren, grauen, abgefuckten
Stadt. Schließlich, entschlafen wir unterm Himmel der Sterne.
Dunkelgrau, die faden
Fassaden, gleiten vorbei am müden Gesicht der letzten Nacht. Zug holt auf,
verlässt deine Stadt. Fährt fort zurück dorthin, ins nichts. Weit weg, gefallen
im nichts. Vergessen, niemals, nicht dich. Wollten doch fliegen, mit gebrochenen
Flügen. Hoch hinaus über die Wolken, graue der Stadt hinter uns lassen. Als ich
erwachte warst du fort, Schönheit. Fort so weit. Wartete kurz, lief dann. Ohne
irgendwas. Außerdem müdem Gesicht und Erinnerung an vergangene Zeit.
Frittenbude - Bilder mit Katze - vom Fliegen - Seifenblase
Tags: Nächtliche Begegnungen





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