terrorinch 07.01.2014, 15:42 Uhr 0 1

"Sesam, Dill & andere Einsichten"

Vorwort zu einer Geschichte, in der ich mir die Hauptrollen mit einer zweiten teile. Die mich antreibt, dies zu verfassen.

Meine Fingerspitzen, durchtrieben von mit Mineralwasser aufgegossenem Blut, 
sprudeln vor Leichtigkeit zum Bass der Liebe und meine Pupillen tanzen wild in die Richtung der Menge meiner aufgelösten Gedanken; und als sie auf der Tanzfläche angekommen sind kippt der Stromschalter nach unten.

Die Kohlensäure strömt unter den Fingernägeln hervor, und mein Blick tanzt 
so ganz und gar nicht mehr. 
Nur aufgelöst bin ich noch, dieses Gefühl ist geblieben, jedoch hat es die Kehrtwendung genommen und ist ins andere Extrem geschlittert und ist nicht vom Gas gestiegen, bis es einen Knall machte.

Vier Worte von untragbarem Gewicht fressen sich durch meinen Gehörgang in meine erste Gehirnhälfte, rumoren dort einmal wild im Kreis und ziehen weiter in die Nächste ; und nicht nur das Bewusstsein meines Kopfes wird zerschreddert, nein, auch das Unterbewusstsein bekommt alles ab, was noch übrig ist an der geballten Ladung Entsetzens. Und sobald das Pensum ausgelaufen ist, lädt sich die Bombe wieder neu auf, so ganz ohne Akkustecker und – zack – das ganze Procedere wieder von vorne. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minuten jagen Sekunden und Sekunden die Momente.

„Ich kann nicht mehr“, die wohl schlimmsten Worte für die mit Mineralwasser befüllten Glyxvenen und der blutrünstige Schuss in den Alltag, ein Schuss, unzählbare Wunden.


Tags: liebe, verlassen, Kolumne
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