ohnekruemelkeinkeks 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 4

Selbstverstümmelung

Wenn Liebe nie endet

Und wieder ist er da, dieser Augenblick, voll Schmerz, Sehnsucht, Traurigkeit und dem Wissen, das er immer wiederkehren wird.


Ich versinke zum millionsten Mal in Selbstmitleid. Öffne bereits verheilt geglaubte Wunden. Es grenzt schon langsam an Selbstverstümmelung. Aber ich brauche diesen Schmerz. Er soll mich stets daran erinnern was ich aufgegeben habe. Ich habe nicht nur Dich aufgegeben! Viel mehr habe ich mich aufgegeben, meine Chance zu sein, wer ich bin. Du hattest mir eine neue Welt gezeigt, mir die Augen und zuletzt vor allem mein Herz geöffnet. Nie zuvor, habe ich empfunden, wie ich durch Dich empfinden konnte. Durch Deine bedingungslose Liebe zu mir, welche Du stets offen und für jedermann sichtbar mit Dir herum getragen hattest. Du hattest Gefühle in mir geweckt, die ich niemals in mir vermutet hätte. Mit Dir schien alles plötzlich so einfach. Ich liebte Dich und Du mich. Wir mussten es niemandem beweisen, wir mussten diese Liebe nicht erarbeiten, sie war einfach da. 
Ich weiß noch wie schwer es mir damals fiel mein Dauergrinsen zu unterdrücken und nicht jede Sekunde aufs Handy zu schauen, weil ich nicht ohne Dich sein konnte. Dieses unbeschreibliche Gefühl jeden Moment vor Glück zu explodieren nicht missen wollte. Die Sehnsucht nach Dir war schon fast unerträglich und jeder sah uns an, wie sehr wir uns liebten. Ich fragte mich ständig, womit ich so viel Glück verdient hatte. Wo kamst Du auf einmal her, woher konntest Du wissen, das jetzt der richtige Moment gekommen war?!
Wir wurden EINS. Ergänzten uns von Beginn an. Du hast mich verunsichert und trotzdem beschützt, hast mich durch Blicke erröten lassen und mir gelernt, mich selbst lieben zu dürfen. Ich dachte immer ich müsste stark sein, für meinen Sohn, den ich damals mit in die Beziehung brachte. War es gewöhnt, zu funktionieren und keine Emotionen zu zeigen. Ich kam aus einer eben zerrütteten Beziehung/Ehe, mit einem Mann, den ich stets glaubte zu lieben, beschützen und retten zu müssen, weil ich sah, was ihm widerfuhr. Ich wollte ihn seit meiner Jugend, hab um ihn und seine Liebe gekämpft, auch wenn er mich immer wieder fallen ließ. Doch statt liegen zu bleiben, stand ich auf. Jedes Mal blieb ein Stück meiner Selbst zurück. Ich empfand es als richtig nicht aufzugeben. Fast wie eine Mission, die ich zu Ende bringen muss. 
Bevor Du in mein Leben getreten bist, glaubte ich das Er alles ist, was ich zum leben brauche, dass ich mir Liebe erkämpfen und erarbeiten müsste. Doch als ich es schaffte mich zu trennen, durfte ich Dich kennen und lieben lernen. Es war mir nicht möglich, Dich festzuhalten. Diese Liebe, die niemals aus meinem Herzen verschwindet. Kennt ihr das, wenn sich etwas einfach zu "perfekt" anfühlt? Wenn man sich ständig frägt, womit man so etwas wunderschönes verdient hat und vor lauter Selbstzweifel den Glauben an die Wahrheit, dass Offensichtliche, an sein Herz verliert? Mir ist es vor mehr als fünf Jahren so ergangen. Ich entschied mich für den Kampf um die Anerkennung, ging zurück zu dem was ich kannte, auch wenn ich Dich, mein Herz, dafür aufgeben musste. Es tut mir so unendlich leid, dass ich Dich nicht behalten und verletzt habe. Diese Liebe, diese unbeschreiblichen Gefühle, das Erkennen meiner Selbst. All das war zu viel für mich. Es machte mir Angst und ich glaubte, nicht gut genug für Dich zu sein. Ich möchte, dass Du weist, dass ich nicht einen Tag mit Dir bereue, dass ich Dir unendlich Dankbar dafür bin, dass Du mir gezeigt hast, wer ich bin, wer ich sein darf und das Du das Beste warst, was mir je passiert ist. Ich werde Dich immer in meinem Herzen tragen und ich werde nie aufhören Dich zu lieben.


Tags: liebe des Lebens, Abschiedsbrief, los lassen
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