Seifenblase
Wenn eine Seifenblase platzt, kann sie keine mehr flicken.
Du erzählst mir von deiner Abhängigkeit. Ich höre dir zu, obwohl ich es gar nicht hören will. Du beschreibst deine Sucht nach ihr und ich versuche dir Ratschläge zu geben, so wie ich es immer bei anderen mache. Doch jetzt fehlen mir die Worte.
Wie kann ich dir sagen, dass es nicht weggehen wird, dass deine Gefühle für sie nicht weniger werden. Wie kann ich das sagen, wenn ich dir viel lieber sagen würde, dass es mir auch so geht - mit dir.
Ich weiß ich bin gerade einfach da. Einfach da, ohne einen besonderen Wert, einfach nur um da zu sein. Ich will nur, dass du auch siehst, dass ich da bin. Doch du bemerkst mich gar nicht. Du behandelst mich wie deinen Schatten, der dich immer begleitet, dich nicht loslässt und immer an deiner Seite bleibt, egal was du machst.
Du sagt, wahrscheinlich merke ich nicht, wie schlecht es dir geht, weil du es nicht zeigst. Aber ich merke es, auch wenn du es vor mir versteckst. Ich weiß, wer sie ist, ohne dass du es mir jemals gesagt hast. Ich weiß, wie verletzt du bist, auch ohne dass du mit mir redest.
Ich weiß, wie sehr du dich nach Liebe sehnst. Weißt du auch, wie sehr ich dir diese Liebe geben würde?
Du schreckst zurück, wenn ich dich berühre, ganz zufällig. Du hast Angst, mir näher zu kommen. Ich weiß einfach nicht, wieso, wenn ich doch einfach nur nichts bin für dich.
Ich schaue mir Menschen an und sehe in ihre Seele. Deine habe ich nie gesehen. Du hast sie mir nie gezeigt, sie versteckt und weggesperrt vor mir.
Jetzt gabst du mir ein Stück. Ich passe darauf auf, doch du weißt es nicht. Ich würde auf dich aufpassen, wenn du mich darum bittest.
Du wirst mich niemals sehen können. Weil du mich nur von außen betrachtest. Ich würde dir auch gerne ein Stück meiner Seele geben, doch im gegenteil zu deiner, ist meine zerbrechlich. DU würdest mit meinem Stück Seele nach Hause gehen, deine Schuhe vor der Tür ausziehen und mich beim reingehen auf dein Bett werfen. Es würde einen leisen Aufprall geben, weil du nicht aufmerksam genug warst, dein Bett zu treffen. Du würdest die Scherben aufheben und in den Mülleimer legen.
Du hättest meine Seele, mein Vertrauen so weggeworfen und missachtet, wie du es mit mir machst.
Ich werde diese Wertlosigkeit nicht hinnehmen. Ich will ein Stück Verständnis für das, was ich dir gebe.
Ich möchte nur, dass du mich für einen Moment betrachtest und siehst wie schön ich bin - von innen. Ich will, dass du mich in deinen Arm nimmst und die Zeit für einen Moment stehen bleibt und ich glücklich bin, dich irgendwie bei mir zu haben.




Kommentare
i like! vor allem den ersten teil. lass doch mal n buch schreiben zusammen :D
23.11.2010, 20:31 von Rueckenwind89sehr schön geschrieben.
23.11.2010, 00:27 von je.suis