Charlie_Decker 03.07.2012, 14:06 Uhr 1 2

Schlaflose Nebelschwaden

düster ist die Nacht

Nacht für Nacht siehst du fern, nur um die schweren Gedanken nicht zu zulassen,
du hattest es mit Musik versucht, doch Musik lässt Gefühle nur schneller wachsen.
Es sind die Nächte in denen selbst die buntesten Bilder nur noch schwarz weiß sind,
in denen man kurz da vor ist zu fliehen, obwohl man weiß das es nichts bringt,
in denen man sich so viele Dinge, die man dann doch nicht tut, vornimmt,
in denen man versucht das Gute zu sehen, doch bemerkt man wird blind und es Nacht für Nacht zunimmt.

Tag für Tag läufst du mit einem Lächeln durch dein Leben, doch warum das verstehst du nicht,
wahrscheinlich treten schwere Gedanken eben nicht gern ans Tageslicht.
Vielleicht liegt es am heißen Kaffee mit dem man morgens erwacht,
vielleicht liegt es daran das man heute mal liebt was man täglich so macht,
vielleicht an einem vergangenen Gespräch, wo der alleinige Gedanke daran ausreicht das man lacht,
doch wahrscheinlich ist es nur das Aufschieben von etwas, für die kommende Nacht.


Und im Traum findest dich wieder, mitten im dichtesten Nebel,
und es gibt nur noch dich, nichts das dich zu leiten versucht oder gar an sich knebelt,
und du verlierst deinen Weg, denn hier gibt es keine Schilder, Verbote oder Dinge an denen sich dein Leben ordnet,
es ist wunderschön, doch wenn du den Nebel verlässt bist du nass, und kannst nur hoffen das dein Leben eine Sonne hat, die dich wieder trocknet.

Und in dieser Zeit, in der du alles um dich vergisst,
während du mitten im Herbst in der warmen Sonne sitzt,
und an das Meer denkst, weil du etwas das nach Urlaub schmeckt isst,
und das Gefühl hast das der Sonnenstrahl, den du durch deine zusammengekniffenen Augen in all seine Farben brichst, dir gebrochen und doch zärtlich deine Wange küsst.

Und wenn ich dieser Nebel war, der mit einem dunklen Schleier vor dem Gesicht durch das Leben lief,
glaube ich das du die Sonne bist, die den Schleier auflöste und mir beibrachte was es zu Leben hieß,
die mir den Tag nah brachte, und ein Teil der Nacht dafür nahm, aber nur einen Teil und den Rest bei mir ließ,
so dass ich Nacht für Nacht schwere Gedanken zuließ,
so dass ich mich weiterhin im tiefsten Nebel verlief,
doch auch so das dort ein Stimme war, welche rief,
keine Angst du verlierst dich hier nicht, denn ich komme mit wohin es dich trägt, egal wie weit, und egal wie tief.

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    so dass ich Nacht für Nacht schwere Gedanken zuließ,

    so dass ich mich weiterhin im tiefsten Nebel verlief,

    04.07.2012, 12:20 von Jackie_Grey
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