miss_anthropy 13.01.2018, 02:08 Uhr 3 13

Scherben einsammeln ist mein Hobby

Noch ein nerviges Liebeslied. Freitagnacht, Zweiuhracht.


Das Gefühl ist nicht neu und dennoch gewöhne ich mich nicht daran. 
Der Moment, in dem die Hoffnung zu Staub zerfällt ist immer lautlos. 
Und trotzdem schallt es in meinen Ohren. 
Es ist alles wund. Vom Herzen aneinander reiben. 
Ich sitze auf der Veranda und ziehe an einer Zigarette, obwohl ich nicht rauche. 
Es ist, wie es mit uns war: tief einatmen, den Moment geniessen und dann schnell wieder loswerden.
Es ist auserdem viel zu kalt hier draussen, aber woanders is auch scheisse und so bleibe ich hier, unfähig irgendetwas mit mir anzufangen, aber wenigstens schlägt mein Herz.
Du warst auf der Suche nach Drama und Aufregung. 
Ich bin weder dramatisch, noch aufregend und so ging sich das Ganze für dich nicht aus. 
Wie immer, wird mich der Schmerz ohnmächtig machen. 
Wie immer werde ich mir hilflos beim kaputt gehen zuschauen. 
Scherben einsammeln ist mein Hobby. 
Es wurden tausend Geschichten über die Liebe geschrieben und dennoch will ich daran glauben, das unsere besonders war, so wie jeder glauben will, dass seine besonders war. 
Weißt du, es war gut mit uns. 
Immer. 
Wir hätten nichts besser machen könne, nichts anders. 
Wir waren nur die falschen Personen fürs Ganze, für ne große Sache. 
Du warst dir nicht sicher. 
Und ich möchte dich hier aus dem Nebel gerne anschreien, dass Keiner mehr glücklich wird, wenn sich Niemand mehr entscheiden will. 
Weil das ständige warten auf etwas Besseres und Grösseres einen die wesentliche Dinge übersehen lässt. 
Und dass der Bus, auf den du wartest nie kommen wird.
Das man sich einfach mal trauen muss.
Wie hart hättest du fallen können, wenn ich da gewesen wäre?
Ich habe bis zum Schluss gehofft, es könnte gut ausgehen und man kann sagen, wir waren all die Zeit stehts bemüht. 
Mir hat das gereicht, das Kleine mit uns. 
Ohne Schischi und TamTam und ohne Instagram. 
Du und ich, das war eine simple Geschichte, das war für mich ein klares ja, das war kein hin und her, kein tralalla.

Zwischen immer und ewig liegt ein Unterschied. 
Immer ist wollen, Ewig ist Zufall. 

Du hast mehr gewollt. 
Und ich war nicht mehr. 





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3 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Chi­chi, das

    22.01.2018, 14:56 von chiral
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 1

    "dennoch will ich daran glauben, das unsere besonders war, so wie jeder glauben will, dass seine besonders war." - wie wahr!

    14.01.2018, 11:33 von herzmuskelkater.
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