Roulette. Ich habe alles gegeben, alles riskiert und offensichtlich alles verloren.
A goodbye isn't painful unless you're never going to say hello again. - Meine ganz persönliche Liebe zu Chatroulette.
Alles zwischen ihm und mir begann im Februar 2010. Gelangweilt saß ich über meinen Biobüchern, die letzten Prüfungen vor Augen, doch amüsiert von Chatroulettescreenshots meiner Freunde.
Die Versuchung klang verlockend. Ein bisschen abschalten, ein bisschen Smalltalk, ein bisschen Lachen, nichts ernstes, nichts verbindliches, nichts, was mein Leben irgendwie weiter beeindrucken sollte. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ich irgendwann, anderthalb Jahre später, mit Tränen in den Augen und einem Kloß im Hals auf meinem Bett sitzen würde ...
Meine Chatroulettejungfräulichkeit verlor ich also irgendwann im Februar, eigentlich nicht irgendwann, denn den Tag und das Datum und die Uhrzeit weiß ich ganz genau, aufgrund meines Screenshots (liebevoll gespeichert unter "AAAAAAAAAAAAAAAAA", um ihn immer als erster in der Bildergalerie zu sehen ...). Beeindruckt haben mich Schwänze, Brüste und eine ganze Menge verschobener Gestalten nicht wirklich und irgendwann war ich die Fragen nach meinem Nackten Dasein leid und schwor mir, nur noch zweimal weiterzudrücken. Person #1 hatte keine Kamera, dementsprechend uninteressant ... Person #2 war er.
Franzose, aus Paris, zu sehen in einem chaotischen Zimmer, Aschenbecher auf den Knien, Weinflasche auf dem Nachtschrank, die rote IKEA-Bettwäsche mit den Kreisen um sich herum. Mein erster Gedanke war nur, dass ich diesen Menschen unglaublich schön fand- trotz minderer Bildqualität und vorangeschrittener Tageszeit.
Ich glaube nicht an Liebe auf den ersten Blick, vor allem nicht an Liebe auf den ersten Blick auf 820km Distanz, aber ich glaube an Zufälle und ich glaube an innere Gefühle, Instinkte. Und dieses Gefühl sagte mir, dass ich jetzt keinen Rückzieher machen darf, sondern dass ich diese Person mit den verwuschelten Haaren und den großen grünen Augen kennenlernen möchte ... Unverbindlicher Smalltalk, die Frage nach dem Skypeaccount, das Versprechen, sich zu schreiben wurden immer mehr. Seltsame Witze, mein mangelndes Französisch, deine kleinen Fehler im Englischen, aber eine Ebene, auf der man sich irgendwie schon immer kannte, ohne sich jemals in die Augen gesehen zu haben.
Schon vor unserem "ersten Treffen" habe ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt, nach der Schule nach Frankreich zu gehen .. die ersten 2 Stunden Reden haben diese Entscheidung besiegelt.
Nichtsdestotrotz haben wir uns in den nächsten sechs Monaten mehr oder weniger aus den Augen verloren. Er hat studiert, ich habe meine Prüfungen geschrieben, war im Ausland, habe gearbeitet, habe trotz meiner anfänglichen Extase dem ganzen keine weitere Bedeutung geschenkt, bis ich ein halbes Jahr plötzlich mutterseelenallein in Frankreichs Hauptstadt stand. Ich kannte niemanden, hatte keine Ahnung, von irgendwas und nur seine Handynummer in der Jackentasche. Ich habe ihn angerufen und ja, wir haben uns getroffen. Nachts um elf unter dem Eiffelturm, beide müde. Ich von meiner langen Anreise, er von seiner Arbeit, niemand wirklich im Stande, etwas sinnvolles zu erzählen. Es war alles ganz nett, aber nichts großes ... auch die kommenden Wochen nicht. Wir haben uns etwa einmal im Monat gesehen, zum Nudelnessen bei mir, wir haben Tee getrunken und über das Leben geredet, über uns irgendwie nie, bzw. nur ich über mich und das, was mich bewegt, er hat zugehört und an den passenden Stellen das richtige gesagt.
Bis Weihnachten war ich mir sicher, dass das alles ganz nett ist .. Das dachte ich so lange, bis er mir zu Silvester eine Nachricht geschrieben hat, dass er sich ein 2012 mit mir wünscht, eine gemeinsame Zeit zusammen ... Vielleicht war das der ausschlaggebende Punkt, dass ich gemerkt habe, dass ich schon lange nicht mehr in Paris bin, weil ich die Sprache lernen möchte .. Ich war da, um den Menschen zu sehen, der mir in den letzten Monaten am meisten beistand und immer wieder an meiner Seite war ..
Wir trafen uns öfter, das Beisammensein wurde angenehmer, unvoreingenommener, lockerer, enger .. Es gibt den einen Tag, den 12. Februar, an dem ich mich mehr oder weniger selbst zu ihm einlud, basierend auf einem sprachlichen Missverständnis, basierend auf einer Menge Hoffnung und Vermissens, basierend auf jugendlicher Naivität, all meinem Mut und keinem bisschen Vernunft.
Wir haben uns in seinem Bett "The Pianist" angeschaut und ich habe tapfer all die deutschen Bildunterschriften übersetzt, wir haben "Feet Fight" unter der Decke gespielt, jeder hat behauptet, der Gewinner zu sein, wir waren komplett kindisch und wir haben uns geliebt. Es war perfekt. Unsicherheit, ein bisschen Angst, Verlangen, der Wunsch, dass die Zeit nie endet, ich habe über Körperbehaarung und seltsame Angewohnheiten hinweggesehen, ganz einfach, weil ich mit dir, zusammen sein wollte, ich wollte dir nahe sein, ich wollte, dass ich dir etwas bedeute und dass das alles keine belanglose kurze Nummer ist. Ich wollte, dass alles perfekt ist und für diesen Moment war es das, auch wenn es so viele Ungereimheiten zwischen uns gab. Auf deinem Handy war eine andere als Hintergrund, von deinen Freunden hast du nie etwas erzählt, die Polizei hat dich auf's Revier geladen, selbst wenn man dich googelt, findet man niemanden, auch wenn du deine eigene Firma hast, du hast dich in Aussagen verstrickt und nichtsdestotrotz wollte ich niemanden mehr als dich, den Mann, den ich immer haben wollte. Es war perfekt und es hätte alles noch viel perfekter sein können, wenn deine verdammte Wohnung nicht so weit außerhalb gewesen wäre .. Ich will nicht wissen, wie oft einer von uns beiden in den kommenden Wochen wie bekloppt nach der letzten RER rannte und komplett außer Atem dem immer kleiner werdenden anderem am Bahnsteig hinterhersah, im Wissen, dass es schon lange nicht mehr so belanglos war, wie es mal war, die Friendzone wurde schon längst überschritten und ich habe angefangen, dich zu lieben. Erst zögerlich, wissend, dass ich mich verrenne, irgendwann hingebungsvoll, und nun, am Ende, verzweifelt. In diesem Augenblick erscheint dein Name in meiner Skypeleiste, aber es hat keinen Sinn, du wirst nicht antworten, wenn ich dir schreibe, du wirst nichts sagen, wenn ich dir gestehe, wie sehr ich dich liebe, es wird keine Reaktion kommen, wenn ich dir offenbare, dass ich verzweifelt bin, weil ich nicht weiß, was zwischen uns geschehen ist, weil ich nicht weiß, was schiefgegangen bin.
Einen Monat lang war ich unglaublich glücklich. Ich hatte alles, was ich gebraucht habe. Ich kam in Frankreich klar, ich hatte dich an meiner Seite, ich habe das Leben genossen und ich wusste, dass es für mich kein Zurück mehr gibt, du warst zu sehr in meinem Herzen, als dass ich einfach nach Deutschland zurück gehen konnte .. Vielleicht hat das alles kaputt gemacht.
Plötzlich warst du weg ... Am 22. März bist du aus meinem Leben verschwunden. Keine Nachrichten mehr, keine Anrufe, kein Lebenszeichen, du warst verschwunden. Wochenlang. Irgendwann kam ich damit klar, ich wusste, dass es dir gut geht. Dein Whatsapp hat sich regelmäßig aktualisiert, dein Skypeaccount kam pünktlich nach Arbeitsende online, jedoch ich war kein Bestandteil deines Lebens mehr. Irgendwann im April hast du mir nachts geschrieben: "I fucking miss you!". Eine Nachricht, die ich wohl nie vergessen werde, weil sie das gemeinste war, was du tun konntest. Du verbannst mich aus deinem Leben, ich arrangiere mich, schaue nach vorne, rede viel, mache viel, höre auf, dich verstehen zu wollen, um dann das Messer wieder in den Magen gerammt zu bekommen.
Angeblich warst du in Asien, angeblich hast du mir eine e-Mail geschrieben, eine e-Mail, die ich niemals bekommen habe .. ganz einfach, weil du sie niemals geschrieben hast. Ich wusste das in dem Moment schon, warum hättest du sie sonst nicht einfach nochmal geschickt? Warum hättest du das tun sollen ...
Du wusstest, dass ich im Juli nach Hause fahren wollte, also hast du dich pünktlich eine Woche vor meiner Abreise gemeldet, um dich zu verabschieden, vorher warst du unerreichbar ... Du wusstest auch, dass ich eigentlich schon im April nach Hause wollte, aber wegen dir geblieben bin. Du wolltest mich treffen .. und auch nach drei Monaten, in denen ich dir buchstäblich nachgerannt bin, in denen ich mich abends in den Schlaf geweint habe, in denen ich unsere Nachrichten fast auswendig lernte,, habe ich dich doch keinen Deut weniger geliebt. Wahrscheinlich nur noch viel mehr.
Und so haben wir uns nach vielem Hin und Her getroffen, einen Tag vor deinem Geburtstag, zwei Tage vor meiner Abreise, ganz früh am Morgen. An dem Morgen, als du dein Studium beendet hast. Du hast mir etwas von deiner Reise mitgebracht, ich kann jetzt meinen Namen stempeln ... Wir haben geredet, viel geredet, die gleichen Witze wie damals gemacht und doch gewusst, dass nie wieder etwas so sein wird.
Wir haben Orangensaft getrunken, den gleichen, den wir an dem Morgen getrunken haben, als du mich mit meinem Koffer zu einem langen Wochenende in Deutschland zum Bahnhof gebracht hast, mit den Worten, dass ich dir fehlen werde. Der Orangensaft tat weh, die Witze taten weh, das Füße schubsen unter dem Tisch tat weh, deine Bestellung auf französisch tat weh, der Blick deiner großen Augen tat weh, die Erinnerung, wie du nachts nackt an meinem Fenster gestanden hast, rauchend, Blick auf den Eiffelturm in der Ferne. Die Erinnerung, dich von hinten zu umarmen tat weh, dich festzuhalten, dir nahe zu sein. Deine Anwesenheit tat weh und doch hätte ich nichts lieber an diesem Morgen tun wollen. Ein letztes Mal leiden.
Nach Stunden wolltest du mich zu meiner Metro bringen und hast nur gesagt, dass es dir leid tut, dass wir die letzten drei Monate verloren haben. Dieser Satz hat etwas in mir umgelegt und ich bin mitten in der Menschenmenge in Tränen ausgebrochen, weil es so weh tat. Ich wusste, dass wir uns das letzte Mal sehen werden, es gibt kein "Wir" mehr, es gibt nur noch ein "Du" und ein "Ich".
Du hast mich in den Arm genommen, mir einen Kuss auf die Stirn gegeben, sicherlich wissend, dass das für mich immer die schönsten Küsse waren, du warst überfordert und hast versucht, mich zu trösten, während ich am Gare de Lyon, einer der größten Metrostellen Paris' mir meine Wut, meine Trauer, meine Verzweiflung, meine Naivität, meine Hoffnungslosigkeit und meine Liebe aus dem Leibe geweint habe. Du hast mich nicht losgelassen, sondern versprochen, dass wir uns wiedersehen werden ... Ich habe dich darum gebeten, dass du nichts versprechen sollst, was du nicht halten kannst oder willst, worauf du mich gefragt hast, warum du es dann versprechen solltest, was du davon haben würdest ...
Der Abschied am Bahnsteig zog sich ewig. Die Metros fuhren vorbei und doch hatte ich keinen Mut, nur in eine einzusteigen, so war es doch ein "letztes Mal" und ich bin echt schlecht im Gehen ... Wir haben uns versprochen, uns zu schreiben, uns zu melden, zu reden, uns nicht aus den Augen zu verlieren .. und irgendwie war der Schmerz der letzten Monate zumindest kurz verschwunden .. um jetzt in doppelter Größe wieder in mir zu herrschen!
Ich war dir nicht egal, du hast geweint, du wolltest genauso wenig, dass ich gehe, wie ich es wollte. Du wusstest nicht, was du sagen solltest, das war keine Pflichtverabschiedung, weil wir mal Sex hatten, das war mehr, das war viel mehr ... Warum hättest du das tun sollen? Wir haben uns das letzte Mal zuvor im März gesehen, du hättest mich also einfach nur nach Deutschland zurück kehren lassen können, warum der Stress? Warum die Tränen? Warum die Versprechen? Du siehst ja nicht mal, wie ich darunter leide, das hat doch alles überhaupt gar keinen Sinn, was du gemacht hast? Warum hast du die alten Wunten wieder aufgerissen und warum gibst du mir auf all diese Fragen keine Antworten? Ich liebe dich.
Jetzt bin ich zurück nach Deutschland gegangen .. vor einem Monat. Seitdem habe ich eine Nachricht von dir erhalten, dass ich dir fehle, dass du einen Brief für mich hast, aber dass du Angst hast, du wüsstest aber nicht warum genau .. Bis heute warte ich jeden Tag auf einen Brief, den ich nie bekommen werde, bei jeder Whatsapp/Skypemeldung erleide ich einen kleinen Herzinfarkt, ich warte auf dich. Ich kann nichts anderes tun.
Niemals hätte ich gedacht, dass aus einem harmlosen Chatroulettegespräch so etwas wird. Immerhin ist es noch immer Roulette.
Ich habe mich vor dir nackt gemacht, habe dir alle meine Gefühle offenbart, habe dir gesagt, wie viel du mir fehlst, ich habe es mit Schweigen versucht, ich habe andere Männer kennen gelernt, ich habe mir ein Leben neben dir aufgebaut .. und trotzdem liebe ich dich noch immer mehr als alles andere.
Tags: Chatroulette, Naivität, hoffnungslose Liebe






Kommentare
Ich bin ja schon glücklich, wenn ich Absätze in meine Texte machen darf.
01.08.2012, 16:18 von forstDie seltsamste Situation war jetzt einfach, dass ich diesen Text mitten in der Nacht niedergeschrieben habe, mich damit (gewollt) einen Schritt weiter von ihm entfernt habe, und er mich dann um halb drei nachts bei Skype anruft .. So, als sei alles nie gewesen und wir wären noch immer gute Freunde. Als hätte es die Zeit zwischen meiner Ankunft und meiner Abfahrt in Paris nie gegeben.
31.07.2012, 17:51 von lifeplaysharderUnd das merkwürdigste ist, dass ich weiß, dass ich alles nochmal genau so mit mir machen lassen würde, nur um ihn nicht aus den Augen zu verlieren ..
Ach, schmeiß den einfach aus deiner Skype-Liste, dann ist wohl gut damit.
01.08.2012, 09:49 von TaneaKann ich verstehen.
01.08.2012, 10:25 von Jackie_Grey
Klassischer Fall von nix draus gelernt eben.
01.08.2012, 11:10 von TaneaDann aber bitte nicht wieder jammern, wenns wieder endet.
Tanea, dir fehlt einfach das "Schwärm-Gen"... Das ist schon fast bedauerlich...
01.08.2012, 11:16 von Jackie_GreyGott im Himmel, ich bin seit EINEM Monat wieder zu Hause! Ich dachte, dass das alles anders läuft und man vielleicht nochmal eine Chance hat!
01.08.2012, 11:19 von lifeplaysharderEs ist nicht so, dass ich hier seit Jahren weinend auf meinem Bett liege und mit der Welt nicht mehr klar komme ... Meine Phase und meine Gefühle kann ich recht gut vertreten, weil ich nicht glaube, dass das nach einem Monat übertrieben ist, niedergeschlagen zu sein!
Ist es nicht. Ich würde das ein ganzes Leben lang nicht vergessen.
01.08.2012, 11:25 von Jackie_GreyJa, Jackie, ich weiß, Leute, die mich schon länger kennen (manche sagen auch Freunde dazu) nennen mich gerne mal "Eisklotz".
01.08.2012, 11:25 von TaneaIch hatte die ganzen Tränen aus Frankreich dazugerechnet und mich auf Jackies Zitat bezogen.
Kannste ja, dran denken, aber dannn doch eben nicht wieder machen !
01.08.2012, 11:26 von TaneaAbschreckendes Beispiel ?!
Welches Zitat denn? Versteh gerade nicht.
01.08.2012, 11:28 von Jackie_GreyNein - du bist kein Eisklotz. Dann wärst du gar nicht meine Neon-Freundin. Aber du bist eher der "nüchterne" Mensch. Dir würde so etwas vielleicht nie passieren. DAS ist doch auch gut und richtig. Jeder Mensch ist einfach anders drauf.
Ja. Und immer wieder JA.
01.08.2012, 11:36 von Jackie_GreyAlso auf das:
Jeder kann emotional sein, jeder auf seine Weise.
Ist ja nicht so, dass ich es nicht kennen würde unglücklich verliebt zu sein. Es ging nur drum, dass man doch auch etwas daraus lernen kann, wenn man einmal ausgenutzt wurde.
01.08.2012, 11:36 von Tanea
Meinst du wirklich? Dann müsste man gleich ganz aufhören zu lieben, oder? Irgendeiner "nutzt" dich vielleicht aus? Aber wenn ich liebe, dann lass ich mich gern "ausnutzen".
01.08.2012, 11:42 von Jackie_GreyNö, aber doch nicht so, mit heulen und hinterhertelefonieren und kein Kontakt mehr ohne zu wissen warum. Und Skype-Stalken...
01.08.2012, 11:49 von TaneaMit mir hat ein Freund damals einfach so schluß gemacht. Ohne Begründung. Er kam einfach nicht mehr und ging nicht mehr ans telefon. Hallo ! Das war doch einfach ein Spacko ohne Eier in der Buxe. Weshalb sollte ich dem nachweinen, wenn er nich mal sagen kann, wieso er mich nicht mehr sehn will?
Ich dachte, es ging im Text drum, dass sie bei dem selben Typen nochmal so machen würde. Also immer wieder. Nicht wies mit nem anderen wär.
Und bei dem selben ganz sicher: NOT.
Aber da sind wir eben verschieden.
Ja.
01.08.2012, 11:55 von Jackie_Grey"Weshalb sollte ich dem nachweinen, wenn er nich mal sagen kann, wieso er mich nicht mehr sehn will?
Vielleicht, weil du ihn liebtest?
Iss mir dann ja klar geworden, dass dem anscheinend nicht so war :-)
01.08.2012, 11:56 von TaneaSiehste!!! Jetzt schließt sich der Kreis.
01.08.2012, 11:57 von Jackie_GreyAlles gut.
Gefühle sind halt nicht rational steuerbar. Schön wenn es so einfach wäre.
Ab einem gewissen Punkt muss man sich aber auch aus der Opferrolle befreien können, sonst verfolgen einen solche Episoden lebenslang. Das hat dann auch nix mehr mit Liebe zu tun, sondern eher mit mangelnder Selbstliebe. Vielleicht ist der Kerl zwar irgendwann in mehr präsent, aber die Verbitterung hat sich längst festgebissen.
Igitt, das Thema zieht mich grad voll runter.
01.08.2012, 13:35 von Pixie_Destructo"Interessanterweise haben Menschen, die sich zum dritten oder vierten Mal verlieben, genauso hohe Erwartungen wie beim ersten Mal. Man hat das den Sieg der Hoffnung über die Erfahrung genannt. Verliebtheit lässt sich nicht austreiben." (Ulrich Clement über die Vergänglichkeit der Liebe)
01.08.2012, 13:46 von LadyLWir probieren es immer und immer wieder, weil wir hoffen, dass wir eines Tages das finden, was wir uns so sehr wünschen. Und auch wenn wir aus Erfahrungen lernen, so werden wir jedes Mal wieder von unserem Herz regiert, wenn uns Liebe "passiert"!
Ich seh schon, irgendwie hab ich da ne andere Idee von.
01.08.2012, 14:18 von TaneaWas ist deine? Ich finde das interessant!
01.08.2012, 14:31 von LadyLNa, sich eben nicht zum Affen machen. Den Arsch vergessen, oder wenigstens so tun. Aus Skype rauswerfen, Nummer löschen. Leise weinen, Kopf hoch und weiter gehn. Nicht nach hinten schauen, und wenn nur kurz. Vorwärts, immer weiter. Und wenn er sich meldet, einfach cool bleiben. Fragen, ob er sie noch alle hat, was er will und wieso er so bekloppt ist sich gerade jetzt zu melden, wo ich ihn doch gerade, oder jedenfalls fast, vergessen habe.
01.08.2012, 14:39 von TaneaKurz, einfach im verbieten mit mir zu spielen.
(Es geht mir wirklich nur um den alten Kerl, nicht drum, wies mit nem anderen laufen würde).
Ja, da stimme ich dir vollkommen zu! Ich sage auch allen Frauen, die mich diesbezüglich fragen, dass sie nach vorne schauen sollen, den Typen einfach im Regen stehen lassen sollen. Aber ganz so einfach ist dass dann nicht, wenn man sich wirklich verliebt hat!
01.08.2012, 14:59 von LadyLAch, das ist die Frage, wie man damit umgeht, nicht wie verliebt man ist.
01.08.2012, 15:03 von TaneaMeine Meinung. Ich kann auch ganz schrecklich verliebt sein und beschließen, das der Mann das niemals erfährt. Oder ich sags ihm, er sagt, "OK, ich mag dich zwar, aber mehr nicht" und dann muß ich da auch mit klar kommen egal, ob ich ihn jeden Tag sehe oder er in Australien wohnt.
Muß denn immer alles im Leben Dram pur sein?
Drama pur?
01.08.2012, 15:03 von TaneaIch schon!
01.08.2012, 20:58 von EliasRafael@Tanea
Stimme unbedingt zu. Bei aller Verliebtheit oder wie in diesem Fall, fast schon "Obsession":
Und.... Nicht verzagen, Tanea fragen :))) Tanea, der Text ist nicht von mir! Ich wusste vor diesem Text gar nicht, was Chatroulette bedeutet. Käme für mich nie infrage. Never ever.
02.08.2012, 04:54 von Jackie_Greyihm!
02.08.2012, 04:56 von Jackie_GreyNie ist eben oft länger, als man sich vorstellen kann. :-)
02.08.2012, 10:29 von TaneaAlso Chiral!!!! Pssssstt.
Mit diesem NIE mache ich mir immer selbst Mut!!! :D
02.08.2012, 12:00 von Jackie_GreyIch auch :D Eine hat mal gesagt, mit mir würde es nie etwas geben, und dann gabs nachher mehr als mir lieb war.
02.08.2012, 12:21 von EliasRafaelNe, das ist eine andere, die mit dem "nie" hat mich danach ein paar mal angezeigt
03.08.2012, 09:58 von EliasRafaelWow, Ehrlich und so wahr! Ich hoffe, es geht dir bald wieder besser...Zwei Dinge dazu:
31.07.2012, 12:59 von LadyLSo promise me only one thing would you...
Just don't ever make me promises... no promises
Und:
http://www.youtube.com/watch?v=tgBptHFqG8g
Alles Liebe!
... :-)
01.08.2012, 10:27 von Jackie_GreySchönes Depué! Es erinnert mich daran warum ich keine Beziehung mehr unter fragwürdigen Umständen eingehen möchte.
31.07.2012, 09:59 von RodoxAtemlos u. hinreissend geschrieben. Mir gefällt der Text sehr. Und die "Verirrung der Gefühle" ebenfalls.
31.07.2012, 09:11 von Jackie_GreyEin Herz für diesen Text.
Irgendwie dumm gelaufen?
31.07.2012, 08:31 von Taneairgendwie extrem einfühlsamer Kommentar? ;)
01.08.2012, 00:24 von AnsoticaNa, wenn ich ehrlich bin kann ich mich da eben nicht einfühlen in den Text. Aber mein Kommentar war nicht bös gemeint. Halte den Text außerdem nicht für real erlebt.
01.08.2012, 08:28 von TaneaLeider doch sehr real ...
01.08.2012, 09:48 von lifeplaysharderirgendwie traurig
31.07.2012, 08:07 von EliasRafaelUnd die Uhr tickt tickt tickt...
31.07.2012, 06:42 von Mrs.McH