Puffelchen 28.11.2007, 16:56 Uhr 1 0

Rosa Nebel

Rosa Wolken durchdringen, die bleierne Stille, die meinen Verstand in zart-rote Watte packt. .

Die Wolken sind schwer, zerfressen vom sämtlichen Regen, der nicht fällt.

Unverzeihlich der Tanz auf der blauen Linie, der Tango an zwei Orten, zwischen Leben und Tod. Der Hochmut zu glauben, die Schrittfolge beherrschen zu können und die Arroganz von sich zu behaupten die Führung einnehmen zu können, stellen die Geduld der umgrenzenden Zuschauer auf die Probe. Die verweilen zwischen Langeweile und Herzenslust der traurigen Ein-Mann-Show endlich den Schubs zu geben.

Du fragst, wohin willst du gehen. Ich sage dir, dort wo Geruch, Gehör und das Sehen keine Rolle einnehmen, dort wo ich ein Mensch sein kann, der sich weit genug vom dem jetzigen entfernt hat um das Leben zu vermissen. Verständnis, dass hast du nicht. Ich auch nicht. Ewig wird ein Fuß vor den anderen gestellt und der Zwang die Musik zu mögen zu müssen und den Takt benennen zu können, breitet sich bis zur Obsession aus. Du bist ratlos. Verständlich …

Das Glas halb leer. Wind verkommt zu einem Sturm, reißt die letzten Fetzen der Sonne mit sich. Negativ, sagst du. Unwichtig welche Perspektive, die Situation dieselbe, sage ich. Die Haare kitzeln auf der Haut, ein wohliges Gefühl, trotzdem schnellt die Hand hoch und beseitigt den Eindringling. Lieber kriecht die Kälte die Wangenknochen hervor, frisst sich vor bis sie am blanken Knochen nagt.
Die Porzellanfassade ist schön, meinst du. So zerbrechlich, blass und in keinerlei Weise individuell, unverletzbar, einfach – deine bevorzugten Kriterien. Verstaubt und im Regal verstaut, zum Ansehen geeignet, wie die Menschen antworte ich mit glasigem Blick. Durchschlage die Normalität und beginne, das von mir zerknautschte Blatt zu lieben. So formlos, kompliziert, undbrauchbar und undefinierbar. Ein abgestumpfter Blick –Langeweile, kennt man schon, die Idee ist weit verbreitet, behauptet jeder.

Vernichte die Theorie, küsse den Kern und wage den Sprint zur Praxis. Rot die Lüge, geschrumpelt das Herz, erkenne die Hässlichkeit in allem, damit du die Schönheit wiederfindest. Totes Fleisch, hat einen ab sonderbaren, widerlichen Geruch, ist abartig erklärst du mir. Die Spur des Vergangen, des Existenten versuche ich zu berichten. Dir Unverständlich …

Gedanken pressen sich gegen die Schädeldecke versuchen einen Ausgang zu finden. Zwirbeln in den Strömen tausender Wattefäden. Fühle mit dem kleinsten deiner Zehen und versuche dann zu sagen, hält er mehr Schmerz aus, als dein gebrochenes Herz? Pochen, unaufhörlich … gehasst, geliebt, verletzt, ignoriert und doch immer pochend, das Wunder des Lebens versuchst du zu verkörpern. Pure Mechanik, ein gute Konstruktion, dein Herz, du jedoch unfähig ihm es gleich zu tun entgegne ich.

Verständlich. Nimm den Punkt und sieh er ist genauso unbefriedigend wie das Fragezeichen. Die Splitter im Holz verstecken und sich in deine Fußsohlen bohren, sind nicht weniger schmerzhaft, weil du weißt du hast keine Schuhe. Aussage um Aussage verhärtet sich und am Ende steht die Tatsache, wobei diese in Frage gestellt wird.

Wer bist du fragst du. Ich bin das schwere, wunderschöne Stück, das in deinem Herzen fehlt, sage ich. „Verständlich“ lächelnd beugst du dich herunter und endlich weiß ich wie es sich anfühlt bei dir zu sein.

1 Antworten

Kommentare

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    würde die person hinter diesen worten nicht so verletzen, würde ich sagen wie gut ich das hier finde.

    29.02.2008, 15:41 von calzifera
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