Reise ins Ungewisse
Zu zweit verreisen und sich dennoch alleine fühlen.
So in etwa kursieren meine Gedanken die letzten Tage um meine besorstehende 4-wöchige Reise in die USA. Seit Monaten mit meiner besten Freundin geplant. Hin- und herüberlegt, was wir anschauen möchten, welche Ziele wir ansteuern, wie lange wir bleiben. Zuerst existierte alles in unseren Köpfen. Dann irgendwann auf dem Papier. Schließlich die entscheidende Unterschrift im Reisebüro und die fehlenden Euros auf dem Konto. Eine Reise, die wir uns beide Wünschen. Meine beste Freundin, weil sie ein kleines Stück Welt nach ihren Studium anschauen möchte, ich, weil ich mich in die Ferne sehne. Seit Tagen überlege ich mir, was mir die bevorstehende Reise wohl bringen wird, ob ich zufrieden sein werde, mich dem was ich sehen und erleben werde. Ob ich vielleicht über das ein oder andere sogar enttäuscht sein werde. USA ist nicht die Welt, aber immerhin mein fernstes Reiseziel in meinem bisherigen Leben. Je näher der Reisetermin rückt, desto größer werden auch die Gedanken darüber, wie es wohl sein würde, wenn eines der acht Flugzeuge wohl abstürzen wird. Acht Flüge in immerhin vier Wochen. Was wird man wohl von mir dann sagen? "Sie war so ein liebes Mädchen und hat sich auf das Abenteuer gefreut", "Schade, sie hatte noch das ganze Leben vor sich", "Gehofft hat sie - auf die große Liebe", oder dergleichen mehr, was man dann eben sagt, in solchen Situationen. Was mich am meisten beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich am Flughafen alleine dastehen werde, während sich meine beste Freundin von ihrem Freund verabschiedet und ich vermutlich in dem Moment in meiner Tasche nach einem Bonbon kramen werde und betreten zur Seite schaue, damit keiner meine Tränen in den Augen bemerkt. Gelassenheit, gilt es in solchen Momenten zu bewahren und Stärke zu zeigen. Es ist eben kein Vergleich, wenn mich meine Familie begleiten würde. Nicht, dass mir meine Familie nicht wichtig sei, aber es ist nunmal nicht dasselbe. Genauso wird es bei der Rückkehr sein und beim Wiedersehen am Flughafen. Kein lieber Freund wird dich in die Arme schließen und dir ins Haar flüstern dass er sich freut, dass man wieder da ist. Es folgende keine leidenschaftlichen Nächte der Wiedersehensfreude, nichts. Ich werde nach Hause kommen, in mein Zimmer gehen und alleine in meinem Bett einschlafen. Zu erzählen, werde ich wohl viel im Gepäck mit dabei haben. Meiner Familie und anderen Freunden, aber so in diesen gewissen stillen Momenten werde ich mir wohl wünschen, diesem gewissen jemand kleine Urlaubsgeschichten zu erzählen, Eindrücke und Sehnsüchte, vom Sternenhimmel über Jamaica, von der Skyline bei Nacht in New York. Ich werde eine Reise antreten, mit dem Wunsch im Gepäck, dass mich jemand an sein Herz drückt am Flughafen und ebenso wieder in die Arme schließt.


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Kommentare
@oceaneyes danke für den hinweis...
07.07.2009, 15:38 von moni1984"...mit dem Wunsch im Gepäck, dass mich jemand an sein Herz drückt am Flughafen und ebenso wieder in die Arme schließt."
06.07.2009, 23:10 von frl_smillaDas ist so klebrig und teeniemäßig, so oft kann ich mir die Augen gar nicht waschen, bis ich diesen BRAVO-Ferienroman-Touch wieder aus den Augen gespült habe.
@frl_smilla tja, scheinbar kegst du keinen wert auf solche sachen. deine sache.
07.07.2009, 07:54 von moni1984@moni1984 mach dir nix draus, Frl Smilla liest ALLES und kommentiert ALLES ...
25.07.2009, 14:56 von EinfachNurAndreasMeine erste USA-Reise steht auch bevor, im September. Insgesamt fünf Flüge. Zwei Wochen. Mit zwei Freundinnen. Beide werden von ihrem Freund verabschiedet.
06.07.2009, 23:05 von girlcalledmIch kann total nachvollziehen, was du da schreibst.