MisterPeerJade 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 3

Regentropfen

der Wind hat all das was uns irgendwann verbunden hat ohne Erbarmen mitgerissen

Tausend Regentropfen fallen nieder, in meine Gesicht, ziehen an meinen Wangen entlang und tropfen an meinem Kinn herunter. Stillschweigend spüre ich die Kälte auf meiner nassen Haut.
Irgendwie habe ich mich verabschiedet von der Illusion Händchen haltend mit dir hier zu stehen, verliebt, keuchend, in voller Pracht emotionaler Ereignisse.Mein Arm hängt herunter und meine Hand ist alleine, kein Druck, keine Berührung, kein Strom der durch die Glieder zieht, ein Gefühl von Nichts, ein Gefühl des Abschiedes.Mir war bewusst das dieser Moment eines Tages über uns hinein brechen würde, aber so schnell? Ohne Anmeldung, ohne auf die Chance das Vergangene zu genießen?Es ist vorbei, der Wind hat all das was uns irgendwann verbunden hat ohne Erbarmen mitgerissen.Mir blieb nur der Blick auf das was war, vielleicht ist es sogar besser so. Kein Augen kneifen, kein Moment der Angst, es verschwand und ich habe zu keiner Sekunde etwas mitbekommen.Ich würde gerne diesen Moment verteufeln, ihm die Pest an den Hals wünschen, aber es war die grundehrliche, ungeschminkte Wahrheit die mir dich nahm, die verträumten Erinnerungen.Ich würde gerne weinen, aber wieso? Es war schmerzlos, erwartet, kein Stich, nur der sanfte Hauch, ein warmer Kuss deinerseits, der Schatten der sich nicht kommentarlos verabschieden wollte.


Ich öffne meine Augen, es ist nebelig, kalt und meine Haut ist nass.


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