PinkahPandah 08.01.2018, 18:23 Uhr 45 13

Östlich von Herne

Damals zum Abschied hattest du gesagt, dass es so nicht klappen kann. Wir wären zu jung und du hättest noch so viel vor.

Damals zum Abschied hattest du gesagt, dass es so nicht klappen kann. Wir wären zu jung und du hättest noch so viel vor. Was das war und warum du das alles nicht mit mir machen könntest - die Antwort bist du mir bis heute schuldig. Du wolltest erstmal nachdenken und dich selbst finden. Dabei hatte ich dir das Kreuz für das Ziel der Reise riesengroß auf mein Herz tätowiert. Hatte dir die Brotkrummen direkt vor die Füße geworfen, aber gesehen hast du sie nie. Bist lediglich drüber gelaufen und hattest immer wieder nach dem richtigen Weg durch deine Studienzeit gesucht.

Ankommen. Dich selbst finden. Zwei Aussagen, die dein Paradigma, dein Pamphlet waren. Du mantrarisiertest sie zum Exzess. Du warst auf der Suche nach dir selbst, aber suchtest doch nur in der dir scheinbaren Tristesse der anderen um dich herum. Tristesse. Ein Wort, das du nur zu gerne verwendet hast. Für die Stadt und die Menschen um dich herum. Du wolltest Sex and the City auf dem Set eines Rosamunde Pilcher Films. Die Stadt wurde dir zu kleingeistig oder du der Stadt zu oberflächlich. Vermutlich war es eine Mischung aus beidem. Du tauschtest Freundschaften gegen Bekanntschaften und tiefe Gespräche gegen den Smalltalk an der Bar.

Immer wieder stand ich dir zur Seite. Hoffte, dass du erkennen würdest, was du mir bedeutetest. Kümmerte mich um dich. Deine Seele. Deine Gedanken. Deine Lust zu Leben. Eigentlich immer - aber ganz besonders dann, wenn dir die Neonlichter keinen Halt mehr gaben. Der Alkohol verflogen war. Und die kleinen weißen Bahnen abgefahren. Jedes Mal. Jedes verdammte Mal flickte ich dich wieder zusammen. Nahm dir die kruden Gedanken ab. Und das Versprechen, dass du dich bessern würdest. Dann gingst du wieder. Ein Kuss auf die Wange. Ein gehauchtes bis bald. In meinem Kopf ein komplettes Leben ausgemalt. In deinem bereits schon wieder die Suche nach der nächsten Party.

Nicht, dass dir die Party das Geringste gebracht hätte. Sie diente einzig deinem verzweifelten Versuch deine Existenz, dein Überleben, vor dir selbst zu rechtfertigen. Du bekämpftest deine innere Leere mit einer anonymen Masse um dich herum. Versuchtest soviel wie möglich von der Masse, in den wenigen Stunden der Nacht, in denen du bei Besinnung warst, in dir aufzunehmen. Du konntest es dir und den wenigen Menschen, die dir noch geblieben waren, nicht eingestehen, dass du dich auf deinem Weg hoffnungslos verrannt hattest. Das Eingeständnis der eigenen Fehlbarkeit war für dich schlimmer, als das eventuelle Platzen der durch Pillen und Puder erzeugten Seifenblase in deinem Kopf.

Verlust und Einsamkeit, hervorgerufen durch eigene Fehler, manifestiert sich nur zu oft in einem blinden Hass auf alles um einen herum. Ein Hass der oft genug wiederholt in der eigenen kleinen Welt zur Wahrheit wird und eine fast unüberwindbare Distanz, zu jeden der einem helfen könnte, aufbaut. So wurde auch bei dir erst der Kontakt mit den anderen und dann irgendwann auch der zwischen uns weniger. Bis du dich gar nicht mehr gemeldet hast und man dich nur noch mit zuckenden Augen früh morgens auf den Tanzflächen dieser Stadt sah.

Mittlerweile wohnst du wohl irgendwo östlich von Herne. Wurde mir zumindest zugetragen. Aber irgendwann wirst du mir die Geschichte dazu noch erzählen. Denn auch östlich von Herne gehen irgendwann die Neonlichter aus, wird der Alkohol alle und es gibt keine kleinen weißen Bahnen mehr. Dann wirst du dich wieder melden und ich, obwohl ich es besser weiß, werde für dich da sein. Auch wenn du danach wieder weglaufen wirst. Aber wenn ich ehrlich bin, keiner läuft so schön davon wie du.

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45 Antworten

Kommentare

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  • 1

    stimme Frau Glücksaxt zu weiter unten im Kommentar.  Nirgends den Hauch eines "Arguments" im Text, warum der Erzähler sich der verpeilten Chaos Görl Flöte so zu Füßen wirft und mit seiner kadavergehorsamsten Ergebenheit (a la "egal wie hoch du die Scheiß auch stapelst, ich werd dich ümmer ümmer wieder aufnehmen und nich sagen wie widerlich es stinkt) und ihr genau damit obendrein astrein die Chance nimmt, sich mal sowas wie 'n Charakter zuzulegen.  

    Da brauch sich auch keiner mehr über mit Unterstützung und Vollgas verkorkste soziale Kettensägen im Resultat wundern. noch besser und schneller geht's natürlich in waschechter Co-Abhängigkeit zu "verhaltensorigineller" Selbst- und Fremddestruktion .   

    20.03.2018, 15:36 von schauby
    • 0

      Ich verweise gerne wie du auf die dann angeführte Diskussion.

      Aber wie schon damals. Der Text muss nicht allen gefallen und viele hätten ihn anders geschrieben. Für mich hat er sich so beim schreiben ergeben und ist so rund.

      Von daher danke für deinen Input und cih kann ihn wie unten auch nachvollziehen. Sehe es in diesem Falle aber anders.

      No hard feelings. Danke für die Mühe des Kommentars. :)

      20.03.2018, 15:48 von PinkahPandah
    • 0

      ich finde den Text ganz und gar nich schlecht, auf jeden Fall gut geschrieben und (kontrovers) thematisch anregend, wie man ja auch sieht. 


      es geht/ging in dem besagten um eine zentrale inhaltliche Sache, der Figuren und ihrem Verhalten  
      nich um Gefallen des Textes in Form und Sache.    

      ..als denn, merci dir auch
      und
      Salute

      20.03.2018, 16:16 von schauby
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  • 3

    Paradox ist die Welt... so vieles im Miteinander.



    "Verstanden werden" heißt für manche (insbesondere
    die, welche vor sich selbst auf der Flucht sind, mit allerlei wildem bis grotesken
    Kompensieren, Zwänge, Süchte, die Sucht im Außen nach "Ich bin okay oder ?"
    usw.. die, die sorgsam gepflegten Egopanzer und Bestätigungs-Masken mit dem wahren
    Selbst darunter verwechseln, mitunter überhaupt nie wussten was das ist)

    "verstanden werden" NICHT da berührt und hinterfragt zu werden, wo
    ihre empfindlichsten Wachstums- und Entwicklungsblockaden zittern.

    Weil da die Angst ist.. und Angst is ein fieser Spielverderber... denn Angst
    gehört nicht zum Leben.. nein, nein Ängste haben draußen zu bleiben... 

    ...und deshalb
    wuchern sie so prächtig und verrennen sich in den bizarrsten Ersatzteilen von Glück,
    von "Spaß" .. und im Grunde nur Selbstbestrafungen.   


    Es ist schwer mitunter aber oft das einzige was hilft: sie auf ihrem selbstverlorenen
    Film, den sie für Selbsterhöhungen halten, fahren zu lassen.. ihrer
    Selbstverantwortung auszusetzen, eben nicht den Retter, den Helden machen. Bis sie bestenfalls
    ganz von selbst, mit wehenden Fahnen und im Brustton der Überzeugung, gegen die
    Wand der Selbsttäuschung, die Mauern des Irrationalen, die Schutz sein wollen, donnern.


    Und wenn nicht - umso besser.  



    "Die einzige Möglichkeit Veränderungen herbeizuführen, lag bestenfalls
    darin, den Leuten möglichst total und radikal die Konsequenzen ihrer Verhaltensweisen
    vor Augen zu führen sie also möglichst schnell mit der ersehnten Schokolade so
    vollzustopfen, dass sie kotzen mussten."
    (Bazon Brock)

    12.01.2018, 21:16 von schauby
    • 2

      im übrigen ist es wichtig zunächst zwischen menschengemachten/ kulturellen/ ideologischen und basal naturgegebenen Konsequenzen zu unterscheiden.


      ohne Fallschirm aus nem Flugzeug oder vom Fußhocker zu springen, ist nicht das gleiche in konsequenter Ursache und Wirkung

      wie der Fall, ob man in Nordkorea oder in Norwegen freie Meinungsäußerung praktiziert.     

      13.01.2018, 00:28 von schauby
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  • 1

    "Nur aus der Ferne, denk ich an Herne."
                                                             Hainrich Haine

    12.01.2018, 19:30 von mirror87
    • 0

      Ja gut. Der Typ halt auch.

      13.01.2018, 10:27 von PinkahPandah
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  • 1

    Sehr schön!

    11.01.2018, 09:22 von Pesada
    • 0

      Danke

      11.01.2018, 09:54 von PinkahPandah
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  • 1

    Hmmm,. same same, nur diesmal aus männlicher Sicht. Diesmal will ein Mann eine Frau "retten".
    neben all dem tragischen, stellt sich mir die Frage, die leider offen bleibt- warum hängt der Protagonist so an dieser Frau, die durchgehend kritisiert wird? Am schönen Gang kanns ja nun nicht liegen ^^

    10.01.2018, 21:44 von Gluecksaktivistin
    • 4

      Die Liebe zeigt sich doch weniger in den perfekten Rahmenbedigungen als in der unerklärliche Begeisterung für jemanden.

      11.01.2018, 09:48 von Feodor
    • 2

      Ja klar, aber meistens weiß man trotzdem sehr genau, warum man den anderen mag, was einen fasziniert. Ich lese hier nur die negativen Seiten der Frau...

      11.01.2018, 10:09 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Aufgrund der Tatsache das es sich hier nicht um einen Tagebuchtext sondern eine fiktive Erzählung handelt habe ich bewusst auf mögliche positive Aspekte der Person verzichtet - da ich sie für mich in keinem sinnvollen Zusammenhang hätte einbauen können. 

      Generell ist das Thema Liebe für mich aber auch nicht an Eigenschaften festzumachen. Vielmehr ist es die Grundstimmung die eine Person hervorruft. Auch wenn die Person der größte Arsch der Welt ist kann sie unter Umständen ein ultra positives Gefühl auslösen und ist damit prädestiniert für solch eine Situation.

      11.01.2018, 10:16 von PinkahPandah
    • 0

      Ist ja alles egal, aber so ist der Text für mich einfach nicht rund. Mir fehlt die Aura, also bis auf den letzten Satz mit dem "schönen Gang" bleibt mir die Frau in ihrer Anziehungskraft zu verschwommen. Lesen ist ja immer subjektiv, andere stoßen nicht daran :) So ist es ein Text wie viele andere hier mit immer dem gleichen Thema in der xten Variation

      11.01.2018, 10:51 von Gluecksaktivistin
    • 1

      Würde eine Ausweitung der Eigenschaften der Dame denn dazu führen, dass dieser Text ein anderes Grund-Thema hat? Wenn nicht ist der letzte Satz von dir halt eher so pauschalisierend und unachtsam geschrieben. 

      Bieten nicht nur angedeutete Werte bzw. gar keine Vorhandenen Eigenschaften gerade die Möglichkeit Dinge hineinzuinterpretieren und somit die Geschichte eher im eigenen Leben wiederfinden zu können? Eine Stärkere Immersion herbeizuführen?

      11.01.2018, 11:41 von PinkahPandah
    • 0

      Panda, darum gehts glaube ich gar nicht. MIR hätte der Text besser gefallen, wenn da mehr über die Frau geschrieben worden wäre, ode rwenn ich halbwegs hätte nachvollziehen können, warum die Figur die Frau begehrt, trotz allem. So ist mir das zu einseitig. Man hätte auch alles Negative nur andeuten können und dann mehr über die Anziehung schreiben. Hast du aber nicht. Und so ähnelt der Text eben sehr vielen anderen hier. Er ist für mich quasi austauschbar und redundant.

      11.01.2018, 12:27 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Fair enough. Jedem seine Meinung. ;) 


      Aber bitte mit h :D

      11.01.2018, 13:07 von PinkahPandah
    • 0

      Ist eben ein wenig resigniert, der Herr Protagonist...

      12.01.2018, 11:17 von sailor
    • 2

      Da gibts ne schöne Theorie zu "vorbidden toy paradigm"
      Je weniger man etwas bekommt, desto interessanter und subjektiv wertvoller wird es für einen lach.
      Sowas kann zur Lebensaufgabe werden, solchen Menschen hinterherzurennen ;) Dann ma viel Spaß dem Protagonisten und schönes (verpasstes) Leben noch ^^

      12.01.2018, 11:22 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Ich kann das eine tun, ohne das andere zu lassen...
      Vielleicht schreib ich mal einen Text darüber, wie es Dank des Internet nach 16 Jahren Funkstille und stillen Selbstvorwürfen doch noch zu einer wunderbaren Freundschaft kam...
      :)

      12.01.2018, 12:19 von sailor
    • 1

      Und dann krieg ich ganz ganz ganz viel 'Voll schön'-Kommentare...

      Ich freu mich schon...
      :D

      12.01.2018, 12:20 von sailor
    • 0

      Voll schön die Idee.

      12.01.2018, 13:53 von PinkahPandah
    • 0

      Voll schön der Kommentar.

      20.03.2018, 17:11 von mirror87
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  • 1

    Keiner läuft so schön davon wie Du.. 


    wow der.letzte satz macht den text noch toller

    10.01.2018, 20:06 von Svenskeren
    • 0

      Danke dir. Is aber mehr oder weniger ein Liedzitat. Von Nisse. Welches Lied sag ich net. sind alle gut. :D

      11.01.2018, 09:55 von PinkahPandah
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  • 1

    Schöner Schluss. 


    Es ist mir seit je ein Rätsel, inwiefern Drogenkonsum der 'Selbstfindung' förderlich sein sollte. 
    Aufklärung nehme ich dankbar entgegen.

    10.01.2018, 17:06 von sailor
    • 0

      Ich mach das mal so etwas 'angekratzt' zum Thema, weil mir grad die Zeit fehlt nach fundierten Meinungen/Artikeln zu suchen und das hier jetzt auch nur auf mich bezogen, denn jeder hat ja seine eigene Wahrnehmung. :)

      Beispiel Cannabis; Kann helfen sich etwas mehr in gewissen Momenten auf sich zu konzentrieren, Empfindungen, Eindrücke etc. Selbstfindung ist in meinen Augen auch ein seltsamer Begriff, denn dann müsste man sich ja erstmal verloren haben... Nun, aber es kann halt helfen bei der Selbstwahrnehmung der Sinne und dies kann einem dabei helfen, ggf. in etwas chaotischen Situationen, das für einem selbst, Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. Mehr bei sich zu sein.

      Weiß jetzt nicht ob das klar ausgedrückt ist. ^^ (Hab aber nix geraucht.)

      10.01.2018, 17:23 von Fin_Fang_Foom
    • 0

      Weiß ich auch nicht...
      :D

      10.01.2018, 17:31 von sailor
    • 0

      Du schaffst das.

      10.01.2018, 17:36 von Fin_Fang_Foom
    • 0

      Tschakka...

      10.01.2018, 17:48 von sailor
    • 0

      Morgens finde ich mich erst nach 2 Tassen Kaffee. Aber Kaffee ist ja keine Droge und du willst auf etwas anderes hinaus.

      Es mag in bestimmten Situationen sinnvoll, wenn man Drogen konsumiert um sich selbst zu finden. Das besiehe ich jedoch nicht auf Rauschmittel außerhalb des medizinischen Nutzen zur Fokussierung und Darlegung einer Problematik. Eine Dauerhalte Behandlung halte ich für problematisch, da sie nur unterdrückt.

      10.01.2018, 17:49 von jetsam
    • 2

      Berauschte Zustände haben wenig mit Selbstfindung zu tun. Es sind gewählte Ausnahmen, die bestimmte Emotionen und Wahrnehmungen ausreizen, hoch- oder runter pushen und egalisieren. Sich selbst findet man in den Nebeln nicht wieder, außer sie stellen einen Dauerzustand dar. Vielleicht lernt man etwas über Kontrolle von Wahrnehmungen und Emotionen. Häufig wählt man die Mittel, um seinem Ich kurzzeitig zu entfliehen, aus- oder einzublenden. Das wars aber auch schon. Eine positive Selbstfindung entdeckt man wohl eher anders. 

      10.01.2018, 21:59 von Bergfenster
    • 1

      @ Bergfester, dieses von dir erwähnte Egalisieren, trifft aus meiner Erfahrung, ggf. bei Dauerextremkonsumenten zu. Aber da stellt sich generell die Frage nach dem Wieso. In meinen Augen liegt da dann was schwerwiegenderes vor... Klar, dann kann es runter ziehen, weil es ja die aktuellen Emotionen verstärkt. Glaube wie bei allem, dass die Dosis und die Art der Nutzung ausschlaggebend sind. Wenn man mit einem Menschen den man sehr mag oder liebt, gemeinsam Konsumiert, was weiß ich, in der Nacht im Wald, am Meer etc. kann es ein durchaus erhellendes Erlebniss sein, da es ja die geraden eigenen Empfindungen multipliziert. Deswegen glaube ich, dass es ein Stück weit in Momenten, es möglich ist, etwas näher an sich zu rücken, auf Signale und Sinne usw. zu achten, die man sonst vielleicht übersehen hätte. Sich einfach nur die Birne wegzuquarzen aus Langeweile, wird da sicherlich nicht förderlich sein, aber eben in Maßen, halte ich es für bedenkenlos. Das Maß muss auch jeder für sich bestimmen, bei mir vielleicht alle Jubel Jahre, beim anderen monatlich. 

      Was ja nicht bedeutet, solche Zustände auch anders herbei führen zu können, durch Konzentration ... Aber es kann manchmal nicht jeder gleich auf Kommando abschalten. Meine Meinung also, es kann bereichernde sein, muss aber nicht... Es gibt ja genügend die ohne, ein Lebenlang sehr erfüllt leben. :]

      11.01.2018, 07:47 von Fin_Fang_Foom
    • 0

      ...und zorrie, vong Händi her is daz pfoll plöt, lengäre Tächste zu schreipen.

      11.01.2018, 08:17 von Fin_Fang_Foom
    • 2

      Ich probier's mal. Man erkennt eventuell erst im Rausch gewisse Defizite, an denen man dann nüchtern arbeiten kann. Man hat eine neue Vergleichsebene. Wenn ein Mensch, der viel mit sich selbst hardert, plötzlich krasse Selbstliebe in einem Mdma-Rausch erfährt, erkennt er vielleicht, dass gewisse Dinge sonst in ihm verkehrt laufen und er sucht dann nach Lösungen für Probleme, die er ohne diese Erfahrung gar nicht erst erkannt hätte. Und das kann definitiv der Selbstfindung förderlich sein.

      11.01.2018, 19:06 von Matsumoto
    • 1

      OK... Ich verstehe, was du meinst. Ich habe diese Erfahrung bisher nicht gemacht, will gleichzeitig diesen Therapeutischen Erkenntnisgewinn kategorisch ausschließen. 


      12.01.2018, 09:52 von sailor
    • 1

      *nicht* kategorisch – da sollte 1 Wort noch zwischenrein vong Satzbau her.

      12.01.2018, 11:15 von sailor
    • 0

      Da muss der Kontrast aber schon sehr hoch sein für einen durchschlagenden Erkenntnisgewinn zur Selbstfindung. Einfach mal mdma und man erkennt vielleicht Probleme, ist da ein bisschen zu flüssig. Ich will’s nicht ausschließen, halte es aber für ein eher sehr seltenes Phänomen. Gerade weil der Wirkungsbereich nicht so klar abgegrenzt werden kann, um da eigene Verhaltensmuster mit dem nüchternen Zustand abzugleichen. Vielleicht bereichert die andere Sichtweise manchmal, aber die erfüllte Selbstfindung...ich weiß ja nicht.

      14.01.2018, 07:44 von Bergfenster
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  • 0

    Schöner Schluss. 


    Es ist mir seit je ein Rätsel, wie man auf das schmale Brett kommt, drogenmissbrauch wäre der 'selbstfindung' förderlich... 

    09.01.2018, 06:11 von sailor
    • 0

      Einen Missbrauch halten wohl auch nur wenige für förderlich...

      09.01.2018, 13:28 von Matsumoto
    • 0

      Nunja... Die Tante im Text anscheinend schon.. 

      10.01.2018, 09:02 von sailor
    • 0

      Wirkt auf mich wie ein Pauschalurteil.

      Ich denke, dass Drogen durchaus 'förderlich' sein können und deswegen finde ich dein "schmales Brett" etwas anmaßend.

      10.01.2018, 16:01 von Matsumoto
    • 0

      Bezieht sich nur auf die 'Selbstfindung'.
      Aber du kannst gerne Aufklärung walten lassen, inwieweit Drogenkonsum Selbstfindung fördert...

      10.01.2018, 16:16 von sailor
    • 0

      ...fördern kann...

      Wieso schließt du es kategorisch aus?

      10.01.2018, 17:34 von Matsumoto
    • 1

      Tja... Gute Frage.

      Vielleicht, weil ich von den vielfältigen Drogenkonsumenten noch nie einen getroffen habe, der im Moment des Konsums etwas klarer gesehen hätte, was über diesen Moment hinaus Erkenntnisbestand gehabt hätte...

      Und ich deswegen glaube, das einen nüchterne Penetranz sich selbst gegenüber da weiterbringt.
      Ich möchte betonen, dass es nur um Selbstfindung geht...
      :)

      10.01.2018, 17:48 von sailor
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