nurluftundluegen 11.02.2018, 12:18 Uhr 0 6

Nur ein weiterer Text über sowas

..die guten Gefühle, lass sie die Überhand gewinnen.

Ein Teil, ein kleiner Teil nur, deines Lebens sein. Etwas das dir am Herzen liegt, etwas das dir wichtig ist, etwas wonach du fragst, wonach du dich sehnst. Etwas mit Bedeutung, etwas mit Gefühl. Ein bisschen nur. Ein kleines bisschen von mir, in dir, in deinen Gedanken, egal wo du bist, und das Gefühl des Vermissens, das beim anderen sein müssen, die guten Gefühle, lass sie die Überhand gewinnen.

Wenn ich alleine bin, dann bin ich alleine mit mir, gefangen in den Gedanken, die ich nicht abschalten kann, an denen ich mich aufhängen will, die mir den Mut und die Kraft rauben. Wenn ich dich brauche, dann meine ich, dass ich dich brauche. Deine Arme um mich, das Gefühl, kurz ein wenig gehalten zu sein, zumindest für den Augenblick, ein Augenblick in dem alles okay ist, in dem alles sich okay anfühlt, in dem ich den ganzen alten Ballast, den treibenden Alltag, den Stress, all das Vergesse, was mich nicht mehr richtig denken lässt.

Dann lass ich alles fallen, meinen Vorhang, mich selbst, dann siehst du mich an und du siehst mich unverpackt, ein Blick der alles und am Ende doch eigentlich gar nichts sagt. Eine Ruhe, die sich über meinen Körper hermacht, eine Ruhe, die das tobende Meer in mir, ganz still macht. Wenn du deine warmen Finger, zwischen meine legst, beginnt etwas in mir, zu glauben, zu pochen, zu fühlen, dass da mehr sein kann, ich will nichts sagen, und alles sagen, will bleiben, könnte man nur, Augenblicke für die Ewigkeit anhalten.

Wenn du mich berührst, mit Blicken, mit Händen, mit deiner Haut, auf meiner, dann fühle ich, dass ich richtig bin, dass ich nirgends anders bin, sein will, nur immer hier, dass ich unter deine Decke, unter deiner Haut, zwischen deinen Atemzügen sein mag. Nichts lieber als das.

Und wenn ich sage, du fehlst mir, du fehlst, weil du nicht neben mir liegst, dann meine ich, dass mich das Leben erdrückt, das es sich schwer auf mich legt und ich es nicht schaffe, es abzuschütteln, dass ich kurz nur stark bin und dass ich dem Standhalten manchmal so satt bin. Dann fehlst du. Deine dummen Ideen, dein schiefes Lächeln, dein „stell-dich-nicht-so-an“ Blick und die skeptischen Falten auf deiner Stirn.

Wenn ich alleine bin, bin ich bei mir, manchmal wäre ich gerne woanders. Vielleicht bin ich empfindlich, vielleicht ist das ja unwichtig, und wenn du mich fragst, ist alles okay, denn manchmal fühle ich mich so unwichtig. Dann brauche ich, dich, der mir sagt, dass ich es nicht bin und dich, der mir sagt, dass es ihn interessiert, was mein wirrer Kopf und mein hoffnungsloses Herz so zermürbt. Was mich so aus der Bahn wirft, warum ich so unglücklich bin, obwohl ich keinen Grund dazu habe und warum ich dem manchmal nicht entkomme, warum rennen und atmen so anstrengend sind.

Und warum du meine Pause bist, das durchatmen, das anhalten und das einmal kurz festhalten und einmal kurz geborgen fühlen.

Wenn ich sage, dass ich an dich denke, dann meine ich, dass jede Zelle meines Körpers schreit, dass mein Kopf ein durcheinander ist, und aufräumen heute so anstrengend ist, dass der Gedanke an dich, Beruhigung ist, ein Wunsch ist, ein bisschen Sehnsucht die mitschwingt.

Wenn ich dich so ansehe, dann halte ich dich fest, mit meinen Augen, bis sie brennen, dann brenn ich ihn in mir ein, diesen Moment, dann halte ich kurz an, die Zeit und alles was sich mit ihr bewegt, dann versuche ich ohne Worte zu sagen, was du bist, für mich, was es mir bedeutet, das du in meinem Leben bist und mein Kinn zuckt, meine Lippen sind schwer, sie bewegen sich nicht, nur ein seufzen, ein tiefes, ein wahnsinnig tiefes einatmen, alles einatmen, und ein leises „Danke.“, nur weil, nur dafür, das du da bist.

Nur damit du weißt, was ich meine, wenn ich sage, dass ich dich brauche.


Tags: verliebt, liebe
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