Nur ein paar Worte
Nur ein paar und vielleicht nicht mal genug, aber vielleicht mehr, als ich dir jemals gesagt habe.
Ich erinnere mich an unsere erste Begegnung, an unsere ersten Blicke, damals und so lange her. Ich weiß noch, hab diesen Blick von dir nicht vergessen. Diese fragenden schüchternen Augen, deine Augen. Und die Tage danach. Wirst du anrufen, wirst du nicht? Warum ruf ich dich nicht an, warum nicht? Und du hast. Für mich, für uns. Damals.
Damals ist lange her.
So viele Jahre seitdem. Seit diesem Damals. Wir haben geliebt, wir haben gelebt. Und wir haben gelitten und durchgemacht, durchgemacht, was Leben heißt. Manchmal jeder für sich, und oft zusammen. Wie viele Male habe ich dich in unseren Nächten beobachtet? Dann, wenn du geschlafen hast, dann, wenn du nicht sehen konntest, dass ich dich beobachtete, dich gespürt, gerochen und ganz sanft festgehalten habe. Nachts, wenn du schliefst und nicht merken durftest, dass ich dich gehalten und gespürt und gerochen und gestreichelt hab.
Ich hätte dies alles tun sollen, an Tagen, dann, wenn du wach bist und es spürst und siehst und fühlst. Ich konnte nicht, hatte Angst, nicht vor dir. Aber vor mir und meinem Mut. Dir zu zeigen, ich lieb dich, ich will dich, dich, uns und unseren gemeinsamen Weg. Dich und deine Liebe zu mir, dich, so wie du bist und so, wie wir beide sind, dich und meine Liebe zu dir. Uns.
Du und ich.
Ich konnte nicht. Ich konnte nicht.
Und jetzt. Jetzt kannst du nicht mehr. Nicht mehr mit uns , nicht mehr mit mir. Und jetzt, jetzt wo alles Vergangene von mir abgefallen ist, jetzt wo ich dir endlich zeigen, dich fühlen lassen könnte, das, was da in mir pocht, das, was dich vom ersten Tag an geliebt hat. Ohne wenn und aber, das, was ich dir bis heute nicht wirklich und nur versteckt zeigen konnte und dir jetzt so gerne in deine Hände , in dein Herz legen würde.
Damals.
Ja, Damals ist lange her. Und ich wünschte dieses Damals wäre nie geschehen, zwischen dir und mir, zwischen uns. Vielleicht hätte dich dieses Damals ohne uns glücklicher gemacht, wer weiß. Vielleicht wären wir uns heute und jetzt begegnet, heute, so wie es ist. Ohne dieses Damals. Und vielleicht hättest du mich auch so angeschaut, wie damals, mit diesen Augen, so schüchtern und so schön und so du.
Und vielleicht gäbe es dann für uns kein Damals, sondern nur das, was jetzt und Morgen ist. Dich und mich und nur wir beide.
Ohne ein Damals und ohne ein Vielleicht…



.jpg)

Kommentare
I wish I wouldn't understand it so well.
23.05.2008, 22:26 von MorgenrotApplaus!
@[Benutzer gelöscht] Ich liebe Protestempfehlungen...
05.11.2007, 21:31 von Kiyan;-)
@Kiyan ...ähem, liebsten Dank, Kollege!
05.11.2007, 21:32 von KiyanGuten Abend,
04.11.2007, 20:34 von trooperKiyan, Du hast wieder einmal sehr schön beschrieben... mmh... beschrieben ... mit treffenden Worten ausgedrückt, daß `Liebe`unheimlich egoistisch ist, sein muss, aber eben eine Blume an der man sich ewig erfreuen könnte - wenn mann sie denn regelmäßig gießen würde. Was für die Blume das Wasser, sind wohl für den Menschen - Worte, Gesten, Taten und nicht nur das blose "Wissen", welches sich im Kopf aber eben nicht im Herze abspielt.
Wunderschöne Worte in Deiner Dir typischen furchtbaren Schreibe ;)))
Viele Grüße - trooper
ja sehr schön
03.11.2007, 19:33 von Potzmuppewunderschön...
03.11.2007, 11:23 von AnnanymusWas für ein aufgewärmter Schmus.
02.11.2007, 18:42 von cephirionHast du nicht selbst bessere Texte bei der Redaktion eingefordert?
hätte werde würde vielleicht.. kann einen verrückt machen :-(
02.11.2007, 14:47 von unicorna"Ich hätte dies alles tun sollen, an Tagen..."
02.11.2007, 09:50 von SonglineJa. Dies ist eine Geschichte der verpassten Gelegenheiten, nicht wahr? Aber wir sind, wie wir sind. Manchmal gelingt es jemandem, der uns sehr liebt, uns etwas anders zu machen. Manchmal...
"Vielleicht hätte dich dieses Damals ohne uns glücklicher gemacht, wer weiß. "
Nein. Denn hätte dieses Damals nicht auch Glück bedeutet, hätte es nicht so lange gedauert.
Dies ist eine Konjunktiv-Geschichte. Und ich hasse Konjunktive. Weil dieses ganze Nachdenken über "hätte, wäre, wenn" uns keinen Millimeter weiterbringt.
Es ist wie es ist. Und es ist traurig, dass es so ist. Unendlich traurig.
so wie ich es nie ausdrücken könnte...
01.11.2007, 22:34 von estreja