glitzerlinings 11.01.2015, 21:02 Uhr 0 0

Nur an einem Tag

Ich weiß dass es irgendwie nicht richtig ist, dir das zu sagen, aber es fühlt sich trotzdem richtig an, vor allem fühlt es sich wichtig an.

Es ist 14.05 Uhr. Ich schaue nervös zur Uhr. Drehe mich nervös zur Tür hinter mir. Ich schaue auf mein Handy, es sind nochmals 2 Minuten vergangen. Ich schaue immer schneller zur Uhr, zur Tür, aufs Handy, zur Uhr, Tür, Handy. Ich habe Angst dass du nicht kommst. Ich fange an immer unruhiger zu werden, meine Hände schwitzen. Ich male mir in meinen Gedanken aus, ob du wegen mir nicht kommst. Waren meine Nachrichten an dich doch zu viel? Ich wusste es! Diese verdammten Katzen! Wie schlecht von mir, dich zu fragen ob ich deine Katzen sehen darf! Und dann spüre ich es, drehe mich ein letztes mal um, und sehe dich hinter mir. Deine Augen suchen den Raum nach mir ab. Ich lächel dich an und unsere Blicke treffen sich. Ich drehe mich nach vorne und atme noch einmal tief ein, bevor du in den nächsten paar Sekunden neben mir sitzt. Mein Herz klopft, ich bin immer noch nervös, aber ich fühle mich besonders, weil du da bist. Du stehst neben mir und begrüßt mich mit einem lockeren, hey  wie geht’s. Ich sterbe fast und weiß nicht was ich sagen soll. Ich grinse nur doof. Wir sitzen eine Weile einfach nur so da. Du folgst der Vorlesung. Ich folge meinem inneren Gleichgewicht und versuche meine Mitte zu finden. Alles was ich höre ist mein Herzschlag. Ich atme noch einmal tief ein und nehme all meinen Mut zusammen, schaue dich an, versuche mich nicht in deinem schönen Gesicht zu verlieren und beginne zu reden. Ich erzähle dir, wie sehr ich mich jedes mal  auf diesen einen Tag in der Woche freue. Dass ich das erste mal seit 4 Jahren gerne in die Uni gehen und wie sehr du mich motivierst und inspirierst. Auf einmal fühlt sich alles so echt an. Ich bin endlich angekommen. Und nach einer kurzen Pause füge ich noch hinzu, dass ich dich gerne öfters sehen möchte. Ich versuche nicht auf den Boden zu schauen sondern deinem Blick stand zu halten. Ich weiß dass es irgendwie nicht richtig ist, dir das zu sagen, aber es fühlt sich trotzdem richtig an, vor allem fühlt es sich wichtig an. Während wir uns immer noch anschauen denke ich, dass ich es nun verdorben habe, dass ich dich nie wieder sehen werde. Aber dann nimmst du meine Hand, unter dem Tisch, niemand kann uns sehen. Du zögerst, weil du weist dass es nicht einfach ist sich darauf einzulassen. Aber dann flüsterst du mir ins Ohr, lass uns öfters sehen und gibt’s mir einen leisen aber sehr schönen Kuss.

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