Bekkilacht 22.09.2017, 23:30 Uhr 0 0

Nummer 0.2014

Vom Anfang und Ende, Loslassen und Springen

Loslassen und Springen



Jahre haben wir miteinander verbracht. Jahre voller Glück, Sehnsucht und Hoffnung. Hoffnung darauf, das alles gut wird. Irgendwann, wenn wir beide unsere Träume verwirklichen können. Unterschiedliche Träume. Aber wir wollten doch beide nur, das der andere glücklich ist. Glücklich gemeinsam, das schien das gemeinsame der Träume zu sein.

Ansonsten

Dein Traum, so realistisch und hart, so gar nicht meiner. Mein Traum, mehr eine Illusion, ein Wunschdenken. Du lachtest darüber.

Vielleicht war die Menge der Lacher ein Grund dafür, das aus Glück Unglück wurde. Vielleicht war es auch der Unterschied der Träume und das die Gemeinsamkeit nicht gemeinsam genug war.

Wir mussten loslassen. Uns, unseren gemeinsamen Traum. Nicht, weil aus Traum Albtraum wurde, sondern, weil aus dem Zustand träumen der Zustand ausgeträumt wurde.

Loslassen. Die Gewohnheiten, die Nähe, die Unterstützung. Und irgendwie habe ich auch meinen Traum aufgegeben, ohne es zu merken. Meine Illusion.


Dann kam Post. Post vom Institut der Träume. Niemals Realität gewesen und dann doch. Ich sollte mich freuen. Wir sollten uns freuen. Aber ach ja, es gibt kein wir mehr. Es gibt mich. Aber gibt es ohne wir noch meinen Traum, obwohl er nicht ans wir gebunden war, obwohl er immer meine Sache war? In meinem Kopf ist nur Leere. Unwissenheit. Alles das, was mal war, ist irgendwie anders oder weg. Wer hilft mir jetzt dabei, zu wissen was richtig ist? Alleine, überfordert, unglücklich.

Und doch sendete ich einen Brief ans Institut der Träume zurück und ließ alles hinter mir. Alles. Dich und alles andere was mir lieb war. Was ich erwartete? Ich weiß es nicht. Vielleicht Glück, Sehnsucht und Hoffnung. Vielleicht eine Flucht vor dem Unglück. Eine Flucht in meinen Traum, der wahr werden könnte, insofern es noch mein Traum war.


Und nun? Nun bin ich verlorener denn je. Ich will Dich, unseren gemeinsamen Traum zurück. Ich will meinen Traum zurück. Aber ich weiß nicht wie.

Vielleicht sollte ich springen. Springen und loslassen. Loslassen und springen. Neuanfang. Meinen Weg ins Glück finden. Mich trauen loszulassen und meinen eigenen Weg zu finden. Meinen Weg ohne dich, aber mit meinem Traum vor Augen. Meinen Weg, zu dem sich eine Tür geöffnet hat, während sich die andere schloss.


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