Lisa.auf.der.Suche 20.07.2013, 17:27 Uhr 84 16

Nicht schon wieder diese Romantik

Und immer, wenn man denkt, alles sei in Ordnung, kommt die Romantik vorbei. Dann hilft nur lächeln, winken und hoffen, dass sie vorüber geht.

Im Gespräch mit Freunden fällt mir doch immer wieder auf, dass ich anscheinend nicht der romantischste Charakter bin. Bei typischen Gesprächen unter Freundinnen, in denen dann erörtert wird, wieso Kai/Ole/Ben denn nun wirklich abgehauen ist, komme ich letztendlich immer zu dem Punkt, dass ich Kai/Ole/Ben sehr gut nachvollziehen kann. Viel eher als die Freundin, die mir ihr Leid klagt.

Ich frage mich dann immer wieder, bin ich vielleicht emotional kaputt? Beziehungen, die länger als 2 Jahre andauern machen mich extrem nervös, gemeinsame Zukunftsspinnereien rufen Panik hervor, bei jedem verkitschten Liebesfilm möchte ich danach 5 uneheliche Kinder zeugen und mit prollige Phrasen um mich werfen und wenn sich Freunde von mir verloben, bin ich ernsthaft gekränkt. Schließlich spielen sie bei diesem ganzen Theater auch noch wohlwollend mit.

Es wäre ja auch alles gar nicht so schlimm, wenn einem dann nicht ständig erklärt würde, dass die Romatik doch das eigentlich höchste Gut der zwischenmenschlichen Beziehung ist. Spektakuläre Heiratsanträge werden zu youtube-Hits und Till Schweiger verdient sich mit seinen Gefühlsduselfilmen eine goldene Nase.

Ich fühle mich dann ausgegrenzt, weil diese Gefühlsregung leider vollkommen an mir vorbei geht. Sobald mir jemand zu später Stunde tief in die Augen schaut und bedeutungsschwanger Luft holt, habe ich das ungute Gefühl, gleich einen Moment feinster Romantik  mit dem Rasenmäher meiner erbarmungslosen Gefühlskälte zu überfahren. Ja, danke...ist auch schön...mit dir...hier so.

Vielleicht wird sich das ja mal ändern, aber bis dahin tut es mir leid...ich kann nur einfach nicht anders

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84 Antworten

Kommentare

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    Der Rasenmäher ist in Ordnung.


    Kleine Checkliste zum Thema:

    - Was bin ich bereit, für den Partner zu tun? Nicht auf dem Flug von Wolke 7 in den Sonnenuntergang, sondern mit Kopfschmerzen an einem regnerisch-kalten Montagmorgen.

    - Inwieweit erwarte ich von Partner/Beziehung eine Serviceleistung des lebenslangen Glücklichmachens / Versorgtseins / Familienversorgungslebens?

    - Wer bin ich eigentlich?

    Die vollständige Beantwortung sollte eigentlich schon helfen.

    Romantik? Wird zu einer fiesen Tusse wenn man ihr nachläuft. 
    Wenn man sie gegen ihren Willen wiederbelebt, wird sie meist zu einem wirklich prachtvollen Zombie. Vergiß die Softie-Horrors dagegen, buaaah.

    Ich bin da simpel, echte Kommunikation ist ja schon viel verlangt.

    13.09.2013, 16:29 von Lagback
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  • 0

    Huch, endlich jemand, der mir aus der Seele spricht... 

    09.08.2013, 16:20 von HuchMampf
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  • 0

    irgendwann fängt man an sich mehr und mehr aus sich selbst heraus zu definieren, sich selbst eine richtung zu geben, unabhängiger zu werden als durch die ständige abgrenzung zu anderen menschen identität zu generieren. wenns gut läuft. dann wirds auch nicht mehr so wichtig sein, ob man irgendwie  anders ist, denn das sind wir schließlich alle. ist ne tolle erkinntnis.

    23.07.2013, 21:08 von Sultanine
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  • 0

    was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist der schlu (mancher user hier), dass romantik automatisch käme, wenn es einen 'mal so richtig erwischt'.

    vielleicht verwechsle ich romantik ja auch einfach nur mit kitsch/gefühlsduselei.

    23.07.2013, 10:51 von HerrJemine
    • 0

      ... der schluß (mancher user...

      23.07.2013, 10:52 von HerrJemine
    • 0

      Ich bin einer dieser Manchen und habe einfach mal von mir auf Andere geschlossen. Vielleicht muss man das relativieren, denn es gibt ja z. B. Psychopathen, die zu keinerlei warmen Gefühlen fähig sind...
      Aber ich bin vom krassen Anti-Romantiker zur gefühlsduseligen Weichflöte geworden und in der Literatur gibt es ja auch genügend Beispiele, dass so ein Wandel auch zu Menschen kommen kann, die ihn überhaupt nicht erwarten. So fern liegt dieser Schluß also nicht. Aber ich bin nicht der Pabst. Meine Aussagen haben keine "absolute Gültigkeit".

      23.07.2013, 13:23 von RichardGatsby
    • 0

      psychopathen, die zu keinerlei warmen gefühlen fähig sind?

      23.07.2013, 14:55 von mo_chroi
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      zum Beispiel.

      23.07.2013, 14:57 von RichardGatsby
    • 0

      du meinst menschen, die zu keinerlei warmen gefühlen fähig sind.

      23.07.2013, 14:58 von mo_chroi
    • 0

      Würde ich Psychopathen jetzt mal dazu rechnen.

      23.07.2013, 14:59 von RichardGatsby
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      mit warmen gefühlen meinst du sicher zuneigung, liebe, etc. psychopathen sind sehr wohl in lage solche gefühle zu hegen. was du vermutlich meinst sind soziopathen, die nur die selbstliebe kennen.

      23.07.2013, 15:03 von mo_chroi
    • 1

      selbstliebe kann aber auch ganz schön warm werden ^^

      anyway... für mich ist romantik nicht gleichbedeutend mit kitsch. man kann auch in der tiefgefühlten romantik seine würde bewahren :P

      23.07.2013, 15:05 von HerrJemine
    • 1

      Ich glaube, dass Liebe nichts mit Würde zu tun hat.

      Man möge mir vergeben, dass ich das Krankheitsbild wohl nicht recht in Bezug gesetzt habe.

      23.07.2013, 15:10 von RichardGatsby
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  • 2

    Auf deine Frage hin: ja, du scheinst emotional wenn schon nicht kaputt zumindest doch nicht ganz auf der Höhe zu sein. Wie traurig, diese Abgeklärtheit...

    23.07.2013, 10:14 von LauraPhilomenaTheresa
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  • 5

    Die wirkliche Verliebtheit hat noch jeden Anti-Romantiker in einen sabbernden Idioten verwandelt. Nehme ich mich überhaupt nicht aus.

    Fand das alles auch immer übertrieben und gesteltzt, aber als es mich das erste Mal mal richtig erwischt hatte, habe ich mich dann bei süßlichen Kitschfantasien ertappt, seltsam angenehme Bauchschmerzen und Schlafenzug gehabt, und mich gewundert, warum die Vögel plötzlich den Namen meiner Erwählten fiepten.

    Und dann macht man halt so Sachen: Frühstück ans Bett, gemeinsam Fallschirmspringen, sich gegenseitig das Hühnchen aus den Zähnen pulen, ...

    (Btw. die Menschen finden unterschiedliche Sachen romantisch. Vielleicht ist Dir ja noch nicht die richtige Geste entgegengebracht worden.)

    Hatte es auch mal nüchterner, unkomplizierter.
    Aber leider war's dann irgendwie zu flach...
    Ohne Poesie und anklingenden Wahnsinn (man könnte eine starke Verliebtheit auch als hypomanische Episode klassifizieren) mag ich nicht mehr so.

    22.07.2013, 21:53 von RichardGatsby
    • 1

      Das Herz ist ein listiger Jäger

      22.07.2013, 22:31 von MisterGambit
    • 2

      Abschied ist ein schweres Schaf

      23.07.2013, 07:07 von sailor
    • 3

      warum die Vögel plötzlich den Namen meiner Erwählten fiepten.


      Herrlich der Gedanke.


      "UrsulaUrsula" "Uuuuuurururururururuuuuursula"

      --


      Deinem Kommentar stimme ich übrigens absolut zu

      23.07.2013, 08:51 von Jingeling89
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  • 6

    Tja, so ist das wohl, wenn man Lisa.auf.der.Suche ist ;-) Das verwächst sich, wenn du gefunden hast, ganz sicher :-)

    22.07.2013, 21:20 von Mrs.McH
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  • 2

    Ich könnt jetzt eine kleine Liste an theoretischen Büchern anführen, die  dir einerseits bei Seite springen, andererseits in den Rücken fallen, welche magst du haben? Aber eigentlich sollte man schöne Prosa nicht durch schnöde Theorie zerstören. Oder doch?

     

    Ich nenne mal einen, der vielleicht zu vermitteln versucht. Denn wie so oft ist es Luhmann, der meinen Blick zu diesem Thema geschärft hat und der mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert, wenn ich soetwas lese.

     

    Das Buch heißt "Liebe als Passion" - eigentlich müsste es ein Kassenschlager sein, aber bisher wird es noch unter der Ladentheke der Denker gehandelt. Gleich auf der ersten Seite bestimmt Luhmann die Liebe nicht als Gefühl, sondern als Semantik. Die Frage ist, was war zuerst da, das Gefühl der Liebe oder Hollywood? Luhmanns vernichtende Antwort:  "Der Code ermöglicht, entsprechende Gefühle zu bilden." Hollywood. Zumindest ist Hollywood die Fortführung einer Tradition, die entsprechenden Symbole bereit zu stellen, mit denen entsprechende Beziehungen erzeugt werden. Klingt erst mal schwierig? Ist aber ganz einfach.

     

    "Zeig´s mir! Wo ist diese Liebe? Ich kann sie ncht sehen, ich kann sie nicht anfassen, ich spüre sie auch nicht. Ich kann sie hören, ich höre irgendwelche Worte. Aber ich kann nichts anfangen mit deinen dahingesagten Worten." sagt Natalie Portman zu Jude Law im Film Hautnah(Closer). Sie drückt damit aus, was wir gar nicht so recht glauben wollen. Liebe ist erst mal gar kein Gefühl (nach Luhmann), sondern das Gefühl wird erzeugt durch entsprechende Kommunikation.

     

    Ja ja, springt jetzt ein Eckart von Hirschhausen, ins Feld und sagt in seinem Glücksbuch, die Gefühle seien schon vorher da. Denn das Gefühl entsteht durch die Ausschüttung gewisser Hormone, die für Bindungen zwischen Menschen sorgen. Aber wie würde das klingen, wenn man in romantischer Stimmung ist und diese mit den Worten bekundet: Du, ich glaube, bei mir wird gerade das Hormon XY ausgeschüttet? Wohl eher wie eine Krankheit.

     

    Luhmann bestreitet nicht, dass es diese Hormone gibt, aber er würde wohl sagen, damit sie überhaupt erst einmal produziert werden können, bedarf es der Kommunikation. Bedarf es der Symbole der Liebe. Denn eine Intimbeziehung versichert sich durch diese Symbole. Sie schaffen Vertrauen. Und Vertrauen ist nach Luhmann, wenn man nicht mehr nachfragt.

     

    Zurück zu Nathalie Portmans Problem. Die Kommunikation oder die Symbole müssen nicht immer sprachlicher Natur sein, eine Rose, ein gelungener Heiratsantrag, bei den Finnen etwa eine volle Kammer gehackten Holzes, dies alles ist Ausdruck und kommuniziert: Du darfst mir vertrauen, du musst nicht weiter nachfragen, ob mein Hormonspiegel dem deinen entspricht: Kurz: Ich liebe dich.

     

    Nun werden die meisten dieser Symbole durch die Massenmedien oder die Literatur kommuniziert. Und die Funktion der Massenmedien ist nun mal die Bereitstellung von Informationen, mit denen man arbeiten kann. Informationen, bei denen man voraussetzen kann, dass sie der Gegenüber ohne Nachfragen versteht. Und an diesem Punkt meine Liebe, muss ich lächeln. Denn du scheinst durchaus die Semantik zu verstehen. Aber, im Grunde bist du vermutlich nicht bereit, warum auch immer, entsprechende Gefühle zuzulassen. Das soll jetzt nicht heißen, dass du bereit sein müsstest - wie das manche hier fordern "der richtige sei noch nicht gekommen." "Du baust dir einen schönen Schutzwall auf und hoffst, dass dieser vom Prinz Charming durchbrochen wird." Dann wird psychologisiert, dass du von der Liebe zu oft enttäuscht wurdest, Freud gibt deinen Eltern die Schuld, andere deinem Drang nach Individualität und es findet sich immer noch eine Schablone in die man dich pressen kann. 

     

    Doch ob sie dir wirklich passt, kann ich nicht entscheiden, vielleicht, vielleicht auch nicht. Hormone sind schon eine Sache für sich, lieber Hirschhausen. Und bevor sie jetzt kommen und sagen "Halt, wer diese Hormone nicht entsprechend ausschüttet, ist krank:" Will ich entgegenhalten: Auch das Bedürfnis nach Sex ist hormonell geprägt. Manch einer schüttet so viele aus, dass er es jeden Tag braucht, andere brauchen es nur einmal im Monat. Wo wollen wir sagen, der eine produziere zu viel oder zu wenig davon? Ist einmal am Tag zu viel? Aber was ist dann mit den Bonobos? Sind die alle durch die Bank weg krank, weil sie den ganzen Tag nur rumvögeln?

     

    Was als krank oder gesund gilt wird letztendlich von der Gesellschaft entschieden. Und ebenso verhält es sich auch mit der Symbolik der Liebe. Drum lächle beim nächsten Mal und sage dir einfach: Schön, wieder zwei, bei denen die Symbole ihren Siegeszug antreten. Warum nicht? Wollen wir Menschen verurteilen, nur, weil sie nicht die gleiche Sprache sprechen wie wir?

     

    PS: Das Herz gibt's für den Rasenmähersatz.

    22.07.2013, 19:28 von chrisbow
    • 0

      Sorry für die Länge...

      22.07.2013, 19:28 von chrisbow
    • 1

      Ach, und was Luhmann zum Thema Individualität sagt, oder wie er gar deine Einstellung zum Thema begründen würde...das erfahren wir nach der nächsten Maus :)

      22.07.2013, 19:30 von chrisbow
    • 0

      Maus!

      Na gut, ich sag es doch noch, der Text kommt mir sonst irgendwie halbfertig vor. Also, zurück zu dir. Das Problem ist im Grunde das gleiche, das Natalie Portman im Film hat. Aber dazu einen kleinen Exkurs zur Kommunikation nach Luhmann. Er begreift Kommunikation (und hier muss ich ungenau werden), nach einem Alter, der ein Kommunikationsangebot macht und einem Ego, das dieses Kommunikationsangebot "annimmt". Kommunikation findet demnach erst dann statt, wenn der klassische Empfänger die Nachricht auch "bekommt" (ist zu Zeitden des Internets wohl mehr als Plausibel). Nun, schafft es die Semantik demnach in deinem Falle (Ego) nicht entsprechende Gefühle zu erzeugen, so liegt das daran, dass die Nachricht bei dir nicht angenommen wird.

       

      Jetzt wirst du entgegnen, natürlich weiß ich, was der da sagen will, aber ich will das eben nicht erwiedern. Und genau das ist der Punkt, die Semantik versagt, weil du die Liebeskommunikation nicht anschließt. Wenn auf ein I"Ich liebe dich" ein "Schön für dich" folgt, ist die Anschlusskommunikation dahin eine entsprechende Fortführung der Liebeskommunikation gescheitert. Und hier können wir wieder einsetzen und nach Gründen suchen. Ein schöner Grund, der dir vielleicht gefallen dürfte ist. Dass sich Kommunikation stetig im Wandel befindet. Es gibt nicht "Die Liebeskommunikation" sondern es gibt die Kommunikation der Liebe, die in ihrer Semantik evolutionär variiert. Hier wird mal ein anderes Wort gebraucht als üblich und nach dem Try and Error-Prinzip geschaut, ob es sich für die Liebeskommunikation eignet. In diesem Sinne wird es dein Gegenüber, wenn er clever ist, hier und da mit einer sehr zaghaften Liebeskommunikation versuchen und schauen, ob du daran anschließt oder nicht...wenn nicht, heißt es weitersuchen, die Form der Kommunikation variieen und neue Semantiken finden.

       

      Ein klassicher Ted Mosby ("Ich liebe dich" beim ersten Date) ist nun mal Liebeskommunikation mit der Brechstange und nur selten mit Erfolg gekrönt...wann der rechte Zeitpunkt kommt, ob er überhaupt kommt (bei dir?) das kann ich nun nicht sagen, so viel spekulieren will ich dann doch nicht. Ist halt alles eine Frage der Hormone ;)

      22.07.2013, 19:49 von chrisbow
    • 0

      Ist denn 'Liebe als Passion' vom lieben Herrn Luhmann ein empfehlenswertes Buch?

      22.07.2013, 19:56 von .reddishness.
    • 0

      Ich würde sagen, es ist echt ein schwieriges Buch. Einmal lesen wird da nicht reichen, auch würde ich mich mit einem Fremdwörterbuch bewaffnen (und wenn man die vielen fremdsprachigen Originalzitate genießen will und in Fremdsprachen nicht so gut bewaffnet ist, vielleicht auch noch ein entsprechendes (Online-)Wörterbuch). Man muss es langsam lesen. 10 Minuten pro Seite sollte man einplanen.

       

      Aber wenn man durch die paar mehr als 200 Seiten durch ist, und hier ist das Licht am Ende des Tunnels. Wird man die Welt wirklich mit anderen Augen sehen. Manchmal wird man vielleicht sogar lachen können (wenn es etwa um die Entstehung von Intimbeziehungen geht "Manche haben es da leichter als andere" ;) ).

       

      Bei Youtube einfach mal googeln, da gibt es ein Interview von ihm mit dem Klassiker "immer Freitags". Sehr amüsant.

      22.07.2013, 20:02 von chrisbow
    • 0

      Ich habe mich bisher mit Luhmanns Werken bezüglich Macht und den sozialen Systemen beschäftigt - und ich glaube, da war auch irgendetwas mit Systemtheorie ... Deshalb war ich gerade doch ein wenig erstaunt, dass er auch etwas zur Liebe geschrieben hat! :D

      22.07.2013, 20:07 von .reddishness.
    • 0

      Der Vorteil ist, dass er das Buch in der vor-systemtheoretischen Phase geschrieben hat. Sie ist zwar hilfreich zum Verständnis, aber nicht notwendig :)

      22.07.2013, 20:11 von chrisbow
    • 0

      Gut :)
      Vielleicht lasse ich mich ja mal dazu hinreißen, das Buch auszuleihen und es zu lesen :)

      22.07.2013, 20:18 von .reddishness.
    • 1

      Hat das Kracauer nicht auch so ähnlich gesagt? Dass das Klischee und die Realität eigentlich nicht auseinanderzuhalten ist, weil jedes Bild von der Realität sofort eingeholt wird, wenn es nicht sowieso von ihr gebildet wurde?


      Gleichwohl gibt es da 2 unterschiedliche Dinge: 
      Das, was wahrscheinlich passieren wird

      Das, was wahrscheinlich nicht passieren wird, das Bild vom Unwahrscheinlichen ist u.a. das Märchen

      Das bildhafte Liebeskonstruktionen können also je nachdem, wer sie wie wahrnimmt: sedieren, beruhigen, beflügeln, wärmen, abstoßen oder unglaublich stressen

      22.07.2013, 20:28 von MisterGambit
    • 0

      Joa, joa, klingt gut, aber dem würde Luhmann widersprechen. Für ihn gibt es keine Differenz zwischen Bild und Realität. Das Bild ist auch nur wieder Realität. Da muss man jetzt unterscheiden zwischen Fiktion im Sinne Hollywoods und vielleicht dem, was man Lebenswelt nennt. Märchen sind Fiktion, darüber besteht Konsens, aber zugleich könnte man fragen: Wie fiktiv ist  das Gefühl der Liebe? Ist es das, was du meinst? Hm...Gibt es hier nur Tor A oder B oder ist das eher eine Frag nach "von bis"?

       

      Halten wir fest, für Luhmann ist Liebe Realität insofern als dass Kommunikation Realität ist. Aber da fallen wir jetzt über den Tellerrand des Themas :)

      (Und du verführst mich, denn einmal begonnen, kann ich selten aufhören von Luhmann zu schwärmen)

      22.07.2013, 20:36 von chrisbow
    • 2

      Luhmann. Der wird viel zu selten erwähnt!

      22.07.2013, 21:19 von miss_mel
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Ich glaube ja, dass die Seele von Luhmann in den Sailor gewandert ist.

      23.07.2013, 11:33 von EliasRafael
    • 0

      Immerhin ist sein Zettelkasten nicht weit von hier...

      23.07.2013, 11:51 von sailor
    • 0

      Ja, eben, bist du ihm mal begegnet?

      23.07.2013, 11:53 von EliasRafael
    • 0

      Dem Zettelkasten?
      Nein...

      23.07.2013, 11:57 von sailor
    • 0

      Dem Luhmann aber auch nicht. Bin ja erst zwei Jahre nach seinem ableben hier hingezogen.

      23.07.2013, 12:02 von sailor
    • 0

      Ich hab mal geträumt, in einer Vollmondnacht vor meinem Schlafzimmerspiegel zu stehen und versehentlich dreimal hintereinander Lou, Mann! zu keuchen.
      Da stand dann plötzlich der Sailsman neben meinem Bett, brachte ein Rettdichopfer dar und verschwand wieder.

      In jener Nacht habe ich mir zur Beruhigung lange Zeit das Holzbein massieren müssen.

      23.07.2013, 12:50 von JackBlack
    • 1

      Wegen seines starken Auftritts wird er von HSV-Fans auch anerkennend "Uwe Sailor" genannt

      23.07.2013, 12:52 von MisterGambit
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  • 0

    Kann man einen Menschen nachvollziehen?

    22.07.2013, 17:45 von CaroKo
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  • 3

    Kannst du wohl. So.

    22.07.2013, 17:38 von Jimmy_D.
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Seite: 1 2
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