Wir
können doch nicht eine Abmachung beschließen, dass jemand von uns es
herausfordert, es aufzugeben? Jedoch scheint es der einzige Weg zu sein, um
wieder zusammen zu finden.
Das
Schlimmste ist, dass alles Routine wurde. Wir wurden zu einem einzigen Ablauf,
der sich wiederholte. Keiner hätte damit gerechnet, jedoch ist es letztendlich
so.
Jetzt ist es offensichtlich.
Unsere
Fehler sind so klar, wir bemerkten sie nur nicht. Keine Zeit dazu, wir waren zu
vertieft in den Ablauf der Dinge, die sich immer wiederholten. Etwas anders,
doch trotzdem gleich. Doch jetzt ist es an der Zeit, etwas zu ändern.
Wir
wollen uns nie aus den Augen verlieren. Denn der Horizont ist so weit, doch du
bist mein Anhaltspunkt in der Ferne. Wie sollen wir etwas verändern? Wir
wollen, dass es gut wird. Und, damit es gut werden kann, muss sich etwas ändern.
Irgendwie war es auch ein Risiko.
Ob
das gut ausgehen wird, war auch wieder fragwürdig. Die Chancen stehen 50 zu 50.
Es ist wie eine Quizshow.
- Der
Moderator bist du, ich höre dir nur zu.
Doch
wie kann man etwas herausfinden? Natürlich. In dem man es probiert. Ich habe
Angst, ihn zu verlieren.Aber, lieber ein Risiko eingehen und sich vorerst trennen, obwohl wir nie zusammen
waren, als alles gleich aufzugeben. So oder anders
irgendwie muss es ausgehen und es wird sich auch bald entscheiden wie.
Ebenso spielt das Schicksal eine große Rolle. Ich glaubte noch nie an große
Zufälle.
Das
Leben ist ebenso verrückt wie verspielt. Es macht was es will, so wie du.
Weil
wir es waren. Weil wir es sind. Und, weil wir es sein werden. Sich dagegen
wehren, dass wir uns verlieren. Man sollte etwas tun und wir werden etwas tun.
Weil wir uns nicht vergessen können. Wir sind uns nicht egal weder
gleichgültig. Auch wenn wir uns manchmal so benehmen. Wir wissen trotzdem, dass
ein WIR ohne DICH und MICH nicht existiert.
Wie oft hast du mich verletzt und ich traue dir trotzdem wie keinem
anderem? Ein Streit und wir finden zueinander zurück.
Nicht nur, weil ich
deine Stimme vor dem Einschlafen vermisse.
Abstand
ist gut. Abstand, ok. Abstand ist berechtigt. Abstand, ja. Abstand, nein.
Abstand, es ist ein Versuch. Ein Versuch, dass es besser wird. Ein Versuch,
damit wir bemerken, dass wir einander mehr brauchen, als wir vielleicht zugeben
können. Ein Versuch, der vom Schicksal und dieses Mal vielleicht sogar vom
Zufall abhängt. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein – gehört auch dazu.
Wir unterschätzen es. So gespannt auf das was uns morgen erwartet, es wird ein
Ergebnis geben. Man versucht damit umzugehen, egal wie es ausgeht. Am Ende,
wissen wir, dass wir einander viel bedeuten.
Die
Zeit ist etwas Kostbares. Doch,
was ist, falls es nach der Zeit einfach zu spät ist? Komme wie es wolle. Doch
die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch letztendlich stirbt auch sie. Denn was tun
wir, wenn man einfach nicht mehr verzeihen kann? Wenn man es letztendlich Leid
ist und nicht mehr kämpfen will? Dann ist alles gescheitert, nur weil wir es
versucht haben. Ein Versuch etwas zu verändern in der Hoffnung nach ..? Liebe.
Wie
kannst du dir so siegessicher sein? Weil du ganz genau weißt, dass ich dich vielleicht mehr als 'ein bisschen' mag.
Tags: Nähe, Schicksal, Zufall, Versuch, Zeit, Herausforderung, Risiko
Kommentare
Was ist jetzt genau das Kernproblem dieser Beziehung zwischen der Ich-Erzählerin und dem jungen Mann? Vielleicht habe ich ja keine Empathie dafür.
04.02.2013, 10:12 von See_Emm_Why_Kaydas kernproblem sehe ich eher in der fehlenden "nähe", die diesen namen verdient, als im abstand.
04.02.2013, 10:31 von LichtspielIch glaube, dass niemand so genau weiß was er wirklich will und ob es sich lohnt zu kämpfen.
08.02.2013, 13:15 von oohlolaIch möchte diesen Text lesen und wieder lesen und immer wieder und wieder und wieder und wieder lesen!
02.02.2013, 15:35 von FeierabendfilmchenDanke :-)
04.02.2013, 11:21 von oohlola...das kommt mir sehr bekannt vor
02.02.2013, 14:27 von KleineFreiheit:-))
04.02.2013, 11:21 von oohlola