ZwischenZeilen 24.08.2007, 13:48 Uhr 2 3

Nächtlicher Besuch

Begegnungen die nachhallen, selbst wenn wieder Tag ist...

Warum kommst du mich nachts besuchen? Du fragst mich nicht, ob du das darfst oder ob ich mich darüber freue. Plötzlich bist du einfach da. Hast du Angst, dass ich dich vergesse? Bei deinem letzten Besuch rücktest du ganz nah an mich heran, nahmst mich in den Arm und ich konnte mich bei dir anlehnen. Deine Wärme spürte ich in meinem Nacken und deine Worte drangen leicht und leise in mein Ohr. Ewigkeiten saßen wir so dort, so selbstverständlich, als wäre es nie anders gewesen. Geborgenheit. Du trugst einen weißen Strickpulli, den ich nicht kannte und das, obwohl Sommer war. Er stand dir. So wie alles, was du trägst. Ich wunderte mich auch nicht, dass die Bierbank am Strand stand, alles hatte seine Richtigkeit.

„Ich liebe dich.“
Das sagtest du bisher noch bei keinem deiner Besuche. Ich fuhr herum und sah dich an. Das Blau deiner Augen strahlte wie immer. Mein Herz klopfte hörbar.
„Ich weiß, ich sollte das nicht sagen…“

Du hast Recht. Solltest du nicht. Und schon gar nicht, wenn ich anschließend aufwache und du nichts davon weißt, wenn wir uns das nächste Mal zufällig auf dem Flur begegnen, uns grüßen und dann unserer Wege gehen.

3

Diesen Text mochten auch

2 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 0

    schön ....

    25.08.2007, 02:21 von Fahrradfahrerin
    • Kommentar schreiben

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare