Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - mit dem selben
Wenn die erste Begegnung nach dem Ende ein bißchen anders verläuft...
Hi sage ich. Hallo sagt sie. Und: lange nicht gesehen. Küßchen links, Küßchen rechts, als wären die letzten fünf Jahre nicht passiert. Als würde man sich flüchtig kennen. Aber dieser vertraute Geruch Ihrer Haare, Ihrer Haut. Du trägst wieder "Laura"? Zurück zu den Wurzeln? Frage ich. Sie lächelt. Komm wir setzen uns. Wir bestellen die gleichen Cocktails wie immer. Und dann reden wir. Und ich bin verblüfft. Keine Vorwürfe, kein Nachkarten, kein "warum hast du eigentlich immer..." oder nie, nichts davon. Stattdessen Gedankenaustausch wie vor einer Ewigkeit, am Anfang. Kann das sein? denke ich. War das der Schlüssel nachdem wir so verkrampft suchten. So verkrampft, daß sich keiner mehr bewegen konnte. Nicht auf den anderen zu, nur noch weg. Am Ende. Wir sprechen über Gefühle, Träume, Wunden die verheilen, oder nicht verheilen wollen. Und als sie fragt: Und was macht DEIN Liebesleben so? da denke ich: Hat sie eins. Hab keins sage ich, und du? Auch nicht, sagt sie, leider. Da weiß ich was, höre ich mich sagen. Warum sitzen wir nur noch zehn Zentimeter auseinander. Hier ist's nicht mehr gemütlich, sagt sie. Stimmt sage ich. Zu dir?? Ich weiß, was passieren wird. Es ist genau das, was ich unbedingt vermeiden wollte. Es war schon immer ein Fehler, es tat hinterher immer nur noch mehr weh. Laß das!! sagt mein Hirn. Ich höre nicht hin.
Und dann liegen wir da und jetzt reden wir nicht mehr. Wir wissen, wie es für den anderen war. Ist ja nichts neues gewesen, oder doch? Doch ein bißchen schon. Es war unverkrampft. Endlich, endlich! Zu spät? Wer weiß das schon.
Gibt es fast-ex?
Ich weiß, daß es nicht richtig ist, aber ich will es nochmal. Sofort. Ihr Blick streift meinen. Ich sehe die gleiche Angst, die ich auch habe. Angst ist ein schlechter Ratgeber, sage ich. Ich weiß sagt sie und berührt meine Lippen mit Ihrer Zunge.

.jpg)



Kommentare
hmm ja. genau.
26.10.2009, 18:18 von pfuetzenhuepferinmehr gibt es nicht zu sagen.
schön!
12.07.2007, 17:38 von hanakoAber: Was nützt die Liebe in Gedanken?
03.05.2007, 17:58 von Quergedacht...
vertraut - aber nur in gedanken.....
03.05.2007, 17:53 von rabenfeder*hach*.........
wenn man erstmal weggegangen ist, traut man sich selten gleich zurück..
15.03.2007, 16:22 von mehrfruchtgetraenk-warum muss immer so viel zeit verstreichen bis man zur vernunft kommt?
@mehrfruchtgetraenk- Wirklich gut eFrage. Vielleicht, weil man mit offenen Wunden nicht gern in einen neuen Kampf zieht? Und nicht früh genug begreift, daß der andere diese schneller heilen kann?
15.03.2007, 16:51 von Quergedacht@[Benutzer gelöscht] Aber Hallo!!!
29.01.2007, 13:47 von Quergedacht:-)
@Quergedacht auf die Geschichte bin ich aber auch mal gespannt ...
23.02.2007, 12:58 von StudentWiHey, danke! Freut mich, daß alte Artikel noch soviel Zuspruch ernten...
26.01.2007, 19:24 von Quergedacht:-)
@Quergedacht kommt ja auch kaum aufs alter an ;-)
26.01.2007, 23:35 von PDKmir jedenfalls nicht...
lg pdk
@PDK Beim Text oder der Situation? Ich finde beides, denn Alter allein schütz nicht vor Thorheit, wie wir Wissen....
29.01.2007, 13:05 von Quergedacht:-))
herz und hirn tun sich nicht gut. kennen wohl alle. solange es schön ist und nicht zu sehr schmerzt...
26.01.2007, 16:52 von PDKgut geschrieben aber alle mal.
gruß
pdk
Schön auch die Zunge am Ende...
26.01.2007, 16:40 von groovejunkee
10.11.2006, 14:14 von zzebraDas gefällt mir. Kurz und knapp und dennoch mit viel Gedankenausflug zwischen den Zeilen und, ach, auch so vertraut.
Und ich kam nur drauf, weil mir der Autor zu einem anderen Thema ins GB geschrieben hat.
zz.