Dystariel 01.05.2007, 21:27 Uhr 2 2

Mondsüchtig

Immer wenn das Dunkle von einem silbernen Schein erhellt wird geht meine Seele auf Wanderschaft.

Da ist er wieder, der silberne Streifen der durch die Vorhänge auf mein Bett fällt.

Er weckt mich aus meinen unruhigen Träumen.

Aber ich habe ihn erwartet, wie jede Vollmondnacht.

Egal wie fest ich am Abend vorher die Vorhänge schließe, er findet mich.

Wie jede Nacht die er mich weckt drehe ich mich noch halb im Traum zu Dir um und erwarte Deine Wärme zu spüren, zu hören wie Du leise atmest, ich möchte mich in Deinem Arm geborgen fühlen.

Ich taste suchend über den Platz neben mir, doch er ist leer.

Mein Herz fängt an unruhig zu schlagen.

Ich stehe auf und laufe durch die Zimmer, ich suche Dich, ich kann nicht glauben, dass Du nicht da bist.

Ich konnte Dich nicht finden.

Jetzt stehe ich hier im Dunkeln, das Mondlicht fällt durch den schmalen Spalt beschreibt einen Weg bis zu meinen Füßen.

Mit wenigen Schritten stehe ich am Fenster, ziehe die Vorhänge zurück und sehe dem Mond in sein Gesicht.

Mein Herz schlägt wieder ruhig.

Es ist wie jede Nacht, er weiß ganz genau wie sehr Du mir fehlst, dass ich die Leere neben mir kaum ertragen kann.

Und ich weiß, er hat mich nur geweckt um mich daran zu erinnern….

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Kommentare

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    fantastisch!!

    10.03.2010, 19:39 von keep.going
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    das klingt ein bisschen wie das gedicht von eichendorff... mist, mir fällt der titel nicht ein... kenn ich aber... ich mag den mond nachts beim autofahren... also konstante...
    schöner text.

    11.09.2007, 23:26 von linksrum
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