nichtich 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 3

Machs gut

Für dich, L.




Diese letzten 5 Wochen waren ein einziges Hin und Her. Eine einzige Achterbahnfahrt. Heute alles besser denn je, am nächsten Tag waren deine Zweifel so groß.
Und da hat es angefangen.

Ich war immer die Herzensbrecherin. Dachte, ich sei nicht fähig dazu, jemanden von Grund auf zu lieben, bis du dann in mein Leben tratest.
Du, mit deiner unbeschwerlichen Art, deinem Dauergrinsen und deinen doch so nachdenklichen, klaren, blauen Augen. Was mich immer so an dir faszinierte, war, dass du so undurchschaubar bist.

Das erste Mal als du vor mir standest, wusste ich, dass ich nun auch endlich dieser Krankheit verfallen war. Ich hörte dir zu, doch eigentlich sah ich dir nur beim Reden zu, weil du mich halt komplett verzaubert hattest.

9 Monate lang warst du der Inhalt meines Lebens. Ehe ich mich versah, hatte ich schon meine ganze Freude von dir abhängig gemacht. Doch es war nicht schlimm, so lange alles gut ging.

Und es ging gut, zum ersten Mal in meinem Leben fühlte es sich so an als hätte ich alles und das nur durch dich. Wenn ich abends in deinen Armen einschlief, und morgens durch deine Wärme wach wurde, wusste ich, dass alles in Ordnung war. 

Das Schlimmste ist, wie sehr du Teil meines Alltags wurdest. Fast jeden Tag sahen wir uns, und es wurde zur Routine, dass wir zusammen aßen, zusammen Serien schauten, zusammen schliefen, zusammen aufwachten. Ich teilte alles mit dir und du ebenso mit mir, und nichts störte mich daran.

Mir fehlt es an Worten um zu beschreiben wie groß und intensiv meine Liebe zu dir war und immer noch ist. Egal wie scheiße mein Tag war, allein deine Stimme zu hören laß mich alles um mich herum vergessen. Ich versuche nicht meine Gefühle für dich zu idealisieren, dies ist nur ein vergeblicher Versuch mit Worten zu beschreiben was ich für dich empfinde.

Dann ging alles schnell den Bach runter. Immer öfters zweifelte ich daran, ob du mich immer noch so mochtest wie am Anfang.
Du sahst mich emmer seltener mit diesem Funkeln in deinen Augen an. Ich versuchte mir einzureden dies sei nur Einbildung, doch wieso ließ mich dieses dumpfe Gefühl im Bauch nicht los?

,,Es geht nicht mehr. Es ist die einzige Lösung für mich''

Wieso? Du liebst mich nicht mehr. Und Gefühle kann man nicht erklären.

Ich habe deine Grübchen, deine Stupsnase, deinen festen Griff und deinen Duft, der mich an Zuhause erinnert, noch so präsent als wäre es gestern gewesen. Obwohl ich weiß, dass diese Erinnerungen an dich, die ich mir immer wieder hervorrufe, pure Quälerei sind, kann ich nicht aufhören an dich zu denken.

Ich kann nicht loslassen. Ich will nicht loslassen. Ich kann mir nicht erklären, wie ein Mensch der mich einst zum glücklichsten Menschen machte, mir nun einen solchen Schmerz hinzufügen kann.

Ich lag weinend in deinen Armen während du immer wieder wiederholtest wie sehr es dir Leid täte. In deinen Augen sah Ich dein unerwünschtes Mitleid welches mich so lächerlich dastehen ließ.

Jeden Tag werde ich aufs Neue daran erinnert was nicht mehr ist. Wie soll ich auch vergessen? Überall wartet diese furchtbare Leere auf mich. Und dein Duft füllt immer noch mein Zimmer.

Das letzte Treffen mit dir. Noch einmal reden, als sei alles normal. Noch einmal zusammen durch das Nichts schlendern. Dann der Abschied. Ein paar Tränen. Ein kalter Kuss auf meiner Wange.

Ich werde dich nicht vergessen, dich, meine erste große Liebe.

Machs gut


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