Kiyan 10.05.2009, 21:19 Uhr 0 3

Löffelchenmensch

Eine Liebeserklärung oder so.

Wie Du riechst

Wie Du guckst

Wie Du grinst

Wie Du im Schlaf Dinge ausplauderst

Wie Du dich nachts mit deinem Hintern an mich drückst und zufrieden grummelst

Wie Du dabei manchmal pupst und ebenso zufrieden grummelst

Wie Du mich morgens verschlafen anschaust

Wie ich kein Wort verstehe, wenn Du deine ersten Morgenkommentare brabbelst.

Wie Dir dabei die Haare wuschelig zu Berge stehen

Wie herrlich es ist, wenn Du dich echauffierst

Wie schön Du zicken kannst

Wie Du mir Sachen ins Ohr brummelst

Wie Du mich dabei ganz doll umarmst.

Wie wir uns dann fast flüsternd den Tag erzählen

Wie Du mir die Dinge erklärst

Wie Du in mich hineinsehen kannst.

Wie es schmerzt, wenn Du nicht bei mir bist

Wie friedlich und sicher es sich anfühlt, wenn wir zusammen sind

Wie Du immer alles offen stehen und Dinge liegen lässt

Wie Du beim Essen immer kleckerst und mich dann unschuldig anschaust

Wie Du ohne Worte so viel sagen kannst

Wie Du dich in Rage und auf mich einreden kannst

Wie ich dabei grinse, meistens

Wie die grüne Iris deiner Augen dann so nen roten Rand kriegt, ein wütender Papagei lässt grüßen.

Wie wir uns selbst an der Aldikasse ohne Rücksicht auf Verluste anzicken und bekeifen können

Wie wir uns im Auto danach immer schief lachen, weil im Laden alle so betreten geguckt haben

Wie Du immer blöde verklärt guckst, wenn ich dich dolle umarme und vor lauter Liebe fressen könnte

Wie Du an meiner Zunge nuckelst

Wie Du im Schlaf lächelst und deine Hand unter unserer Decke vergräbst und meine suchst

Wie wir stundenlang irgendwo sein können, ohne zu reden

Wie wir uns ohne Worte verstehen

Wie wir uns Wortschlachten und Diskussionen liefern können

Wie Du mit deinem Finger sanft die Spuren in meinem Gesicht nachziehst und mich so ansiehst

Wie Du mir nie das Gefühl gibst, alt zu werden

Wie Du mich liebst

Wie deine Gesichtsmimik arbeitet, wenn Du nachdenkst und deine Nasenflügel dabei leicht vibrieren

Wie ich es liebe, dich zu beobachten

Wie der Gedanke weh tut, Du könntest auf einmal weg sein

Wie Du mir fehlst, jetzt, in diesem Moment

Wie wir damals aufeinander geknallt sind

Wie wir beide fast synchron wussten, dass wir den anderen nicht mehr loswerden

Wie genau das bis heute in deinen Augen steht, für mich geschrieben

Wie Du mir den Jungen in dir zeigst

Wie sehr Du mir vertraust und dich bei mir fallen lassen kannst

Wie Du mir all das beigebracht hast, diese Dinge, diese Gefühle zuzulassen, sie auszuleben

Wie Du die Mauern in mir weggeliebt hast

Wie Du deinen Kopf manchmal in meinen Schoß drückst

Wie Du mir gelegentlich mit deiner pingeligen Meckerei auf die Tröte gehen kannst

Wie Du dich dann schon mal beleidigt und oder sauer in dein Arbeitszimmer einschließt und ich drei Kreuze schlage

Wie ich dich dann immer mit lecker Kochdüften aus der Küche wieder aus deinem eingeschnappten Exil hole – und du zufrieden grunzt

Wie wir beide über so vieles gemeinsam lachen können

Wie so vieles zwischen uns stimmt

Wie Du den ganzen Sonntag in deinen ältesten Schlabberklamotten und Schmusedecke über der Schulter brummig durch die Wohnung tigerst. Quengelig und bedauernswert

Wie hübsch Du gerade dann bist

Wie wuschig Du mich besonders an solchen schlampigen Tagen machst

Wie es sich so schön nach heimkommen anfühlt, mit dir Löffelchen einzuschlafen

Wie wir Eins sein können, ohne sich selbst dabei zu verlieren

Wie weit wir miteinander gekommen sind, und gemeinsam weiter wollen

Wie Du riechst

Wie Du guckst

Wie Du grinst

Wie Du bist

Du

Mein Löffelchenmensch

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