Löffelchenmensch
Eine Liebeserklärung oder so.
Wie Du riechst
Wie Du guckst
Wie Du grinst
Wie Du im Schlaf Dinge ausplauderst
Wie Du dich nachts mit deinem Hintern an mich drückst und zufrieden grummelst
Wie Du dabei manchmal pupst und ebenso zufrieden grummelst
Wie Du mich morgens verschlafen anschaust
Wie ich kein Wort verstehe, wenn Du deine ersten Morgenkommentare brabbelst.
Wie Dir dabei die Haare wuschelig zu Berge stehen
Wie herrlich es ist, wenn Du dich echauffierst
Wie schön Du zicken kannst
Wie Du mir Sachen ins Ohr brummelst
Wie Du mich dabei ganz doll umarmst.
Wie wir uns dann fast flüsternd den Tag erzählen
Wie Du mir die Dinge erklärst
Wie Du in mich hineinsehen kannst.
Wie es schmerzt, wenn Du nicht bei mir bist
Wie friedlich und sicher es sich anfühlt, wenn wir zusammen sind
Wie Du immer alles offen stehen und Dinge liegen lässt
Wie Du beim Essen immer kleckerst und mich dann unschuldig anschaust
Wie Du ohne Worte so viel sagen kannst
Wie Du dich in Rage und auf mich einreden kannst
Wie ich dabei grinse, meistens
Wie die grüne Iris deiner Augen dann so nen roten Rand kriegt, ein wütender Papagei lässt grüßen.
Wie wir uns selbst an der Aldikasse ohne Rücksicht auf Verluste anzicken und bekeifen können
Wie wir uns im Auto danach immer schief lachen, weil im Laden alle so betreten geguckt haben
Wie Du immer blöde verklärt guckst, wenn ich dich dolle umarme und vor lauter Liebe fressen könnte
Wie Du an meiner Zunge nuckelst
Wie Du im Schlaf lächelst und deine Hand unter unserer Decke vergräbst und meine suchst
Wie wir stundenlang irgendwo sein können, ohne zu reden
Wie wir uns ohne Worte verstehen
Wie wir uns Wortschlachten und Diskussionen liefern können
Wie Du mit deinem Finger sanft die Spuren in meinem Gesicht nachziehst und mich so ansiehst
Wie Du mir nie das Gefühl gibst, alt zu werden
Wie Du mich liebst
Wie deine Gesichtsmimik arbeitet, wenn Du nachdenkst und deine Nasenflügel dabei leicht vibrieren
Wie ich es liebe, dich zu beobachten
Wie der Gedanke weh tut, Du könntest auf einmal weg sein
Wie Du mir fehlst, jetzt, in diesem Moment
Wie wir damals aufeinander geknallt sind
Wie wir beide fast synchron wussten, dass wir den anderen nicht mehr loswerden
Wie genau das bis heute in deinen Augen steht, für mich geschrieben
Wie Du mir den Jungen in dir zeigst
Wie sehr Du mir vertraust und dich bei mir fallen lassen kannst
Wie Du mir all das beigebracht hast, diese Dinge, diese Gefühle zuzulassen, sie auszuleben
Wie Du die Mauern in mir weggeliebt hast
Wie Du deinen Kopf manchmal in meinen Schoß drückst
Wie Du mir gelegentlich mit deiner pingeligen Meckerei auf die Tröte gehen kannst
Wie Du dich dann schon mal beleidigt und oder sauer in dein Arbeitszimmer einschließt und ich drei Kreuze schlage
Wie ich dich dann immer mit lecker Kochdüften aus der Küche wieder aus deinem eingeschnappten Exil hole – und du zufrieden grunzt
Wie wir beide über so vieles gemeinsam lachen können
Wie so vieles zwischen uns stimmt
Wie Du den ganzen Sonntag in deinen ältesten Schlabberklamotten und Schmusedecke über der Schulter brummig durch die Wohnung tigerst. Quengelig und bedauernswert
Wie hübsch Du gerade dann bist
Wie wuschig Du mich besonders an solchen schlampigen Tagen machst
Wie es sich so schön nach heimkommen anfühlt, mit dir Löffelchen einzuschlafen
Wie wir Eins sein können, ohne sich selbst dabei zu verlieren
Wie weit wir miteinander gekommen sind, und gemeinsam weiter wollen
Wie Du riechst
Wie Du guckst
Wie Du grinst
Wie Du bist
Du
Mein Löffelchenmensch

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