Links? Rechts? Oder doch geradeaus?!
Unverbindliche Zweckbeziehung oder doch etwas ernstes?
Wie alles angefangen hat?
Bei mir ganz früh. Schon vor zwei Jahren, wenn wir uns auf Partys und in Kneipen getroffen haben, hatte ich dieses Kribbeln, wenn du gelacht hast oder so typisch deine Haare aus der Stirn geworfen hast. Noch heute ist es das, was ich am meisten an deiner Gesellschaft genieße, auch wenn es nur ein kurzer Augenblick ist. Jeder einzelne ist es wert. So wie einige Menschen Zehnägel oder Briefmarken sammeln, sammel ich unsere Augenblicke.
Du brauchtest ein wenig länger. Aber schon seit ein paar Monaten geht es bei uns hin und her. Mittlerweile treffen wir uns nicht mehr nur auf Partys oder auf dem Campus, sondern auch bei uns. Viel geredet wird nicht. Meistens geht es gleich zur Sache. Und danach...anfangs war dieses unausgesprochene Einvernehmen: Alles unverbindlich und ohne Bedeutung. Die erste Zeit reichte mir das. Bis vor einigen Wochen. Es passierte als wir aus der Dusche kamen und auf deinem Balkon saßen, die Sonne schien, du hattest den Arm um mich und ich fühlte, dass unsere Treffen nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken sind. Es sind die hellen Momente zwischen endlosen Vorlesungen und dem sinnleeren Gequatsche mit den albernen Freundinnen.
Egal wie schlecht ein Tag bei mir anfängt, nur ein kurzer Blick von dir und ich bin froh mich aus dem Bett gequält zu haben.
Ich spiele mit dir, du tust es auch nicht anders. Du kannst meine beleidigte Reaktion ja gar nicht übersehen, wenn du gerade wieder mit der drallen Blonden geflirtest. Gleichzeitig versuchst du immer öfter mich zu beschlagnahmen. Es erschreckt mich und schmeichelt mir doch. Warum ziehst du mich an, wenn du mich im nächsten Moment wieder abstößt. Welchen Zweck hat dieses ewige Hin und Her, wenn das Leben doch schon kompliziert genug ist. Statt mich mit Liebeskummer rumzuschlagen, sollte ich mich dringend um mein Examen kümmern. Immer wieder schaffst du es mich abzulenken. Dabei will ich doch gar nicht an dich denken. Daran wie du auch möglicherweise noch eine andere Romanze am Laufen hast. Dabei ist mir der Gedanke, dass du mich nicht so liebst wie ich dich, so vertraut wie zuwider. Darüber reden möchtest du nicht. Und ich auch nicht. Nicht solange wie ich selbst noch nicht weiß was ich will.
Einerseits möchte ich nichts festes. Andererseits ertrage ich keine Woche mehr ohne dich.
Ich wünschte, es könne so weiter gehen wie bisher. Doch gleichzeitig will ich vorwärts gehen im Leben. Ich will noch was erreichen. Aber nicht alleine.

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Kommentare
29.05.2008, 22:45 von B4N4N3Tja, man muss wissen was man will. Ist manchmal schmerzhaft bis man das weiss.
Viel Glück