madame_incertaine 08.08.2013, 23:18 Uhr 2 1

Lieber Mr. Taktlos-Rücksichtsvoll,

Du hast einfach nie aus all deinen Lügen gelernt, deine Taktik nicht geändert.

 

Sie verraten dich und ich hab es dir immer und immer wieder gesagt. Dieselbe gleiche Leier abgespielt. Tag für Tag, Nacht für Nacht und Gedanke für Gedanke. Bis es mir selber zum Halse raus hing, aber ich hab immer und immer wieder an dich geglaubt. Uns vertraut! Insgeheim gehofft, du würdest lernen nicht nur mit deinen Worten zu lügen.

Gehofft so viel mehr für dich zu sein. Darauf vertraut, dass alles anders, irgendwie besser wird, auch wenn alles nur eine Lüge gewesen wäre.

Aber anscheinend habe ich dich überschätzt. Zu viel von dir verlangt und zu viel von uns erwartet.

Es war nicht einfach nur eine von diesen Notlügen, die wir akzeptieren. Dieser winzigen Schmeicheleien, die man eigentlich doch nicht hören will, weil es nichts zu schmeicheln gibt. Keine der kleinen rücksichtsvollen Lügen, die du mir erzähltest, weil es bequemer war.

Darum wusste ich es in dem Moment, als du mich angesehen hast. Wie ich es in jedem der kleinen Momente gewusst habe.

Du hast einfach nie aus all deinen Lügen gelernt, deine Taktik nicht geändert.

Und obwohl ich es so sehr wollte, hätte ich mir doch niemals vorstellen können, dass diese warmherzigen und aufrichtigen Augen, jemals auf so eine brutale, direkte und doch so ehrliche Art alles kaputt machen würden.

Deine Augen haben dich verraten und ich hab es versucht dir zu sagen.

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    "Die Lüge ist auf dieser Welt
    wie roter Mohn im Ährenfeld
    Man jätet ihn als Unkraut aus
    Und windet ihn zum Blumenstrauß"

    16.09.2013, 23:51 von schauby
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    16.09.2013, 23:50 von schauby
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