Frau_Irma 30.11.-0001, 00:00 Uhr 18 46

Lieben lassen.

Es geht nicht, dass nur eine Seite liebt. Glaubt. Hofft.

Es geht nicht, nicht wahr?
Es geht nicht, dass nur eine Seite liebt. Glaubt. Hofft.
Ich sagte dir, ich brauche Zeit.
Zeit, um zu vertrauen. Zu sehen. Zu lieben.
Du warst damit einverstanden. Du hattest Funken in den Augen, dein Herz lag in meiner Hand. Du gabst mir alle Zeit der Welt.
Doch in Wahrheit hattest du nicht die Geduld.
Du wolltest alles direkt. Sofort.
Und jetzt? Jetzt liegt mein Herz in deiner Hand: ruhig und schwer.
Alle Zweifel hat es abgelegt. Und dabei nicht gemerkt, dass du es nicht mehr festhältst. Nicht mehr fest hältst.
Du bist dir unsicher geworden.
Vor was hast du mehr Angst? Dass du es loslässt oder dass es für immer dir gehören könnte?
Ich wünschte, du könntest fühlen wie ich. Dass das, was wir haben groß ist. Und echt und gut.
Aber es tut weh. So weh zu sehen, dass du das Offensichtliche nicht siehst.
Weißt du, was für mich Liebe ist?
Den anderen zu erkennen. So wie er ist.
Und deswegen werde ich dich gehen lassen. Du dachtest, du bist bereit für uns. Aber das bist du nicht. Die Welt wartet auf dich. Und ich bin kein Teil mehr davon.
Ich werde dich immer lieben.
Ich werde dich immer vermissen.
Aber ich werde dich nicht aufhalten.
Das Leben ist zu kurz für nur eine halbe Liebe.
Alles Glück der Welt im Herzen. Das wünsche ich dir.

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18 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Ein wirklich sehr schöner und trauriger Text. Und sehr wahr! Danke! :))

    01.06.2016, 13:59 von LuciaEden
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  • 0

    Sehr schön. Nicht nur der zweideutige Titel!

    01.04.2016, 19:09 von Tora
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  • 6

    Jemanden zu erkennen, wie er/sie ist, in allen Facetten, in aller Gesamtheit, ist eine große Herausforderung, aber diese Erkenntnis des Erkennens kann nie größer sein, als die über sich selbst. Wenn es daran nicht so häufig hacken würde, gäbe es nur noch perfect machtes auf der Welt.  

    Manche können nur "halb", nicht ungeteilt lieben, echte, dauerhafte und intensivste Nähe, wahres Erkennen im Anderen macht ihnen Angst vor sich selbst, ebenso wie Alleinsein. Das Oszillieren zwischen diesen Polen ist gleichsam Spannungs- wie Verzweiflungsmotor. Alles soll akzeptiert werden, während die Selbstakzeptanz in Schatten und Licht nicht erbracht wird. Ihre Liebeslücken, gerade die der Selbstliebe, sind zu groß, um ihr Bedürfnis nach Liebe einheitlich, unfragmentiert zu leben. Stellt sich etwas/jemand deshalb als nicht erfüllend heraus, wird auf dem Unerfüllenden behaart, in der Hoffnung, jemand weiteres erfülle dann endlich. Sie glauben, sie lieben mehrere , dabei ist es das Brauchen mehrerer um sich vollständig, glücklich zufrieden oder sonstwas zu fühlen. So wird die Hürde und Abhängigkeit umso größer, für das was es zur Erfüllung braucht.  

    01.04.2016, 13:27 von schauby
    • 0

      Glaubst du solchen Menschen ist es möglich, irgendwann glücklich zu sein?

      07.04.2016, 19:12 von tinaelly
    • 2

      beinah jeder ist 'irgendwann mal' kürzer oder länger glücklich.

      Viele haben ihren gewohnten Tonus, den sie vorwiegend unbewusst reproduzieren: aufgrund ihrer Identität, oder das was sie dafür halten. Man kann sagen in der Tendenz: je älter Menschen werden, desto partnerunabhängiger, festgefahrener werden die Muster abgespult. Zb. wie jemand Nähe und Distanz, Spannung und Entspannung bestrebt ist zu regulieren. Welche Nähe jemand aushält und wünscht, welche als Bedrohung empfunden wird. all das spielt eine zentrale Rolle im miteinander glücklich sein, im Glück aushalten und Glück entwickeln können. (Manchen sehen Glück schon als die Abwesenheit von Leid oder Langeweile, aber davon ist hier nicht die Rede)   


      Die Frage ist nicht nur Glück, auf welchem Niveau, (seiner mitgegebenen und erworbenen Fähigkeiten), sondern vorallem: zu welchem Preis.

      Welche Bewusstheit hat jemand, zu realisieren, was seine Verantwortung in Beziehung = Bezogenheit auf Partner ist, welche Fähigkeiten im Selbstverständnis und in Empathie sind vorhanden gerade das zu integrieren, was man nicht mag was mitunter verdrängt, projiziert oder gar abgespalten ist, aus Schwäche/Angst/Unvermögen das tatsächliche Wesen seiner Natur zu erkennen und nachhaltig anzunehmen.   

      21.12.2016, 19:43 von schauby
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    • 1

      Es ist so einsam im Sattel seit das Pferd tot ist...

      01.04.2016, 10:36 von sailor
  • 0

    Liebe ist so ein schönes Gefühl, dass man es auf jeden Fall festhalten möchte. Dann ist es aber keine Liebe mehr sondern nur noch die Erinnerung daran. Bei Kindern scheint das nicht so schwierig zu sein. Die kann man lieben und trotzdem loslassen. Warum ist das in Partnerschaften so viel schwieriger?

    30.03.2016, 18:50 von grins
    • 1

      Eros / Agape vs Agape?

      30.03.2016, 19:13 von RAZim
    • 3

      ja so wird es wohl sein. Die alten Griechen haben da eine interessante Unterteilung für den "Sammelbegriff" Liebe gefunden. So allgemein betrachtet kann man schlecht erkennen warum das so kompliziert ist. Mit Eros, Agape und Philia kommt man da wahrscheinlich besser weiter. In einer guten Partnerschaft sollten alle 3 Bereiche halbwegs passen. Agape und Philia haben den riesigen Vorteil, das sie nicht unbedingt körperliche Nähe brauchen um am Leben zu bleiben. Wenn die Person oder was auch immer weit fort ist, bleibt das Gefühl trotzdem. Eros hat bei großer Distanz auf Dauer leider keine chance. Außerdem wollen den Liebesteil Eros viele von ihrem Partner ganz für sich allein. Die Liebesteile Agape und Philia werden eher mit anderen geteilt. Das ein ewiger Besitzanspruch durch das Eros-Gefühl selbst entsteht glaube ich aber nicht so richtig. Da ist bestimmt viel Gewohnheit und Angst vor einem eventuellen Alleinsein dabei? Ich finde im wahren Leben kann man die drei Liebesteile sowieso schlecht auseinanderhalten und so endet wie im Text alles wieder unter dem Oberbegriff mystische LIEBE.        

      31.03.2016, 18:01 von grins
    • 0

      Liebe ist kein Kuchen.

      01.04.2016, 10:35 von sailor
    • 1

      @ grins 

      guter Punkt im ersten Kommentar. Liebe in all ihren Formen zusammengefasst als Synonym für Lebensnahrung, ist bekanntermaßen die zwingend nötige Essenz für alles Lebendige, Wachsende. (Pflanzen mal ausgeklammert)

      Leider weder demokratisch, fair verteilt, noch ein Grundrecht und deshalb vielfach zu wenig für Gesundheit, deren Fehlen sich in einer Vielfalt von Mangelerscheinungen zeigt. physischer wie psychischer.

      Jeder Keim von Leben will wachsen. Wo die Nahrung schon früh dazu fehlte, ist das Leben bestrebt es nachzuholen, in mitunter tragischen und verirrten Ersatzteilen. auch Kultur, Erfindungen und  technischer Fortschritt  wuchs zu einem Teil aus besagter Kompensation dieses "Nahrungsmagels"    

       ohne es nochmal wiederholen zu wollen, gerade eben an anderer Stelle dazu hier geantwortet :

      01.04.2016, 11:49 von schauby
    • 1

      @ sailor: aber backen ist Liebe! Das steht auf meiner Margarine, also muss es auch stimmen!

      01.04.2016, 18:56 von grins
    • 0

      @ schauby: so ein früher Nahrungsmangel kann scheinbar auch kaum wieder aufgeholt werden? Eigentlich habe ich aber die Hoffnung das frühzeitig Verhungerte sich in einem gesunden Umfeld auch später satt essen könnten. So eine Umgebung ist bloß sehr schwierig zu finden. Halbwegs gesund bleibt lieber unter sich, könnte ja anstecken....       

      01.04.2016, 19:09 von grins
    • 0

      Fähigkeiten und Defizite suchen sich immer das passende Puzzle, das hat die Natur so eingerichtet, das hält sie am laufen, auch wenn es holprig bis aussetzend läuft, sie weiß Weg und Mittel, um das Leben zu überliefern. 

      bezüglich dem größten Nahrungsgeber Beziehung gibts vereinfacht gesagt zwei wesentliche Beziehungsarten:

      Die "Vermeidungsbeziehung" und "Konfrontationsbeziehung".

       die eine ist deshalb attraktiv, weil sie NICHT oder wenig in Berührung mit "Nahrungs-",Liebesdefiziten bringt, aber dafür auch kaum mit sich und darin verwurzelten Leidenschaften. Die andere, WEIL sie Leidenschaft befeuert, aber auch massiv mit den verbundenem - wer hätte es gedacht: Leid.

      Wer das nicht bewusst erfasst, integriert und in die Hand bekommt, wird je nach Belastungsermüdung mit der einen oder andern Art, ein Leben lang zerrissen sein, da weder das eine noch das andere wirklich "aufholen" und befreien lässt, was fehlt.    

      01.04.2016, 19:48 von schauby
    • 0

      also ich würde ja fast sagen das Mischbeziehungen zwischen den beiden von dir genannten Extremen am häufigsten sind. Wenn man bemerkt, das es irgendwo nicht weitergeht, muss man halt vermeiden und wenn es eine chance gibt etwas zu verbessern kann man es mit Konfrontation versuchen. Es gibt ja aber auch noch viele Berührungspunkte zwischen Kollegen, Kunden, Freunden, der restlichen Familie.... Für emotional Verhungerte ist es aber meiner Meinung nach fast überall schwierig ein gesundes Umfeld zu finden. 

      01.04.2016, 20:10 von grins
    • 0

      diese gelungene Mischung, wenn sie gefunden ist, führt allerdings auch zu deutlicher Lebensqualität, ohne quälende Kompromisse für die Beteiligten.   

      deswegen sage ich ja,

      Was ist dabei "gesund"? Comfortzone ?  sich aus den hinderlichen Schatten raushalten, aber ständig drüber stoplern ? Konfrontieren und ächtzen, uhhhh ... das kostet aber zu viel Kraft ?

      dann schnell wieder zurück zum Schema F. ?

      Ein Dreh und Angel für Konstruktives ist auf jeden Fall: annehmen.  Nicht die Vorstellung von "wäre schön wenn", sondern warum es irre ist, sich eher als Opfer, denn Schöpfer seiner Welt zu begreifen.  

      01.04.2016, 20:33 von schauby
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