saftdeslebens. 30.04.2012, 00:45 Uhr 4 1

Liebe. Und alles was dahinter steckt.

Die Schranke überqueren; eine Leidensgeschichte.

Nun gut. Ein Jahr ist vorbei und man sitzt immer noch hier. Man hat eigentlich alles versucht, doch es geht nicht. Es geht nicht - einfach gesagt, doch ehrlich gemeint. Und man sagt "es geht nicht" und gleichzeitig zerreißt es einem das Herz. Sich einem Menschen anzuvertrauen, drei Jahre voller Emotionalität mit ihm zu verbringen und nun zu sagen "es geht nicht", das ist grausam. Ein Stück von mir ist noch bei ihm und ich bekomme es einfach nicht wieder. Heute haben wir uns getroffen und es sind wundervolle Worte gefallen; das erste mal nach 4 Monaten ohne oder auch mit kaum Kontakt. Am Anfang einer Trennung ist es immer leichter... man baut Hass auf. Doch man vergisst: Wo auch Hass ist, da ist auch Liebe. Und diese Liebe geht nicht vorüber, so lange der Hass da ist. Ich bewundere die Menschen, die sich neutral trennen und eigene Wege gehen. Meine Mutter erzählt mir, dass sie nach der Trennung von meinem Vater einmal aus dem Fenster sah und zu sich selbst flüsterte: "Ich wünschte mir, ER wäre mir so egal, wie die Menschen, die da gerade auf der Strasse laufen". Bei mir ist das anders. Auf der einen Seite wünsche ich mir genau das, doch auf der anderen wünsche ich mir, dass die Menschen hochschauen und klingeln und, dass doch alles wieder gut ist. Während dem Jahr habe ich alles versucht um ihn zu vergessen und jetzt steh ich schon wieder an der Schranke - lass ich sie hoch gehen oder laufe ich doch lieber außenrum oder vielleicht doch wieder zurück? Ich befinde mich sozuagen gerade in der "Auto-aus"-Phase. "Schalten Sie der Umwelt zuliebe bitte den Motor aus"; das heißt so viel wie: "Bleiben Sie ruhig und warten Sie ab was passiert." Der Zug fährt vorbei und nun? WASZURHÖLLE ist nun? Das Schlimmste ist, dass keiner einem helfen kann - aber dennoch können sie einen warnen und sagen "Zeit heilt alle Wunden." Aber diese Zeit ist doch schon ein Jahr lang..

1

Diesen Text mochten auch

4 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 1

    Es heißt korrekt: "Der Zug heilt alle Wunden"

    30.04.2012, 13:25 von EliasRafael
    • Kommentar schreiben
  • 0

    " "Ich wünschte mir, ER wäre mir so egal, wie die Menschen, die da gerade auf der Strasse laufen"."

    das ist ein schöner Satz.
    Da hätte ich drumherum einen schönen Text geschrieben. Der Rest ist Mist.

    30.04.2012, 08:52 von Surecamp
    • 0

      es sprudelte einfach mal aus mir heraus; meine anfänge. aber danke (:

      30.04.2012, 11:02 von saftdeslebens.
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Du sprichst mir aus dem Herzen! Wunderbar!

    30.04.2012, 07:43 von violett84
    • Kommentar schreiben
  • Fabelhafte Fundstücke

    Glück ist eben doch käuflich – die folgenden 10 Fundstücke, die die Moderedaktion für euch aufgespürt hat, sind der beste Beweis.

  • 12 Dinge, die Christine vom Praktikum gelernt hat

    Was lernen die NEON-Praktikanten so in drei Monaten? Diesmal: Christine, Online-Praktikantin.

  • Horror-Links der Woche #33

    Diesmal u.a. mit kotzenden Kürbissen, dem gruseligsten Wald der Welt und einer bösen Gute-Nacht-Geschichte.

Neu: NEON für dein iPad!

Neueste Artikel-Kommentare

  • Fragen an diese Welt

    „Ich liebe diesen Artikel von Dir! Du sprichst Dinge ...“

    01.11.2014 von McKath
  • So sehr

    „Ich habe angefangen zu lesen und dachte: hmm, ok und...“

    01.11.2014 von McKath
  • Superheldin

    „Und am Ende sind wir alle Superhelden, für jeden ein...“

    31.10.2014 von marco_frohberger
  • Heimkommen

    „dann ließ es nicht wenn du es nicht möchtest. Es ist...“

    31.10.2014 von Janosch86
  • Heimkommen

    „ja schreib ihm das, aber veröffentliche solche intim...“

    31.10.2014 von yuhi