Schreibschnabel 11.02.2015, 15:05 Uhr 0 2

Letzten Endes hat es einfach nicht gereicht…

Letzten Endes hat es gefehlt, das unsichtbare letzte Puzzleteil, welches unbemerkt und schwer wie Blei am Boden der Schachtel lag.

Letzten Endes hat es einfach nicht gereicht, hast du mir nicht gereicht, hab ich dir nicht gereicht. Letzten Endes war es vermutlich die richtige Entscheidung mich von dir zu verabschieden. Der Zeit mit dir ein Ende zu bereiten, bevor wir uns in einer Welt verlieren, die nicht real ist, uns in die Illusionen verlieben, die nicht wahr werden wird.

Es war richtig dem Wunschdenken, dass eines Tages alles noch besser wird, dass uns beiden das alles reichen wird, lebe wohl zu sagen.

..Denn zu 100 Prozent überzeugt vom anderen waren wir beide nicht..

Vielleicht war es nur ein letzter Funken, der gefehlt hat. Vielleicht nur ein Augenzwinkern früher oder später, ein Atemzug zur rechten Zeit am rechten Ort. Aber am Ende hat eben genau das gefehlt. Das letzte Puzzleteil, welches unsichtbar, unbemerkt und noch unberührt in der Schachtel lag. Genau das hat gefehlt.

Jedoch hatte ich immer das Gefühl, dass es eben in dieser Schachtel liegt und nicht verloren ist. Dass es vielleicht einfach eine Zeit lang dauert, bis es plötzlich Beachtung findet, es aus der Schachtel genommen wird und dann plötzlich alles passt. Von einer Sekunde auf die andere.

Doch umso öfter ich mir einrede, dass dieses Puzzleteil schwer wie Blei am Schachtelboden klebte und es keine Chance gab es heraus zu lösen, desto weniger glaube ich das alles, was in den letzten Monaten alles passiert ist, was jetzt plötzlich vorbei war. 

Wobei es eigentlich nicht so plötzlich ging, zumindest nicht von deiner Seite aus. Eigentlich war es ein langer Prozess. Ein Prozess, den ich nicht sehen wollte. Aber ein Prozess, der mir spätestens nach den letzten 2 Wochen schmerzlich bewusst wurde. Ich spürte deine Distanz, deine Ablehnung mir gegenüber.

Es hat mich unglaublich gequält zu merken, dass ich dich nicht davon überzeugen konnte, von einem UNS. Ich konnte dich nicht von MIR überzeugen und das Schlimme daran ist, ich konnte dich nicht von mir als Mensch nicht überzeugen, sondern von mir als Partner.

Wir wussten beide, dass wir uns als Menschen sehr zu schätzen gelernt haben und umso länger ich darüber nachdenke desto schwerer fällt mir die Entscheidung dann, umso schneller klappt das Kartenhaus in mir zusammen, welches alles logisch und rational ordnet und mir die Bestätigung gibt, dass die Entscheidung richtig war zu gehen.

Hätte es funktioniert, wenn wir es weiter versuchte hätten? Haben wir vielleicht zu schnell aufgegeben?

Es war eine definitive nicht mehr veränderbare Entscheidung war. Alles "Hätte-Würde-Könnte" - Fragen stehen auf immer unbeantwortet im Raum. Das Puzzleteil ist mit dem Schachtelboden eins geworden. Die einzige Möglichkeit ist es  nun Abstand zu gewinnen und diesen Fragen keinen Platz zu lassen..

Ich will das alles nicht vergessen, deinen Geruch, dein Lachen, deine Stimme.  Ich trage so viele kleine Erinnerungen an dich mit mir herum, von morgens bis abends, von abends bis morgens.  

Und wir waren uns auch beide einig, dass es eine schöne Zeit war. Doch letzten Endes hat irgendetwas gefehlt, hat es einfach nicht gereicht.

Mir fallen keine negativen Seiten an dir auf, ich habe keine schlechten Eigenschaften, die ich dir vorwerfen kann. Am Ende stehen da zwei Menschen, die einfach den falschen Moment erwischt haben, die sich eingestehen müssen, dass es letzten Endes einfach nicht gereicht hat…

Das Einzige was mir bleibt, ist mich bei dir zu bedanken für die wunderbare Zeit und die hoffentlich richtige Entscheidung!

 


Tags: Abschied, Vermissen, Erinnerungen, Entscheidungen
2

Diesen Text mochten auch

0 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  •  

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare