letter to you
...
Traurig schaue ich dich an und merke, dass es wieder soweit ist. Ich habe mich lange vor diesem Augenblick gefürchtet, doch ändern konnte ich es auch diesmal nicht. Es ist einfach passiert.
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben. Es versucht zu verdrängen, zu vergessen und es im besten Fall einfach nur das eine Mal besser zu machen. Doch leider hat es nicht geklappt.
Jetzt sitzen wir hier und ich muss einsehen, dass auch du nicht meine Rettung bist.
Ich habe es so gehofft, habe mir die Seele aus dem Leib geweint, weil ich mir so sehnlichst gewünscht habe, endlich anzukommen.
Nun muss ich leider einsehen, dass ich dir leider nichts geben kann. Weder Liebe, noch Verständnis oder eine ehrliche Grundlage für so etwas wie Freundschaft.
Du siehst so verletzlich aus, deine Haare fallen dir sanft ins Gesicht und du schaust mich erwartungsvoll an. Die Worte bleiben mir im Hals stecken, denn was habe ich dir schon zu sagen, außer das ich aufgebe? Das ich wieder mal nicht den Mut hab, einfach zu versuchen mit dir glücklich zu werden?
Ich habe keine Angst vor Tränen. Ich hab Angst vor der Leere die sich jedes Mal in mir ausbreitet. Das ich einfach nicht fähig bin zu lieben. Jemanden bedingungslos zu akzeptieren und zu vertrauen.
Du kannst nichts dafür. Ich bin es die aus deinen kleinen Fehlern Probleme macht, sich niemals ganz auf dich einlässt und Angst hat sich in dir zu verlieren.
Doch was kann ich tun?
Ich springe so oft über meinen Schatten das ich schon selbst nicht mehr weiß wer ich bin oder was ich möchte. Mache dir zuliebe Sachen die ich nie tun wollte, sage Sachen die ich Minuten später bereue, weil ich mich doch gar nicht öffnen wollte.
Gefühle machen mich unsicher, kann weder mit ihnen umgehen noch zeigen.
Ich wünschte du würdest alles einfach machen, würdest den Schmerz verschwinden lassen.
Würdest mich erlösen aus der eises Kälte und mich irgendwie lieben lassen.
Ich werde vergebens auf jemanden warten der nicht kommen wird. Werde verzweifeln an mir selbst und mir immer fortwährend vorwerfen es doch nicht versucht zu haben.
Ich sehe dich an und es tut so weh. Ich würde dir so gerne erzählen was ich denke und fühle und doch weiß ich, dass du es nicht verstehen wirst. So bleibt mir nichts als dir zu sagen das es wohl besser ist uns aufzugeben.
Doch ich nehme dich in den Arm, schaue dir in die Augen und weiß, dass ich lieber mich aufgebe als uns beide.

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Kommentare
Wunderschön.
09.06.2009, 21:32 von Amphetaminsehr ergreifend...kennt man die situation :(
27.04.2009, 20:16 von saeshgut auf den punkt gebracht :)
fein gemacht! *tätschel
Ich stecke gerade in so einer Situation und es ist wirklich schwer und sehr traurig. Man kann und will (noch) nicht aufgeben, alles versuchen und bis zum Schluß kämpfen (um sich hinterher nicht wieder selber Vorwürfe zu machen). Manchmal reicht Liebe nicht, aber solange die zwischen zwei Menschen steht, kann man nicht einfach gehen.
26.03.2009, 10:36 von nemesisBis zum Schluß:
Es macht mich krank,
daß ich angeblich der bin, der die Schuld hat
Und gleichzeitig der bin, der die ganzen Lasten schultert
Angeblich der bin, der hier alles kaputt macht
Doch gleichzeitig der, der immer wieder zu dir kommt
und alles gut macht
@nemesis tolles lied!
22.08.2009, 19:44 von Coocohab die entscheidung übrigens grade hinter mir und im nachhinein betrachtet (da is man ja immer schlauer ) war ich einfach ganz lange zu feige sie zu treffen...
Aber der Punkt kommt an dem man gar nicht anders kann als zu gehen...
Achja, schön geschriebener Text! Gefällt mir!