patrickloveslife 15.01.2009, 19:26 Uhr 4 6

Lass mich nicht allein

Manchmal braucht es mehr als nur Fäuste um eine Mauer einzureißen.

Wie soll ich dir sagen, dass meine Gefühle für dich so einzigartig sind, viel intensiver als ein „Ich brauche dich“, viel mehr als nur „Du fehlst mir“. Es sind nun Monate vergangen seitdem du zwischen uns diese Mauer aufgebaut hast, diese Mauer aus Steinen die selbst der größte Hammer nicht zerschlagen kann. So oft habe ich schon versucht zu dir hindurch zu dringen, doch nie ist es mir gelungen. Ich weiß selbst nicht mehr wie viele Worte ich schon in deine Richtung geschrien habe, wie viele Tränen ich schon geweint habe weil Keines dich erreicht hat. Mein Körper ist nur noch gelähmt von der Angst das es dir es dir nicht gut geht dort wo du bist, von den Gedanken daran dass du inzwischen jemand anderen haben könntest. Es macht mich verrückt, es reißt mich förmlich auseinander. Es kommt mir vor als wäre es Winter – 365 im Jahr und dabei wünsche ich mir so sehr den Sommer, denn im Sommer riecht es nach dir, es riecht nach Liebe und Wohlbefinden. Aber jeder Sommer geht vorüber und was bleibt ist der Herbst, erfüllt mit Wind und Regen, Angst und Ungewissheit. Ich weiß nicht, ob du überhaupt noch Gedanken an mich verlierst, ob der Teil von mir den ich Deinem Herzen gelassen habe nicht schon längst erfroren ist, weil es kalt geworden ist dort.
Ein Sprichwort sagt, dass das Leben nur eine Abfolge von Räumen ist, und das wenn man einen neuen Raum betritt auch neue Menschen, eine neue Liebe auf einen warten. Aber bei mir hängen in jedem Raum, an jeder Wand nur Poster mit deinem Antlitz. Diese Räume spiegeln mein Herz wieder, welches immer noch erfüllt ist mit der Liebe die du mir gegeben hast. Nur bekommt es keine Neue mehr und ich weiß nicht, wie lange die Vorhandene noch reicht um mich zu wärmen, mich zu erinnern an bessere Zeiten. Ich bin kein Mensch der sich unterkriegen lässt, ich lebe mein Leben weiter wie zu vor, doch es ist einfach das du fehlst, ich vermisse die Art wie du mich angesehen hast, wie du mit mir geredet hast. Ich vermisse unsere Telefonate bis spät in die Nacht und selbst die Momente in denen wir uns gestritten haben, denn auch sie sind etwas das uns verbunden hat, das uns distanziert und wieder zusammengebracht hat, denn was sagt meine Mutter immer „Streit kommt in der besten Ehe vor.“. Du warst nie jemand der sich von anderen gern etwas sagen lässt, auch von mir nicht, dennoch hast du auf mich gehört, als ich sagte das wir diesen Weg zusammen gehen sollten. Du warst immer da wenn ich dich brauchte und was ist jetzt? Jetzt bist du Hunderte von Kilometern entfernt, in deinem Zimmer. Ja, ich weiß noch genau wie es dort aussieht, wie es riecht. Du kannst mir nicht weiss machen, das du dich nicht mehr an die Momente erinnerst als wir am Main saßen, unter dem Baum und uns geküsst haben. Die ganze Stadt hat uns zu gesehen, doch das war uns egal, wie so viel anderes in der Welt. Wir brauchten nur uns, unsere Nähe und unsere Gefühle. Und Heute? Heute brauchst du mich nicht mehr, du hast es mir selber gesagt. Aber hast du auch an mich gedacht als du sagtest das Schluss ist, das es kein „Wir“ mehr gibt? Du warst immer stärker als ich, hast so manches besser gemeistert im Leben, hast mich oft aus der Misere gerettet, aber lässt mich von einem Moment auf den nächsten im Regen stehen, allein. Jetzt bist du weg, die Straßen zu dir gesperrt und du umgeben von der großen Mauer aus Hass, Hass auf den, den du einst geliebt hast. Ich wünsche mir nicht viel, ich wünsche mir nur einen Bagger aus Liebe und Hoffnung, um diese Mauer einzureißen und vielleicht eine kleine Tube Kleber, um unsere Herzen wieder zu vereinen.

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4 Antworten

Kommentare

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    mann, du machst es mir ja wirklich nicht leicht. die sache mit den tränen. erst les ich "wer werden uns wiedersehen2 und fang schon an zu kämpfen, und dann das hier.
    "Ich weiß nicht, ob du überhaupt noch Gedanken an mich verlierst, ob der Teil von mir den ich Deinem Herzen gelassen habe nicht schon längst erfroren ist, weil es kalt geworden ist dort.2
    Irgendwie scheint es, deine freundin war mein freund. meine güte, sie scheinen sich ähnlich zu sein!

    13.08.2009, 09:37 von sommersprosse.
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    sehr toller text.

    04.02.2009, 19:44 von kruemel.
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    Toller Text & einfach nur schön.

    15.01.2009, 22:17 von Maquela
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    Ich bin gerührt, ich bin wirklich sehr gerührt...
    Ich habe lange nicht mehr so etwas ehrliches gelesen...du sprichst mir aus der Seele!
    Danke!

    15.01.2009, 19:55 von Engelstraum
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