NoisySilence 10.06.2014, 17:14 Uhr 0 1

Kopfkino

Du siehst jemanden, den du ansprechen möchtest. Während du im Kopf bereits euer gemeinsames Leben ausmalst, ist die Person längst weg... Ein Gedicht.


Meine Augen folgen jeden deiner Schritte
In meinem Kopf ist dein Bild eingefroren
Gerade bist du des Lebens' meiner Mitte
Und um uns herum scheint Raum und Zeit verloren.

Ich bin unfähig zu atmen wenn du mich siehst
Denn warmes Erstarren liegt auf meiner Haut
Und im selben Moment ein Zittern durch mich schießt
Das bei deinem Anblick sich zum Beben aufbaut.

In Gedanken flüchte ich in meine Träume
Wo ich dir meine Demut und Liebe gestehe
Wo ich nicht den richtigen Moment versäume
Und wo ich all' deine Bedürfnisse verstehe.

Diese Welt ist meine Phantasies Kreation
Hier spiele ich Planer deiner schönen Seele
Vollende jeden Punkt von dir zur Perfektion
Dass mir an diesem einsamen Ort nichts fehle.

Betäubt und verwirrt öffne ich meiner Illusion's Binden
Wieder verloren mein Gefühl für Raum und Zeit
Kann dich in der Masse nirgends finden
Du hast dich selbst aus meinen Gedanken befreit.

Zertreten hast du mein kleines Königreich
Ohne von ihrer Existenz je zu erfahren
Ihr Fundament für die Realität viel zu weich
Um ihre Schönheit auf ewig zu wahren.

Trauer verdrängt das anfangs herrschende Beben
Warum dein plötzlicher Aufbruch aus meiner Welt?
Frage mich was ich dir nicht konnte geben
Das dich weiter in meinen Armen hält?



Nie habe ich dich in den Armen gehalten.
Nie von der Welt erzählt die ich uns malte
Nie habe ich meine Liebe dir gestanden
Und spürtest nie meinen Atemzug der dir galte.

Glaubte, du den ewigen Tag mit mir verbringst
Vergaß, dass ich nie hier bin geboren
Bis du, meine Sonne, untergingst

Nicht dich, nur die Illusion habe ich verloren.  

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