Konsequente Inkonsequenz
Unglücklich glücklich, konsequent inkonsequent, endlich unendlich.
Irgendwo dazwischen stehen wir. Oder sollte ich besser
sagen, stehe ich. Vor einem Jahr begann es. Ein Treffen, viele Blicke.
Irgendwann Gefühle. Ich habe gedacht meine Suche ist am Ende. Einer dieser
Sätze die man öfters sagt. Vielleicht war es wirklich das letzte Mal. Der
letzte Satz, der so ernst gemeint war.
Irgendwann das Bett geteilt. Längst habe ich mich verloren in deinem Blick, in deinen Haaren, deinem Lächeln, der Art zu sein. Morgens bist du immer am schönsten, wenn du neben mir aufwachst. Du hast diesen Satz gehasst und zugleich geliebt. Es war mein ehrlichster Satz.
Viele Tränen, viele Gefühle.
Kein Streit, keine Vorwürfe
Aus uns ist Du und ich geworden. Und jetzt nach einem Jahr. Wo stehen wir da? Was
sind wir? Sind wir Freunde? Sind wir Liebende?
Wahrscheinlich irgendwo
dazwischen.
Zwischen Gefühlen und Zärtlichkeit. Zwischen Freundschaft und
Liebe. Zu viele Gefühle für eine Freundschaft. Zu wenig Gefühle für eine Liebe.
Oder einfach zu wenig Mut für einen Neuanfang.
Wir sehen uns. Wir spüren uns. Wir reden, nur nicht über uns. Es geht mir gut
dabei. Es geht Dir gut dabei, das spüre ich und doch kommen wir nicht weiter.
Endlich. Die Tage, an denen wir uns sehen können,
sind gezählt. Deine Koffer sind gepackt. Und trotzdem wird dieses Gefühl
zwischen uns unendlich sein. Es wird immer bestehen.
Vielleicht sollte ich konsequent sein. Dich verbannen aus meinem Leben. Wären
da nicht diese Momente, die Erinnerungen, die Hoffnung an ein Uns die mich
immer wieder inkonsequent handeln lassen. Für immer hört sich ziemlich lange
an.
Vielleicht schreibe ich Dir morgen. Vielleicht schreibst Du mir morgen. Dann geht es wieder los, das Feuerwerk. Die asynchrone Kommunikation zwischen Kopf und Herz. Unglücklich glücklich eben.




Kommentare
so wahr, so wahr.
12.05.2013, 14:15 von Lacrashflashabgefahren...ich könnte jedes wort so übernehmen! es gibt scheinbar noch mehr leute die ähnliches erleben. danke für den text!
19.04.2013, 15:32 von BobBuilderSich ein bisschen betrinken hilft die Worte von der Zunge zu lösen. Oder dir Gefühle von der Seele?!
13.04.2013, 10:31 von Ceci.de.la.ProvenceAber warum geht sie denn?
schön beschrieben.
*seufz* :-)
02.04.2013, 13:47 von Sunny_82Perfekter Text! Wunderschön geschrieben und wahre Worte gesagt..
18.03.2013, 15:23 von Himbeereis136Ich kann mich nicht entschieden ob ich weinen oder lächeln soll, wahrscheinlich ist es ein bisschen von beidem...
einfach toll!
28.03.2013, 17:21 von LuftundLiebe1305finde ich sehr schön
15.03.2013, 22:09 von missiluutoller text.
15.03.2013, 15:47 von tiny_iniSehr schön und passt so gut!
15.03.2013, 11:58 von GeradineDie Subheadline lässt auf eine Affinität zu deutschem Hip-Hop schließen. Maeckes, Megaloh... ?
14.03.2013, 18:10 von textkrementeMachen durchaus gute Mukke die Boys
14.03.2013, 18:54 von ellijasSehr schöner Text! Du beschreibst eine Situation, die mir sehr bekannt vorkommt (und wie ich sehe vielen anderen hier ja auch). Und man immer wieder schwankt zwischen: "Es lohnt sich, Zeit und Arbeit und Gefühle zu investieren" und "Nein, irgendwas fehlt eben".
14.03.2013, 14:10 von Antonia86Meine Lieblingssätze: Zu viele Gefühle für eine Freundschaft. Zu wenig Gefühle für eine Liebe.