Klopf klopf
ODER: Fahrtwind im Inneren
Lange ist es her. Tage, Monate – oder nein Jahre sind vergangen seit ich Bewegung spürte. Bewegung, die mein Innerstes berührte so, dass mein Äußerstes bebte. Oft habe ich gewartet, gehorcht, gehofft. Oft habe ich die Luft angehalten. Weil ich dachte, es rege sich etwas. Weil ich dachte, ich spüre etwas. Vielleicht auch nur, weil ich es mir so sehr gewünscht habe. Es so gerne wieder erlebt, es gespürt hätte. Einfach, weil ich es so sehr vermisst habe.
Doch in den vergangene Tagen, Monaten – oder nein Jahren war es immer nur mein Atem, der meinen Brustkorb langsam auf und ab hob. Mein Pulsschlag, der meine Adern vibrieren ließ. Doch dann, eines Tages, ganz unverhofft, passierte es. Da spürte ich es. Leicht und leise in meiner Brust. Nicht laut. Nicht beherzt. Nicht wild. Ich musste mich nur darauf konzentrieren, doch wenn ich die Augen schloss, dann spürte ich es. Ganz sachte hüpfte es auf und ab. Und auf und ab.
Nach all den Tagen, Monaten – oder nein Jahren wage ich es glücklich zu sein. Koste ich das Gefühl aus. Genieße es, das leichte Pulsieren, das kaum merkbare Beben in meiner Brust. Ich schöpfe Mut. Mut, das ich mich wieder lebendig fühle. Das ist fühle. Atme. Lebe. Doch dann, dann ist es vorbei. So schnell wie es gekommen ist, so schnell geht es auch wieder, das sanfte Gefühl in meiner Brust.
Und wieder einmal wird mir klar, dass es nicht mehr als Schluckauf war. „Ein ganz wunderbarer Schluckauf“ denke ich mir, während ich mich lächelnd zurücklehne und auf den Nächsten warte…
Tags: Gefühle, Klopfen, Schuckauf





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