Theaterlady 04.05.2012, 12:30 Uhr 2 1

Kleines Stück von dem ganz großen Glück!

Ein Blick von dir, ein flüchtiges Gespräch, eine Umarmung. Das ist alles was ich brauche für ein kleines Stück vom ganz großen Glück.

Wenn ich dich sehe

Rot…Rot, wie das Blut das in mir pocht wenn ich dich sehe. Rot, wie mein Gesicht wenn ich mit dir rede. Rot, wie die Liebe. Wie meine dritte Weinschorle vor mir. Keine Linderung in Sicht. Ich sitze in meiner  Stamm Bar und hoffe dich zu sehen. Vor dir hat es mich selten hierher verschlagen, doch die Stunden die ich mit dir hier erinnern mich an mein größtes vergangenes Glück. In der Hoffnung dich zu sehen. Ein Blick von dir ein flüchtiges Gespräch eine Umarmung. Das ist alles was ich brauche für ein kleines Stück vom ganz großen Glück.

Du sitzt zwei Meter von mir entfernt, mit ihr. So nah und doch so fern. Ist es Einbildung, dass du mich immer noch bewundernde anschaust, oder ein Wunschdenken. Du sitzt mit ihr auf dem Platz auf dem wir noch vor wenigen Monaten saßen und uns stundenlang angeschaut, unterhalten und geküsst haben. Sie hat meinen Platz eingenommen. Hat sie das? Ich habe vor dir solche Gefühle nicht gekannt. Ich war so glücklich mit dir und fühlte mich von Grunde auf geliebt. Deine Küsse stahlen mir den Atem, den Verstand und den Boden unter meinen Füssen. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass dein plötzliches verschwinden aus meinem Leben, dasselbe mit mir anrichten könnte. Der wundervolle, süße Schmerz hat sich gewandelt in monatelange Abwesenheit meiner selbst und ich verbringe die Zeit lieber in meiner Traumwelt mit dir, als ins jetzt zurück zu kehren. Selbst in meinen Träumen suchst du mich  heim und ich kann mich nicht von dir lösen. Ich zwinge mich mit aller Kraft bei dir zu bleiben. In meinen Träumen kehre ich zurück an deinen Küchentisch, zu den Frühstückseiern. Gemeinsam gehen wir ein Stück… du sagst du magst mich genauso…plötzlich bin ich in der Kirche. Ich  habe ein Brautkleid an, doch die Braut ist eine andere, die falsche. Du nimmst sie. Warum?! Warum, frage ich mich jedes Mal, wenn du mich erneust verlässt und verletzt. Was hat sie was ich nicht habe? Was gibt sie dir, dass ich dir nicht geben kann. Wenn sie die deine wäre, würde ich euch Glück wünschen. Ich stehe da. Paralysiert. Spreche nicht. Schweige, bis ans Ende meiner Tage. Mit meinem Brautkleid renne ich. Ich laufe soweit bis ich nicht mehr kann. Bis ich wieder bei dir angelange. Denn jedes Mal bist du der Weg. Die Antwort und das Ziel. Ich wünschte es wäre nicht so. Doch du bist der eine. Seit dir wird jeder gemessen an einer Liebe die nicht zu erreichen ist. Es wird nie wieder jemanden geben wie dich. Es tut so weh.  Doch du bist nicht da und es gibt niemand der mir diesen Schmerz nehmen kann.

Ich stehe am Altar. Ich sehe dich. Du bist nicht mein Bräutigam. Du schweigst…bis an das Ende. Ein anderer nimmt deinen Platz ein.

Zusammen hätten wir ein kleines Stück, von dem ganz großen Glück gehabt. Doch da wir schweigen, reicht es nur für ein „Glück“.

 

 

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2 Antworten

Kommentare

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    Stimmt. Hauptsache Torte;-)

    05.05.2012, 23:00 von Theaterlady
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