Klarer Nachthimmel
Tiefes, weites Schwarzblau mit ein paar funkelnden Sternen. Mein Bauch ist so voll mit Gefühlen, wie die Nacht heute intensiv.
Ich werde angekündigt. Mein Name wird gerufen. Und deiner. Du sollst kommen, die is da. Und du kommst. Du kommst den ganzen Abend lang ständig auf mich zu. Huch? Ich dachte es wäre aus mit uns. Ehe es richtig begonnen hatte. Das lag an dir, nicht an mir.
Ich bin zum ersten Mal nicht wegen dir hergekommen, hatte ich mir eingeredet. Spaß haben ohne dich- und dir dabei in die Augen sehen. Das wollte ich, dachte ich. Der Abend drehte sich von Anfang an nur um dich.
Irgendwann tapse ich dann alleine zur Sofaecke.
Der einzige freie Platz ist neben dir und du bietest ihn mir an. Ich setze mich gezwungenermaßen zu dir. Fühle mich zu wohl.
Du legst den Arm um mich und wirkst trotzdem schüchtern.
Wir reden belanglosen Kram. Über uns die weiße, weite Stoffdecke. Unser Gespräch wird leiser und langsamer. Unsere Köpfe bewegen sich langsam zueinander und unsere Lippen treffen sich, ganz von allein.
Ich springe auf, lasse deine Hand los. Dir bloß nicht begegnen. Irgendeinen klaren Gedanken fassen.
Ich helfe das Zelt aufzubauen. Es wird langsam kühl. Die Nacht umgibt uns. Stehe da und halte eine Stange, du kommst wieder zu mir. Halten dieselbe Stange. Wieder treffen sich unsere Lippen, wieder völlig ohne Zutun. Wir stören nur noch.
Ich schmeiße ich mich ins kühle Gras und blicke in den klaren Nachthimmel. Tiefes, weites Schwarzblau mit ein paar funkelnden Sternen. Mein Bauch ist so voll mit Gefühlen, wie die Nacht heute intensiv.
Wir stehen beide am Feuer. Auf einer Wiese. An einem See. Du riechst nach warmem Wollweiß mit Heidelbeeren. Geborgenheit über unsere Körper. Leise dringt Musik zu uns. "Whatever it takes or how my heart breaks, i’ll be right here waiting for you".
Mich erwischt irgendwie ein brennender Ast vom Feuer am Bein. Irgendwie stechen die Küsse tief in mein Herz. Egal, tut ja nicht weh.
Die Narbe hab' ich immer noch."Wichtige Links zu diesem Text"
Richard Marx - Right here waiting




Kommentare
wenig worte, viel inhalt. viel gefühl. gefällt mir.
13.05.2009, 16:52 von wanky_monkeyOHA...
28.04.2009, 19:55 von HerrKuleskrass, wie viel man mit so wenigen worten sagen kann...
das ende gefällt mir...
"stechen...tut ja nicht weh...narbe"
nur der warme wollweiß mit heidelbeergeruch...
der stört mich bisschen;)
trotzdem: good job