Keine Lust auf Dänemark
Ich kann es kaum erwarten, bis du wieder abreist. Dieser Urlaub tut mehr weh als alles andere zuvor.
Du sagst: Du bist wie Urlaub für mich. Wie Dänemark. Ich komme gerne mal hin, aber hinziehen? Niemals.
Na vielen Dank.
Du sagst, ich bin deine liebste Freundin.
Ich schleiche in dein Bett. Du machst das Licht aus. Dein Kuss lässt mich den kältesten Winter überleben.
Meine Tränen fließen still ins weite Meer, während du schläfst. Du sagst, deine Reise war anstrengend.
Ich laufe dir schon immer hinterher, ein Land wie Dänemark braucht Touristen wie dich.
Und wenn du auch nur einmal im Jahr kommst. Wenn du dann da bist, dann steigst du auf alle Berge, zerwühlst den Sand am Strand, machst das wärmste Feuer an und lässt niemandem unter dem weiten Himmel einschlafen.
Du sagst, fahr nach Hause und denk drüber nach was du willst. Merkst du nicht, dass mein Zuhause hier ist? Ich kann nicht weg, ich bin eine Insel. Du bist das Land. Mein Herz liegt zwischen uns. Du brichst alle Brücken ab.
Du sagst, ich soll dich nicht belasten, dir nicht sagen, dass ich warte auf dich. Doch meine Wirtschaft ist am Boden, ohne dich.
Ich flüstere: Ich muss mir das nicht gefallen lassen. Du weinst in meinen Armen, ich halte dich. Wir sind mehr als 1000 Kontinente, ein kleines Land, ganz groß.
Die Ferien sind vorbei. Du packst deine Sachen und sagst: Bitte ruf nicht an. Schon klar, in der Nebensaison werden Herzen repariert.
Du stehst am Ufer, lächelst und der kühle Wind fährt durch dein Haar. Du sagst: Wir bleiben in Kontakt.
Vielen Dank für ihren Besuch.
Dänemark freut sich auf Sie.




Kommentare
ich mag, wie du schreibst!
22.11.2011, 23:07 von purplyhabe ich wirklich gern gelesen
27.10.2011, 15:06 von MauerKind