scarlet. 30.11.-0001, 00:00 Uhr 1 10

Kaffee schwarz.

Ich vermisse dich. Fürchterlich. Dich und die Illusion, die ich von dir hatte.

Bin gerade aufgewacht und habe Kaffee gemacht. Starken schwarzen Kaffee, so wie du ihn auch trinkst. Ich hab immer so viel an, wenn ich aufwache. Bei dir hatte ich nie eine Hose an. Höchstens einen Slip. Meine Brüste blieben immer unbedeckt, weil ich genau wusste, wie sehr du meine Brüste liebst. Wahrscheinlich auch das Einzige, was du irgendwie je an mir geliebt hast; Da bin ich mir sehr sicher. 


Ich vermisse das. Das nackt mit dir im Bett liegen und von dir angefasst werden und in deine Augen zu schauen. Diesen einen Abend, an dem wir nicht mehr damit aufhören konnten uns anzuschauen und dein Blick, als du mich angeschaut hast. Der Abend, an dem ich dachte, dass wir uns jetzt beide ineinander verlieben, doch war es am Ende nur ich. Mit offenen Augen ins Verderben. Es war mir egal, denn es war genau das, was ich wollte. 

Ich vermisse den Sex mit dir. Denn der war leider wirklich gut. Doch sein wir mal ehrlich, der war nur so gut, weil da irgendwie Gefühle im Spiel waren, nicht nur von meiner Seite aus. Sonst ist Sex einfach nicht so gut. Ich muss mich zwingen mich von dir fern zu halten. Bin mir ziemlich sicher, dass wir wieder miteinander schlafen würden, hätten wir nur die Gelegenheit dazu. 

Ich vermisse dich. Fürchterlich. Dich und die Illusion, die ich von dir hatte. Von uns. Dass du mich vielleicht auch lieben könntest und nicht mehr sie. Nach all der Zeit, all den Nächten. Als dir klar wurde, dass du mich vermisst, als ich auf einem anderen Kontinent war und ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, dass ich ganz gut ohne dich klar komme. Dann kamst du. Natürlich. 

Jetzt halte ich mich von dir fern und du weißt nicht was du machen sollst. Hilflos überfordert mit mir. Irgendwie bin ich dir ja schon wichtig, das glaube ich dir auch. Doch es passiert nichts. Und ich warte den ganzen Tag darauf, das was passiert, aber das wird es nicht. 

Also warte ich weiter, während du alles in Zigaretten und Alkohol ertränkst. Mache neue Pläne, nicht in deiner Stadt, sondern in einer anderen Stadt. Klammere mich an meine Aufgaben, an Ablenkung und Wein. Zähle jeden Tag, an dem wir keinen Kontakt miteinander haben und hoffe, dass du irgendwann aus meinem Herz verfliegst. 

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Kommentare

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    hoffen wir, dass die Zeit alle Wunden heilt und die Sehnsucht übersteigt

    21.12.2015, 19:09 von LifeLoveLust
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