Espa 28.02.2008, 23:11 Uhr 2 1

K. aus G.

Wir sind nun seit drei Jahren getrennt

Wir sind nun seit drei Jahren getrennt
ham uns seither nicht mehr gesehen – what a fucking end
dein Körper, deine Seele sind mir permanent präsent
dein Schlussstrich damals, K., war einfach viel zu konsequent

ich bin daran zerbrochen und total untergegangen
war ab diesem Zeitpunkt unzurechnungsfähig und in mir gefangen
denn als du gingst, ging ein Teil von mir mit dir
dieser Teil – va te faire mettre – fehlt mir heute hier

und es interessiert dich nicht die Bohne
was ich fühle, was ich denke, wie & wo ich wohne
warum ich eigentlich über dich rappe – hab ich Recht?
du kennst mich gar nicht mehr, K. – so ’ne Schande, echt

hast mich sogleich von dei’m speziellen Leben exkludiert
und hast mich und meine Mails grundsätzlich ignoriert
was ist mir geblieben von dir? – im Prinzip nichts
die Erinnerung an dich? – ich glaube, das trifft’s

jetzt steh ich hier mit leeren Händen
verbring den Großteil meiner Zeit mit sinnlosem An-dich-Denken
frag mich jedes Mal, wann wird dieser Alptraum enden
und erlange die Erkenntnis: ich kann mich echt nur blenden

meine unrealistische Vorstellung von Liebe – einfach zerplatzt
von Dannen gezogen in einer Nacht, mit einem Satz
hast die Trennung anscheinend gar nicht wirklich intendiert
doch du wusstest, K.: ich bin die, die schlussendlich verliert…



So wie ich dich kennenlernte, K., warst du voll die Kühne
mit dem gewissen Starpotential, wie geschaffen für die Bühne
kulant, extrovertiert, mit einem unglaublich brillanten Habitus
– mir blieb nur der Gedanke an deinen fesselnden Gestus

und nich’ mal unseren letzten Kuss hab ich in Erinnerung
vor meinem inneren Auge wird alles ganz trüb und ich falle um
denk ich an unsere damalige Innigkeit wird’s mir blümerant
ich verlier den Boden unter den Füßen und lehn’ mich an die Wand

Sehnsucht und Schwermut überkommen mich heimlich
ergo: ich schweige, denn sonst wird es peinlich
die ganze Sache um dich ist nämlich ziemlich illusorisch
trotzdem sehne ich ein Wiedersehen herbei – K., verdammt, ich will dich!

und egal, wo du sein wirst – ich weiß, dass ich dich find’
du fragst dich, wie ich das mache? – mit Hilfe meines Instinkts
du kannst mir glauben oder nicht, das ist völlig indifferent
ich werd’s dir beweisen, sobald uns nichts mehr voneinander trennt

mach dich auf was gefasst, du musst deine Schulden begleichen
drei Jahre sind lang, vor allem voller Lügen & Leiden
ich spreche hier von Vergeltung, falls du’s noch nicht gemerkt hast
ich will dich ****** ***** K., so wie du’s bei mir gemacht hast

Ja, ich bin verzweifelt, mir fehlt die „goldene Mitte“
will zurück zum Potsi, dich noch mal kennenlernen – K., bitte!
würd’ alles tun, damit’s noch mal zwischen uns funkt
denn ich lieb(t)e dich abgöttisch, K. aus G.

1

Diesen Text mochten auch

2 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
14. Mai 2012

NEON-Apps für iOS und Android

Neueste Artikel-Kommentare