Eisauge 29.10.2007, 14:44 Uhr 1 1

In Too Deep...?

Ist das schlecht? Nein. Ich denke es ist das Beste, was mir je passiert ist. Ich muss mich nur noch... daran gewöhnen.

Ich liebe dich. Ist damit der Tatbestand schon erfüllt? Welcher Tatbestand?
To be in too deep? Wenn ja, dann bin ich es. Viel zu tief drin. Aber das klingt nicht, auf deutsch. Ich bin nicht zu tief drin. Ich bin in too deep. Wenn es das gibt. Wenn man das sein kann.

Und warum? Weil ich dich liebe. Das habe ich noch nie getan. Jedenfalls nicht so. Nicht so wirklich, nicht so richtig, nicht so... deep. Verstehst du? Ich weiß nicht was ich tun würde, wenn du nicht mehr da wärst. Ich will nicht klammern. Und ich will dir auch keine Angst machen. Daher wirst du das hier nie zu lesen bekommen. Ich schreibe das nur so. Warum? Weiß ich nicht. Weil ich seit ein paar Tagen „in too deep“ im Kopf habe. Und es ein bisschen gedauert hat, bis ich es geplant habe. Bis ich geplant habe, dass ich es mit dir assoziiere.

Weißt du, dass ich Angst habe? Angst, die ich noch nie hatte. Ich war noch nie so abhängig von jemandem. Ich würde dir das hier nie zeigen. Weil ich Angst habe. Angst, dass du das liest und dass dann sofort ein großes P in deinen Augen blinkt, dass du dich auf einmal eingeengt fühlst und meinst, dass ich dich vereinnahme und festhalte und ersticke. Ich gebe mir Mühe, es nicht zu tun. Das ist mein größtes Problem, meine größte Angst. Ich habe immer Angst, dich zu verschrecken, indem ich dich belagere.

Sonst war es immer anders. Ich war immer auf der sicheren Seite. Ich war noch nie in too deep, immer nur die anderen. Der andere. Ich war immer sicher und am Ende die Böse. Jetzt habe ich zum ersten Mal etwas zu verlieren. Dich. Und das will ich nicht. Das will ich auf keinen Fall. Darüber nachzudenken macht mir Angst. Was hast du aus mir gemacht? Vor dir war ich ein Gefühlskrüppel. Ehrlich. Jedenfalls dachte ich das. Und ich habe immer irgendwem wehgetan. Nie absichtlich. Ein Freund meinte daraufhin mal, dass ich „provokant“ wäre. Ich weiß nicht.

Ich habe mich nie wirklich auf etwas eingelassen. Ich habe mich geschmeichelt gefühlt, vielleicht geehrt, begehrt. Ich habe damit gespielt. Es geschürt, dieses Begehren. Ich habe es genossen. Und ich habe gemocht. Aber geliebt habe ich nie. Und wenn mir etwas wehgetan hat, dann mein schlechtes Gewissen und die Angst oder das Wissen, jemandem weh zu tun oder weh getan zu haben. Aber das hat mich auch irgendwie... unverwundbar gemacht. Ich konnte nur austeilen. Und weil mir niemand wirklich nah war, konnte mich nichts wirklich erreichen.

Das hat sich jetzt geändert. Ich bin nicht mehr unverwundbar. Gar nicht mehr. Du bist jetzt da. Und du kannst mir wehtun. Und ich glaube, das ist es. Das ist das, was mir in meinem Kopf herum spukt. Das ist in too deep. Und das bin ich. Far too deep.

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1 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Wie recht du doch hast.......wie verdammt recht.......ich kann es sehr gut nachvollziehen und hätte es genauso auch selbst schreiben können...

    29.10.2007, 15:31 von crazydevil
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