Kartoffelhuhn 19.01.2010, 14:03 Uhr 5 6

Immer wieder nur du

"Es tut mir Leid", hast du gesagt. Mir tat es weh.

Du hast dich vor zwei Jahren von mir getrennt, weil du keine Kraft mehr hattest, meinen riesengroßen Haufen Schmerzen mitzutragen. Konntest mich nicht mehr im Arm halten, nachts, und meine Tränen wegküssen. Du wolltest dich nicht mehr zurückstellen, um mir den Raum zu geben, den ich gebraucht habe. Dein Job wurde anstrengender, die Beziehung durfte es nicht werden. "Es tut mir Leid", hast du gesagt. Mir tat es weh.
Ich konnte nichts mehr essen, nicht mehr schlafen, nach zwei Wochen hatte ich keine Tränen mehr. Tränenloses Weinen tut so unendlich weh.
Nach 5 Monaten kam dein erster Anruf; ob wir uns nicht mal wiedersehen wollen, vielleicht auf ein Bier mit deinem besten Freund, ganz zwanglos. Und da war sie wieder da, die Hoffnung, dass du mich doch noch liebst, dass du doch nicht einfach so alles loslassen kannst, dass ich dir fehle, so sehr wie du mir.
Wir trafen uns, es war schön, du sahst gut aus, du warst wie früher, ich riss mich zusammen und das hat mich zerrissen. Auf einmal die Tränen - vor deinen Augen. Es war dir sofort wieder zu viel. Du gingst, dein bester Freund tröstete mich, wünschte mir, irgendwann so stark zu sein, dass du zurück kommst. Der Abend war scheiße und ich habe wieder alles kaputt gemacht.
Dann rief ich dich an. "Ich werde alle deine Nummern löschen, ich will, dass du dich nie wieder bei mir meldest." "Ist das wirklich nötig?"
Es war nötig und es war der größte Schritt, den ich je getan habe.
Ein Jahr später, du rufst an, wohnst jetzt 900 km von mir entfernt und ich fehle dir. Du bekommst keine Beziehung auf die Reihe, da ist dann immer die Erinnerung an unsere perfekte Symbiose. Dein Traum, mich heiraten, eine Familie. "Ich würde so gerne wieder Kontakt zu dir haben, ich mag dich nämlich." Ich zittere am ganzen Körper - da ist sie wieder, mein größter Feind, die Hoffnung. "Ich mag dich auch", ich liebe dich.

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5 Antworten

Kommentare

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    schön geschrieben. es geht weiter.. glaub mir, ob nun mit ihm oder einem anderen :)

    23.05.2010, 22:26 von dieANA
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    aua,tat beim lesen weh...
    finde mich ein wenig darin wieder.

    30.03.2010, 19:17 von ueberleben
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      @[Benutzer gelöscht] danke dir - und - irgendwann wirds gut.

      01.03.2010, 22:20 von Kartoffelhuhn
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    Ganz gut. Aber was ich nicht verstehe:

    Du gingst, dein bester Freund tröstete mich, wünschte mir, irgendwann so stark zu sein, dass du zurück kommst.

    Du musst stark sein, damit er zurück kommst? Heißt das, er nimmt dich nur, wenn du stark bist? Das ist große Kacke.

    20.01.2010, 13:52 von coronaria
    • 0

      @coronaria hart, aber wahr.
      Während der gesamten Beziehung hat er meine grenzenlose Schwäche mit seiner Stärke ausgeglichen, Therapie bla.
      Getrennt hat er sich, weil er keine Kraft mehr hatte. Noch mal die gleiche Beziehung würde er nicht führen wollen, nicht noch mal mit einem so schwachen Ich, wie damals.
      Was soll ich sagen? Ich bin definitiv stärker geworden und gewachsen, vor ihm bin ich aber der schwächste Mensch der Welt.

      20.01.2010, 13:59 von Kartoffelhuhn
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    Das ist kein Happyend...wirklich nicht.

    19.01.2010, 15:05 von Plutarch
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      @Plutarch Leider richtig.

      20.01.2010, 13:42 von Kartoffelhuhn
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