SakiSuspicious 18.04.2017, 16:33 Uhr 0 6

Ich sehe dich überall

Du bist bisher immer recht schnell wieder gegangen. Das ist schon in Ordnung. Du wärst nicht du, wenn du geblieben wärst

Ich sehe dich überall.
In dem netten Lächeln in der Ubahn, in dem lustigen Spruch vom Postboten oder auch in der Umarmung dieses entfernten Bekannten mit dem man nie wirklich viel zu tun hatte.
 
Du fehlst immer.
Wenn ich abends nach Hause komme, wenn ich morgens aufwache und wenn ich mein Privatleben plane.

Warst bisher nur ein paar mal kurz da, bist aber immer recht schnell wieder gegangen. Das ist schon in Ordnung. Du wärst nicht du, wenn du geblieben wärst. ich habe dadurch auch gelernt, dass ich dich nicht brauche. Ich komme alleine aus, sehr gut sogar. Ich hatte auch sehr viel Zeit nach mir selbst zu schauen, mich zu finden. Aber in den letzten Monaten fühlt es sich an, als hätte ich fertig gefunden. Jetz wäre ich wirklich mal bereit, dass du wiederkommst und vielleicht ein wenig länger bleibst.

Und ich möchte gar nicht mehr über dich reden und so viel an dich denken. Mir kommt das irgendwie albern vor. Bin sehr froh, dass ich dich nicht so verzweifelt finde, wie ich dich zu suchen scheine.
Aber du schwirrst durch meinen Kopf, immer lauter. Selbst wenn ich mit dem ein oder anderen das Bett teile, von dem ich weiß, der ist nicht du und wirds wahrscheinlich auch nie sein, bist du doch für so manchen Bruchteil von Sekunden wieder da, in seinen Augen. Und am nächsten Tag bei einem Glas Wein überlege ich, ob du es nich doch warst, der mich die Nacht zuvor so sicher im Arm gehalten hat.

Ich sehe dich überall.
Dabei weiß ich nicht, wie du aussiehst, wie du dich anhörst, wie du heißt oder womit du so deine Zeit verbringst. Aber ich kann es wohl einfach nicht mehr erwarten, das alles endlich rauszufinden.

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