Ich: "ist doch egal!...
...ich will Dich trotzdem mit nach Hause nehmen!" oder: Der Betrug an meiner besten Freundin
Vor vier Wochen war ich in meiner Stammkneipe. Als ich Hunger bekam, ging ich in ´nen Döner essen. Mein Kumpel blieb in der Kneipe und empfing mich mit den Worten "Ich muss Dir jemanden vorstellen."
Du wurdest mir vorgestellt, nanntest mir Deinen Namen. Leider fragte ich, ob Dein Nachname "Eigen..." wäre... tja, das wars dann. Du bist der Vater der Tochter meiner besten Freundin. Ihr seid grade dabei eine Beziehung zu einander aufzubauen. Du und Dein Kind. Ich wusste es von meiner Freundin.
Wir tranken und redeten die ganze Nacht, spielten Dart, leerten ´ne Flasche Wodka und unzählige Biere, stritten uns über Musik.- hatten einfach eine Menge Spaß.
Samstag Morgen um sieben endete die Nacht mit Nummerntausch.
Wir schrieben uns, Du kamst in die Freundesliste bei FB. Ich erzählte es meiner besten Freundin.
Wir blieben virtuell und per SMS in Kontakt.
Letzten Freitag hatte meine Freundin Geburtstag - sie sagte mir, sie habe Angst, dass wir beide etwas miteinander anfangen könnten. Ich versprach ihr, es nicht zu tun.
Samstag Abend trafen wir uns - Zufall??? Hmm... eher nicht. Du wusstest, wo meine Kneipentour enden würde und Du warst da.
Wir tranken - Bier, Wodka, Asperol -, spielten Dart, redeten - und plötzlich standen wir vor der Tür.
Wir sprachen weiter miteinander, über sie und ihre Ängste, unsere Lust aufeinander und es war klar, was kommen würde.
Ein Taxi hielt und wir stiegen ein.
Es war eine schöne, eine gute Nacht, es hat echt Spaß gemacht. Wir werden es wiederholen - völlig zwanglos, ohne Erwartungen, ohne Gerfühle.
Gestern saß sie auf meinem Sofa - sprach von ihrer Angst, von ihren Zweifeln - ich log sie an "Nein, ich würde nichts mit ihm anfangen, er ist der Vater Deiner Tochter".
Tja, das ist er wohl, aber sie ist 5 Jahre alt, ihr ward nie zusammen, habt erst seit 2 Monaten Kontakt, Du führst seit 3 Jahren eine Beziehung - Was ist Dein Problem?
Es ist, dass Du Kontrolle haben möchtest, dass ihn niemand auch nur "nett" findet. Hast Du vergessen, dass Du ihm vier Jahre verschwiegen hast, dass er der Vater ist?
Ja - und ich bin wohl ein Arschloch - ich habe Dich einmal diesbezüglich angelogen, aber ich werde es nicht mehr tun. Er und ich treffen uns weiter, aber ich werde Dir nichts davon erzählen - somit lüge ich Dich nicht an. Ich hintergehe Dich in Deiner Meinung.
Ja, Du bist mir wichtig - sehr sogar. Aber ich muss nicht mit allem was Du denkst, wie Du fühlst, mit dem was Du willst, einverstanden sein - und wenn Du gelernt hast, loszulassen, kann ich Dir es vielleicht erzählen - hoffentlich. Es tut mir leid, Dir etwas verschweigen zu müssen. Ich habe Dich lieb, auch wenn ich Dich betrüge!
Aber ich kann Gefühle und Lust, Emotionalität und Sex trennen - Deiner Meinung nach können das nur Männer (Sorry, dass ich eine Frau bin). Vorher hat´s Dich nicht gestört - weder bei Deinem Bruder noch als ich Dich bat, Du müsstest für mich meinen Freund anlügen.
Jetzt betrifft es Dich und ich - tja, ich fühle nicht anders als sonst.
Es tut mir leid.




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