Ich habe dich viel zu gern...
ich wollte es, auch wenn ich es nicht zugeben konnte. und jetzt ist es zu spät
Die Dinge liefen wie von Geisterhand. Mehr oder weniger aus zufall passierte etwas zwischen uns. Du wolltest mich sehen. immer wieder. Und obwohl ich es mir nicht eingestehen wollte, ging es mir genauso. Wir benutzten ausreden um uns immer wieder an den gleichen Orten mit Freunden zu sehen. Die bloße Anwesenheit des anderen machte uns glücklich. Bis die Spannung explodierte. noch nie habe ich ein derartiges Verlangen gespürt. und doch konnte ich nicht wissen, was dies nun bedeutete. Zusammen waren wir nicht, soviel stand fest. ich ließ es passieren, denn was sich so gut anfühlt kann man nicht verwehren. mit dem gedanken, dass das nur sex war, hatte ich mich längst abgefunden. ich war auf der suche aber doch nicht zu haben. oder hatte ich in wahrheit längst gefunden was ich wollte?
ich vermied etwas zu erwarten um nicht enttäuscht zu werden. viele worte waren nie nötig, wir haben uns in bloßen blicken verständigen können. es schien fast als ob worte der sache ihre bedeutung nehmen würden. ihre wirkung.
besonders in dieser einen nacht, die ich bis heute immer wieder vor meinen augen ablaufen lasse. du wolltest baden und als wir uns nackt gegenübersaßen , hatte ich das gefühl, dass wir jetzt in diesem moment keinen einzigen zwang mehr um uns herum haben. es waren nur wir beide und nichts das die ehrlichkeit des augenblicks hätte zerstören können. dein kuss veränderte sich auf einmal. deine umarmung war so unglaublich innig. von da an wusste ich dass es mehr war. und es war so aufrichtig. keine fragen. nur blicke und berührungen. und sex.
die nächste zeit war gleichzeitig wunderbar und eine höllenqual. verpflichtungen sind dir noch zuwiederer als mir. doch das verlangen war für mich keine verpflichtung. es war da. ich bekam die bestätigung von dir zwar immer wieder, doch ich blieb angespannt. ungewissheit zerrt an der kraft.
langsam wurde mir klar, dass zwei derart verbohrte personen nicht zueinanderfinden können. ich ließ dich los. ganz leise und ohne dass es jemand merkte.
schon wenig später, als ich mich von dem "ich liebe ihn nicht" erholt hatte, trat er in mein leben. es war zufall und fast dir zu verdanken. nachdem wir uns diesmal wirklich zufällig sahen und 2 wochen nich gesprochen hatten ließt du mich stehen um dich um eine Bekannte zu kümmern.
ich daraufhin alleine bemerkte jemanden. sympathisch aber kein kontakt. wenige tage später traf ich genau diesen jemand wieder. er war noch sympathischer. und wieder wollte er mich nicht für eine verabredung festnageln. gefiel mir.
beim 3. wiedersehen war klar. diese person ist besonders.
ich fühlte mich verstanden, von anfang an. irgendwie brachte er mich zum reden. und prompt verliebte ich mich. dich hatte ich vergessen. mein herz war ausgefüllt. es ist immernoch ausgefüllt. er steht zu mir und gibt mir mehr als ich jemals erhofft hätte. noch dazu stimmt unsere körperliche Ebene zu 1000%.
wir harmonieren. ich kann mich fallen lassen und weiß er hält mich. ich weiß ihn zu schätzen weil man einen wie ihn nicht zweimal findet.
dummerweise lassen sich reibereien in keiner beziehung vermeiden. und gerade in solch einem schwachen moment waren du und ich mal wieder unterwegs. wir sind inzwischen freunde. sehr gute freunde. die anspannung ist weg. wir sehen uns in die augen und sprechen bände. sie erzählen dass es gut so ist, wie es ist. du da ich hier. mit ihm.
und dann wird deine umarmung auf einmal wieder innig. wo kommt das her?
auf einmal tust du etwas, das noch nie vorkam: du siehst mich an und sagst, du hast mich gern. ich habe dich auch gern.
das reicht dir nicht. deine umarmung bleibt innig. auf einmal ist es wie in der badewanne. die ehrlichkeit ist wieder da, ich spüre es. und dann sagst du dass du mich nie hättest ziehen lassen sollen. du sagst, du hast mich zu gern.
du sagst: "ich liebe dich."
der moment war schier unendlich.
1000 fragen und gleichzeitig alle antworten auf alle fragen die ich je hatte.
du sagst, du weißt das ich glücklich bin und dass du immer mein freund sein wirst. es ist gut so wie es ist, sagst du. ich gehe sowieso schon bald.
ich gebe dir recht. denn es ist gut so wie es ist.







Kommentare
Wunderschön und doch so traurig... zumindest in den Augen einer hoffnungslosen Romantikerin ;-)
04.07.2007, 23:02 von LauserAlles Liebe Dir wünsch'.