DayDreamingNightThinking 30.11.-0001, 00:00 Uhr 7 6

Hoffnungslos hoffnungsvoll.

Ich lache wieder aufrichtig, ich tanze unbeschwert und falle jeden Abend, federleicht in mein Bett.

Unterdessen hab ich nur noch selten Sehnsucht nach dir… Also, so richtig.
Ja, mein Leben ist schön zurzeit. Es ist bunt und ausgefüllt mit lieben Menschen. Ich habe all das Negative von mir stossen können, also, das Meiste. Ich lache wieder aufrichtig, ich tanze unbeschwert und falle jeden Abend, federleicht in mein Bett. Ich denke nicht mehr so oft an dich... also, bewusst. Meine Gedanken konzentrieren sich auf die Arbeit, auf meine Zukunft, auf meine Freunde und auf all die schönen Erinnerungen die ich gesammelt hab. Klar, du sitzt immer noch da, da hinten in meinem Unterbewusstsein. Du sitzt da und hast aufgegeben meine volle Aufmerksamkeit zu bekommen, dir reicht das vollkommen.

Nur bei meinen Erinnerungen, da erhaschst du dir öfters als mir lieb ist meine Aufmerksamkeit. Wenn ich heute, bewusst an dich denke, dann sehe ich Leere. Eine leere Hülle, ein kühles, distanziertes Lächeln. Wenn ich an damals denke. Ist alles bunt und warm. Warme, spürbare Nähe. Deine Nähe.

Doch wie gesagt, ich tanze, lache, ich lebe. Ein Gefühl vereinnahmt mich. Ein Gefühl des einsamen Glücklichseins. Sehr paradox. Aber genau so, so fühlt es sich an. Deine Abwesenheit. Ich gebe meinen Freunden die Schuld, dass sie so nah und doch so fern von mir sind. Doch ich bin es. Ich stosse sie weg. Immer wieder. Damit da Platz ist für dich, falls du doch wieder kommen wolltest. Damit wollte ich aufhören. Schon lange, schon oft. Du bist meine Sucht und darauf bin ich nicht stolz. Du bist wie ein altes Laster der Vergangenheit. Eine Droge mit der ich noch zu viel Gutes verbinde. Lass mich endlich los. 

Ich will Nähe zulassen! Jetzt. Denn davon habe eine genaue Vorstellung. Von einer geteilten Liebe. Ich sehe, vor meinem inneren Auge immer wieder, wie ich mich endlich fallen lasse. In diese unglaublich vielversprechende Beziehung. Das Daran-denken ist wunderschön. Lässt mich fliegen. Bis ich wieder auf dem Boden der Tatsachen geschleudert werde. Ich kann das nicht. Fallenlassen. Das geht nicht. Bin ich zu stolz?

Ich will mich fallenlassen, ich will, dass du mich auffängst oder für immer loslässt.


Tags: Loslassen, Errinerung, fallenlassen
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7 Antworten

Kommentare

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  • 2

    ..messerscharf und von einer romantischen Nüchternheit, die ihres Gleichen sucht. Wunderbar! Ich verneige mich vor deiner treffenden Leichtigkeit im Umgang mit Worten <3

    03.03.2016, 23:57 von Capt_Moe
    • 0

      Vielen, vielen Dank. <3

      04.03.2016, 06:00 von DayDreamingNightThinking
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  • 2

    Manchmal, ja manchmal wenn diese Hoffnung wieder hinter einer Ecke hervorlugt und sofort wieder verduftet ... ein kleiner Moment mit grosser Wirkung!


    03.03.2016, 21:15 von danilibre
    • 1

      ganz genau...

      03.03.2016, 21:24 von DayDreamingNightThinking
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  • 2

    Du sprichst mir aus dem Herzen!

    03.03.2016, 20:09 von violett84
    • 1

      ja, das kann sie gut........aus dem Herzen sprechen 

      03.03.2016, 22:55 von Capt_Moe
    • 0

      <3

      04.03.2016, 07:31 von DayDreamingNightThinking
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